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Ski: Vincent Kriechmayr hält nichts von einem Boykott bei Olympia 2022

Vincent Kriechmayr of Austria celebrates with the Gold medal for Super-g race during the medals ceremony after the men's Super-G race at the 2021 FIS Alpine Skiing World Championships in Cortina  ...
Doppel-Weltmeister VIncent Kriechmayr will auch an den Olympischen Spielen um Edelmetall fahren. Bild: keystone

«Würde sogar nach Nordkorea fliegen» – Vincent Kriechmayr hält nichts von Olympia-Boykott

02.12.2021, 09:1702.12.2021, 13:26

2022 wird das Jahr der umstrittenen Grossanlässe. Bevor im November und Dezember die Fussball-WM in Katar durchgeführt werden, finden im Februar in Peking die Olympischen Winterspiele statt.

Auch diese wurden bereits kritisiert. So sagte etwa Mikaela Shiffrin im vergangenen Frühling, es sei eine unangenehme Position, wenn man sich entscheiden müsse zwischen Menschenrechten und der Möglichkeit, seiner Arbeit nachzugehen. Man könne auf solche Dinge mehr Rücksicht nehmen, wenn man einen Event organisiert, der die Welt zusammenbringen soll, so die Amerikanerin gegenüber «CNN Sport».

epa09085606 Mikaela Shiffrin of USA reacts in the finish area during the second run of the women's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup finals, in Lenzerheide, Switzerland, 20 March 202 ...
Mikaela Shiffrin äusserte im Frühling Kritik an der Olympia-Vergabe. Bild: keystone

So wird derzeit auch im alpinen Skizirkus das Thema Olympia-Boykott immer wieder thematisiert. Keine Option ist ein solcher für den Österreicher Vincent Kriechmayr. Der Abfahrts- und Super-G-Weltmeister von 2021 sagte, er wolle definitiv in Peking dabei sein. «Ich würde für Olympische Spiele sogar nach Nordkorea fliegen», wird Kriechmayr vom «Blick» zitiert, «schliesslich kann ich nichts dafür, wenn das IOC das wichtigste Grossereignis in unserem Sport an solche Orte vergibt!»

So argumentiert der 30-Jährige, er könne es sich als Sportler nicht erlauben, einen solchen Grossanlass wie die Olympischen Spiele entgehen zu lassen. «Meine Karriere ist zeitlich begrenzt», erklärt Kriechmayr, «ich werde nicht so viele Chancen erhalten, Olympia-Gold zu gewinnen.»

Natürlich wäre es ihm lieber gewesen, wenn die Spiele an einen anderen Ort vergeben worden wären, sagt er. Doch es sei nicht die Aufgabe der Athleten, die Konsequenzen dafür zu tragen. «Es ist an der FIS oder an den olympischen Landesverbänden, zu intervenieren.»

Bei seinen bisher einzigen Spielen in Pyeongchang ging Kriechmayr leer aus.
Bei seinen bisher einzigen Spielen in Pyeongchang ging Kriechmayr leer aus.Bild: IMAGO / Eibner Europa

Auch Beat Feuz war zuletzt auf die Olympischen Spiele angesprochen worden. Der Schweizer hatte sich zwar nicht für einen Boykott ausgesprochen, aber gezeigt, dass sich seine Vorfreude in Grenzen hält. «Ich muss zugeben: Die Olympischen Spiele beschäftigen mich im Moment kaum», sagte Feuz. (dab)

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