Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Frankenstärke: SBB will 2015 auf Preiserhöhungen verzichten



A ticket inspector looks at the tickets of the commuters in the train from Lausanne to Brig, Switzerland, pictured on October 15, 2012, in Rivaz, Switzerland. (KEYSTONE/Yannick Bailly)

Un controleur des Chemins de Fer Federaux, (CFF), controle les titres de transports des pendulaires, a bord d'un train, au depart de Lausanne, direction Brig, ce lundi 15 octobre 2012 a Rivaz. Les Chemins de Fer Federaux (CFF ) presentent l'horaire pour l'annee 2013, le jeudi 8 novembre a Lausanne. (KEYSTONE/Yannick Bailly)

Gutes Konzernergebnis: Die Kunden sollen nicht stärker zur Kasse gebeten werden. Bild: KEYSTONE

Die SBB blickt auf ein gutes Jahr zurück: Sie transportierte 2014 mehr Passagiere und Güter, die Pünktlichkeit und die Kundenzufriedenheit stiegen leicht an, und auch das Konzernergebnis legte zu. Zu schaffen macht der SBB allerdings die Frankenstärke. Die Preise sollen 2015 dennoch nicht steigen.

Sie sei 2014 gut vorangekommen, bilanzierte die SBB am Donnerstag. Die SBB habe bei Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit zugelegt, was in der leicht gestiegenen Kundenzufriedenheit zum Ausdruck komme (+0.3 auf 75.9 Punkte).

Besser bewertet wurden von den Kunden gemäss SBB insbesondere Sauberkeit, Platzangebot, Preis-Leistungsverhältnis und die Kundeninformation im Störungsfall. Zur Zufriedenheit beigetragen habe auch die Ausrüstung aller Wagen im Fernverkehr mit Signalverstärkern und qualitativ hochstehendem Mobilfunkempfang.

Der Anteil der Reisenden, die pünktlich oder mit einer Verspätung von weniger als drei Minuten ihr Reiseziel erreichten, stieg gegenüber dem Vorjahr um 0.2 Prozentpunkte auf 87.7 Prozent. Gleichzeitig verpassten jedoch mehr Passagiere ihre Anschlusszüge: Die Gewährung der Anschlüsse ging um 0.2 auf 97.1 Prozent zurück.

Der Konzerngewinn stieg um 135 Millionen auf 373 Millionen Franken, wie der Bundesrat bereits am Mittwoch bekannt gegeben hatte. Der Anstieg sei in erster Linie auf Immobilienverkäufe zurückzuführen, schreibt die SBB dazu. Den Gewinn geschmälert habe hingegen der zusätzliche Unterhalt beim Schienennetz im Umfang von 95 Millionen Franken.

Frankenstärke als «grosse Belastung»

Eine grosse Belastung für die SBB sei die Frankenstärke, heisst es in der Medienmitteilung. Weitere Effizienzsteigerungen und strukturelle Anpassungen seien notwendig. Die SBB hatte bereits im März 2014 Einsparungen in der Höhe von 150 Millionen Franken angekündigt, dies wegen zusätzlichen Kosten für den Schienenunterhalt.

Die Kunden und Kundinnen sollen jedoch nicht stärker zur Kasse gebeten werden: Die SBB werde sich dafür einsetzen, 2015 auf Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr zu verzichten, heisst es im Communiqué.

Von der Frankenstärke hart betroffen seien im Güterverkehr die Nord-Süd-Achse sowie die Transporte im Import/Export. Die SBB stehe mit den Sozialpartnern im Dialog für weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Pensionskasse. Dies sei unter anderem wegen der Frankenstärke und der Negativzinsen sehr anspruchsvoll. (dhr/sda)

ÖV-Projekt BIBO ersetzt Billette durch Chipkarte

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HabbyHab 27.03.2015 10:56
    Highlight Highlight Überall ist man am über die SBB motzen - wieso? Weil sie es sich nicht leisten kann, alles gratis zu machen, ohne dunkelrote Zahlen zu schreiben? Weil es Verspätungen gibt, die meist von Passagieren verursacht werden? Weil es Störungen gibt, die nicht wirklich vorhersehbar sind? Weil es Leute in Zügen gibt, die sich nicht sehr angemessen verhalten? Weil man kein freies Viererabteil mehr findet und deshalb zu jemand anderem sitzen muss?
  • Mi(d)as 26.03.2015 10:24
    Highlight Highlight Dann kann ich jetzt endlich im Frieden sterben, das ist das allererste Mal seit ich denken kann, dass die SBB die Preise nicht hochschraubt!
    • MM 26.03.2015 11:57
      Highlight Highlight Ähm... Nicht.
  • Wilhelm Dingo 26.03.2015 10:10
    Highlight Highlight Wegen der Frankenstärke sollten die Ticket-Preise der SBB sinken. Fast alle Einnahmen fallen beim Personenverkehr in Franken an, viel Material kann aber nun günstiger im Euroraum beschafft werden. Nur im Güterverkehr sieht es anders aus.
  • Fabikob12 26.03.2015 10:05
    Highlight Highlight Nimmt mich wunder, welche gekauften Kunden in punkto Sauberkeit, Platzverhältnis und Preis eine positive Rückmeldung abgegeben haben. Wer tagtäglich pendelt kann nur eines feststellen - die SBB wir von Tag zu Tag schlechter...
    • Attilaquetzal 26.03.2015 12:12
      Highlight Highlight Jaja und die jammeris jammern jeden tag mehr.

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Zwar rollen die neuen SBB-Intercitys seit dem 9. Dezember auf Nebenstrecken. Dies aber alles andere als zuverlässig. Die Stimmung beim Zugpersonal ist angespannt. 

Es ist ein Bähnler-Schrecken ohne Ende: Seit dem 9. Dezember 2018 verkehren zwar die ersten Doppelstöcker-Intercitys (FV-Dosto) des Herstellers Bombardier fahrplanmässig als Interregio zwischen Chur, St.Gallen, Zürich und Basel. 

Wegen Türstörungen, Softwareproblemen, Fehlern beim Passagierinfosystem sowie den Klimaanlagen kommt es aber immer wieder zu Zugsausfällen. Dies obschon die Züge eigentlich bereits vor fünf Jahren hätten abgeliefert werden sollen. 

In einem geharnischten …

Artikel lesen
Link zum Artikel