Neonazis nehmen Danger-Dan-Konzert ins Visier – so äussert sich der Musiker
Die Neonazi-Gruppierung Blood and Honour soll vorhaben, den Auftritt des deutschen Musikers Danger Dan zu stören. Das Konzert findet am Mittwoch im Zürcher Volkshaus statt.
Über den Nachrichtendienst Telegram ruft die ebenfalls rechtsextreme Nationale Aktionsfront (NAF) dazu auf, sich vor dem Veranstaltungsort zu versammeln. Das schreibt die «NZZ».
In dem Aufruf schreibt die Gruppierung, dass sie «ein klares Zeichen gegen linke Gewalt setzen» möchten. Ausserdem, wolle man das Konzert «nicht tatenlos hinnehmen». Was genau die Neonazi-Szene vorhat, ist unklar.
In den sozialen Medien kursieren inzwischen Ausschnitte der Telegram-Nachricht. So warnt der Journalist Fabian Eberhard in einem Post auf TikTok vor dem Vorhaben der Rechtsextremen.
Danger Dan äussert sich zu Aufruf
Der Rapper Danger Dan polarisiert regelmässig mit seinen Songtexten. Er geriet erst kürzlich mit seinem neuen Lied «Keine Angst» in den medialen Fokus. Darin ruft Daniel Pongratz, so sein bürgerlicher Name, zum Widerstand gegen Nazis und Faschismus auf.
Im Sommer sagte das ZDF den Auftritt des Musikers in der Satiresendung «Die Anstalt» kurz vor der Aufzeichnung ab. Begründet wurde dieser Schritt damals damit, dass der Song im Widerspruch zu den Programmrichtlinien stehe. Das Lied könne dem ZDF zufolge als Gewaltaufruf verstanden werden.
Der Musiker äusserte sich inzwischen zum Aufruf der Neonazi-Gruppierung auf Instagram.
In seinem Post schreibt er, dass sein Team die Situation «als nicht ernstzunehmend» einschätzt. Sie hätten demnach keine Angst. Der Musiker würden für jeden Neonazi, der beim Volkshaus auftaucht, 50 Euro an eine antirassistische Organisation in Zürich spenden.
(pem)
