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Blood and Honour spricht Drohung gegen Danger Dan Konzert in Zürich aus

nazi commemoration day of honour , Budapest, Hungary UNGARN, 02.2008, Budapest - XIV. Bezirk. Internationaler Neonazi-Aufmarsch auf dem Heldenplatz mit ca. 1000 Teilnehmern zum sog. Tag der Ehre . Ged ...
Das Neonazi-Netzwerk Blood and Honour gehört zu den ältesten der rechtsextremen Szene. Bild: IMAGO/EST&OST

Neonazis nehmen Danger-Dan-Konzert ins Visier – so äussert sich der Musiker

Vergangene Woche provozierte das Neonazi-Netzwerk Blood and Honour eine Auseinandersetzung bei einem Konzert in Tuggen. Dabei wurde ein 27-Jähriger getötet. Nun soll sich die Gruppierung gegen den nächsten Auftritt mobilisieren – diesmal in Zürich.
28.10.2026, 10:5128.10.2026, 16:00

Die Neonazi-Gruppierung Blood and Honour soll vorhaben, den Auftritt des deutschen Musikers Danger Dan zu stören. Das Konzert findet am Mittwoch im Zürcher Volkshaus statt.

Über den Nachrichtendienst Telegram ruft die ebenfalls rechtsextreme Nationale Aktionsfront (NAF) dazu auf, sich vor dem Veranstaltungsort zu versammeln. Das schreibt die «NZZ».

In dem Aufruf schreibt die Gruppierung, dass sie «ein klares Zeichen gegen linke Gewalt setzen» möchten. Ausserdem, wolle man das Konzert «nicht tatenlos hinnehmen». Was genau die Neonazi-Szene vorhat, ist unklar.

In den sozialen Medien kursieren inzwischen Ausschnitte der Telegram-Nachricht. So warnt der Journalist Fabian Eberhard in einem Post auf TikTok vor dem Vorhaben der Rechtsextremen.

Danger Dan äussert sich zu Aufruf

Der Rapper Danger Dan polarisiert regelmässig mit seinen Songtexten. Er geriet erst kürzlich mit seinem neuen Lied «Keine Angst» in den medialen Fokus. Darin ruft Daniel Pongratz, so sein bürgerlicher Name, zum Widerstand gegen Nazis und Faschismus auf.

15.08.2026, AntilopenGang, mit S舅ger Danger Dan, im Konzert live in der Zitadelle Spandau, Berlin, Berlin *** August 15, 2026, AntilopenGang, featuring singer Danger Dan, live in concert at the Spanda ...
Der Sänger Danger Dan.Bild: IMAGO/Berlinfoto

Im Sommer sagte das ZDF den Auftritt des Musikers in der Satiresendung «Die Anstalt» kurz vor der Aufzeichnung ab. Begründet wurde dieser Schritt damals damit, dass der Song im Widerspruch zu den Programmrichtlinien stehe. Das Lied könne dem ZDF zufolge als Gewaltaufruf verstanden werden.

Der Musiker äusserte sich inzwischen zum Aufruf der Neonazi-Gruppierung auf Instagram.

In seinem Post schreibt er, dass sein Team die Situation «als nicht ernstzunehmend» einschätzt. Sie hätten demnach keine Angst. Der Musiker würden für jeden Neonazi, der beim Volkshaus auftaucht, 50 Euro an eine antirassistische Organisation in Zürich spenden.

(pem)

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