Wirtschaft
Schweiz

Schweizer Butter wird zu Dumpingpreisen nach China verkauft

?Die Butter? und ?Floralp? Butter im Gestell der Migros Wuerzenbach in Luzern, aufgenommen am Montag, 29. Januar 2007. Die Migros reagiert auf die Senkung der Butterpreise bei Coop und verbilligt ihre ...
In der Schweiz ist die Butter zigfach teurer als in Asien.Bild: KEYSTONE

Schweizer Butter wird zu Dumpingpreisen nach China verkauft

Die Schweiz hat 3200 Tonnen Butter exportiert – für kleines Geld. Schweizer Händler zahlen dreimal mehr als Unternehmen in China oder Ägypten.
13.08.2026, 10:4013.08.2026, 10:40

Die gute Nachricht: Butter ist in der Schweiz keine Mangelware. Ende Mai lagen 7903 Tonnen in den Tiefkühllagern, das ist 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Es könnte sogar noch mehr sein, wären nicht 3244 Tonnen Butter zu Dumpingpreisen ins Ausland verfrachtet worden, schreibt der Beobachter. Davon gingen 900 Tonnen nach China, 100 Tonnen nach Ägypten und der Rest nach Marokko, in die Niederlande, den Libanon, Saudi-Arabien, Spanien, Frankreich und den Oman.

Für die Schweizer Butterindustrie ist das jedoch ein Problem, denn die überschüssige Butter wurde durchschnittlich zum Preis von 3.66 Franken pro Kilo verkauft. Der Preis im Schweizer Grosshandel liegt beim Dreifachen, also bei 12 Franken pro Kilo. Die Billigexporte sorgen für ein Minus von 27 Millionen Franken.

Teure Inlandpreise

Konsumentinnen und Konsumenten zahlen in der Schweiz für ihre Butter also einen hohen Preis. Sie ist 277 Prozent teurer als in Deutschland.

Milch
Bauern erhalten weniger Geld für überschüssige Milch.Bild: Shutterstock

Die Sprecherin der Schweizer Milchproduzenten erklärt dazu, dass die Butterexporte keine Wunschlösung seien, sondern dazu dienten, die Milchüberschüsse abzubauen. Künftig sollen Produktion, Verarbeitungskapazitäten und Absatzmöglichkeiten besser aufeinander abgestimmt werden, um solche Überschüsse zu vermeiden. Für die Milchbauern bedeutet die Überproduktion allerdings einen tieferen Milchpreis. Die überschüssige Milch wird häufig zu Butter verarbeitet und eingefroren, um sie später abzusetzen und den Markt zu entlasten.

(kek)

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Die beliebtesten Kommentare
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Jay Zee Mzantsi
13.08.2026 11:09registriert August 2019
So lange die Subventionen fliessen, (über-)produzieren die Schweizer Bauern. Es ärgert mich, dass mit unseren Steuergeldern den Chinesen billiger Anken spendiert wird.
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Grüner Kobold
13.08.2026 11:05registriert Oktober 2018
Na wo käme man denn hin, den Überschuss mal der Bevölkerung zurück zu vergüten, welche diesen Wirtschaftszweig massivst subventioniert.

Wo ist hier eigentlich die Marktwirtschaft die in diesem Lande dauernd bemüht wird? Massives Überangebot, aber Preis geht nicht runter.
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el cóndor terminado
13.08.2026 10:58registriert Juni 2021
Den Inlandpreis senken anstatt die Milch ins Ausland verscherbeln? Niemals, der Bürger muss gemolken werden. Danke Bauernlobby.
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