International
Südostasien

UNO bezeichnet Angriffe auf Rohingya als «ethnische Säuberung»

UNO bezeichnet Angriffe auf Rohingya als «ethnische Säuberung»

11.09.2017, 10:5011.09.2017, 10:50

Rohingya in Burma: Flüchtling im eigenen Land

1 / 9
Rohingya in Burma: Flüchtling im eigenen Land
Die Rohingya fühlen sich als muslimische Burmesen. Die Militärregierung in Yangon stempelt sie jedoch als artfremde «Immigranten» ab.
quelle: epa/epa / nyunt win
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Die UNO hat die Armee-Angriffe auf die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar als mutmassliche «ethnische Säuberung» kritisiert. Da die Regierung Menschenrechtsbeobachtern den Zugang verweigere, sei kein umfassendes Bild der Lage vor Ort möglich.

Allen Erkenntnissen nach sei die Situation aber ein «Musterbeispiel für ethnische Säuberung», sagte UNO-Menschenrechtskommissar Zeid Raad Al Hussein am Montag vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf.

Im seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und Regierungsarmee im Bundesstaat Rakhine in Myanmar waren Ende August neue Kämpfe entbrannt. Seitdem wurden hunderte Menschen getötet, nach UNO-Angaben flohen fast 300'000 Rohingya ins Nachbarland Bangladesch.

Die muslimischen Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Myanmar betrachten sie als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele Rohingya schon seit Generationen in Myanmar leben. (sda/afp)

Burma fürchtet sich vor Vergeltungsmassnahmen der Armee

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Eine Tote bei Sturmtief Adam in Spanien
Das Sturmtief Adam hat mit heftigen Niederschlägen an der spanischen Mittelmeerküste von Katalonien im Nordosten bis hinunter nach Andalusien für Chaos gesorgt. In Katalonien kam eine Frau ums Leben, als sie mit ihrem Kind in dem Ort Cabrera del Mar etwa 35 Kilometer nordöstlich von Barcelona von den Wassermassen überrascht wurde.
Der Mann habe das Kind gerade noch zu fassen bekommen, aber seine Frau sei fortgespült worden. Ihre Leiche wurde nach einer nächtlichen Suche am Sonntagmorgen im Meer vor dem weiter südlich gelegenen Ort Premià de Mar gefunden, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte.
Zur Story