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Iran

USA greifen Iran trotz Waffenruhe an: Die wichtigsten Punkte

USA und Iran greifen sich trotz Waffenruhe an – die wichtigsten Punkte

08.05.2026, 06:2908.05.2026, 09:18

Was ist neu?

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wird auf eine neue Probe gestellt: Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Strasse von Hormus hat das US-Militär als Vergeltung Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit.

Das iranische Militär warf den USA vor, damit die ohnehin fragile Waffenruhe verletzt zu haben. Kurz darauf meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die Abwehr neuer iranischer Angriffe.

Wie begründen die USA die Angriffe?

«US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung, als Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am 7. Mai die Strasse von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquerten», erklärte Centcom. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als die drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. Es seien keine US-Einheiten getroffen worden.

Das US-Militär habe die Bedrohungen «neutralisiert» und iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe verantwortlich gewesen seien – darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen für Aufklärung und Überwachung, hiess es weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkräfte schützen.

Was sagt der Iran?

Das iranische Militär warf den USA nach den jüngsten Angriffen vor, die von Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängerte Waffenruhe verletzt zu haben. Das US-Militär habe einen iranischen Öltanker angegriffen, der von den Küstengewässern Irans in Richtung Strasse von Hormus unterwegs gewesen sei, zitierte der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya.

Das iranische Militär hielt den USA laut Press TV weiter vor, zugleich mit Unterstützung «regionaler Länder» Luftangriffe auf zivile Gebiete entlang der Küste und auf der in der Strasse von Hormus gelegenen Insel Gheschm durchgeführt zu haben. Die iranischen Streitkräfte hätten umgehend reagiert und US-Militärschiffe östlich der Strasse von Hormus angegriffen.

Wo gibt es weitere Angriffe?

Am frühen Morgen meldeten die Emirate neue Angriffe. Die Luftverteidigung wehre derzeit Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Iran hatte den Golfstaat am Montag und Dienstag erstmals seit Beginn der Waffenruhe vor rund vier Wochen wieder angegriffen. Die iranischen Streitkräfte hatten ihren Angriff als Reaktion auf eine US-Initiative zur Öffnung der blockierten Strasse von Hormus bezeichnet, die Trump dann am Dienstag wieder aussetzte.

Was sagt Trump?

Trump forderte den Iran erneut auf, eine Friedensvereinbarung schnell zu unterzeichnen. Ansonsten werde das US-Militär iranische Einheiten in Zukunft noch viel härter und viel gewaltsamer treffen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran werde «von WAHNSINNIGEN angeführt, und hätten sie die Chance, eine Atomwaffe einzusetzen, würden sie es ohne Frage tun – aber diese Gelegenheit werden sie nie bekommen».

President Donald Trump speaks as he visits the Lincoln Memorial Reflecting Pool to see the new blue protective coating being applied as part of a renovation project, Thursday, May 7, 2026, in Washingt ...
US-Präsident Donald Trump wütet gegen den Iran.Bild: keystone

Trump schrieb weiter, den iranischen Angreifern sei schwerer Schaden zugefügt worden. Ihre Boote seien gesunken, ihre Raketen und Drohnen abgeschossen worden. «Sie fielen so wunderschön auf den Ozean herab, als ob ein Schmetterling in sein Grab fallen würde!» Ein normales Land hätte diese Zerstörer passieren lassen, aber der Iran sei kein normales Land. Die US-Schiffe würden sich nun wieder der US-Seeblockade gegen den Iran anschliessen.

ABC News berichtete, Trump habe dem Sender in einem Telefoninterview gesagt, «die Waffenruhe läuft, sie gilt». Die Angriffe auf den Iran verglich er in demnach mit einer kleinen, spielerischen Ohrfeige. Vor Journalisten sagte Trump wenig später, es werde offensichtlich sein, wenn die Waffenruhe nicht mehr gelte. Dann würde aus dem Iran viel Rauch aufsteigen – eine Anspielung auf ein bereits mehrfach von Trump angedrohtes massives Bombardement.

Iranische Antwort auf Abkommen mit den USA steht noch aus

Wie geht es jetzt weiter?

Derzeit wartet das Weisse Haus laut Medienberichten auf eine Reaktion Irans auf eine einseitige Absichtserklärung mit 14 Punkten. Ziel ist es dabei unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden demnach auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Strasse von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Erklärtes Kriegsziel der USA ist es, den Iran davon abzuhalten, sein Nuklearprogramm voranzutreiben, um Atomwaffen zu entwickeln. Dazu gehört für Washington auch die vollständige Entfernung des hoch angereicherten Urans aus dem Iran sowie der Abbau seiner Anreicherungskapazitäten. Für den Bau von Atomwaffen muss Uran sehr hoch angereichert werden. Der Iran beteuert seit Jahren, sein Atomprogramm sei rein ziviler Natur. (dab/sda/dpa)

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98 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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dumpster
08.05.2026 06:53registriert November 2015
"Der Iran werde «von WAHNSINNIGEN angeführt"

Und die USA leider auch.
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Lohner
08.05.2026 08:32registriert August 2025
Der Iran werde «von WAHNSINNIGEN angeführt, und hätten sie die Chance, eine Atomwaffe einzusetzen, würden sie es ohne Frage tun – aber diese Gelegenheit werden sie nie bekommen».

Auch das Amiland wird von einem Wahnsinnigen angeführt, Donald.
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roger_dodger
08.05.2026 07:59registriert Februar 2016
Die USA wird noch viel härter zuschlagen. Mit was? Ihre Tomahawks haben sie schon grossteils aufgebraucht, ihre Basen in der Region sind zerstört, die Gerald R Ford nicht einsatzfähig.
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