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Hitzewelle in Frankreich: Rekordzahl an Atomkraftwerken offline

Hitzewelle in Frankreich: Rekordzahl an Atomkraftwerken offline

Aufgrund der neuen Hitzewelle in Südeuropa mussten elf Atomkraftreaktoren in Frankreich herunterfahren oder gedrosselt werden. Das ist eine Rekordzahl.
14.07.2026, 07:0914.07.2026, 07:09
Amy Walker / t-online
Ein Artikel von
t-online

Frankreich ächzt schon wieder unter einer Hitzewelle, im Süden des Landes klettern die Temperaturen erneut über die Marke von 40 Grad. Das ist in Frankreich die dritte Hitzewelle des Jahres, und erneut müssen einige Atomkraftreaktoren abgeschaltet werden. Schon bei der zweiten Hitzewelle musste der staatliche Energiekonzern EDF Reaktoren drosseln. Diesmal betrifft es allerdings deutlich mehr Reaktoren als noch vor ein paar Wochen.

epa12298779 A view of the cooling towers at the Nogent-sur-Seine nuclear power plant, operated by the French energy company EDF (Electricite de France), in Nogent-sur-Seine, 100 km east of Paris, Fran ...
In Frankreich sind diverse AKWs vom Netz genommen worden. (Symbolbild) Bild: keystone

So berichtet das Energiefachportal «Montel», dass am Montag insgesamt elf Reaktoren betroffen sind. Vor allem trifft es Kraftwerke an den Flüssen Rhone (Südosten) und Garonne (Südwesten). Insgesamt seien 8,8 Gigawatt an Stromkapazität abgeschaltet worden. Das entspricht knapp 15 Prozent der Gesamtkapazität der französischen AKW-Flotte.

Mit den Massnahmen soll verhindert werden, dass während der aktuellen Hitzewelle zu viel warmes Kühlwasser in die ohnehin wärmer werdenden Flüsse abgeleitet wird.

Auch in der Schweiz gehen zwei AKW-Reaktoren vom Netz

Frankreich verfügt über 57 Atomreaktoren, die rund 70 Prozent des Stroms produzieren. Alle befinden sich an Flüssen oder am Meer, nutzen das Wasser zur Kühlung der Reaktoren und leiten es erwärmt in den Fluss oder ins Meer zurück.

Um Schäden für die Ökosysteme zu begrenzen, legt die Atomaufsichtsbehörde ASNR für jedes Kraftwerk Höchstwerte für die Wassertemperatur fest. EDF als Betreiber ist verpflichtet, die Leistung seiner Atomkraftwerke unter bestimmten Umständen zu reduzieren.

Im Laufe der Woche, wenn sich das Land und die Flüsse wieder etwas abkühlen, sollen schrittweise die Anlagen wieder ans Netz gebracht werden.

Auch in der Schweiz sind zwei Atomkraftreaktoren aufgrund der Hitze derzeit offline. Nach «Montel»-Angaben sind nur die beiden Reaktoren am Kraftwerk Beznau betroffen. Beznau 1 ist schon seit der letzten Hitzewelle Ende Juni abgeschaltet, der zweite Reaktor war zwischenzeitlich wieder ans Netz gegangen. Am Samstagabend musste dieser allerdings erneut heruntergefahren werden, das soll noch bis Dienstagmittag anhalten.

AKW Beznau, Kanton Aargau.
Auch die Reaktoren der AKWs von Beznau mussten zwischenzeitlich vom Netz genommen werden.Bild: Axpo

Die Versorgungssicherheit ist in keinem der beiden Länder durch diese Massnahmen beeinträchtigt. Würde die Stromversorgung durch die Abschaltung eines oder mehrerer Atomkraftwerke beeinträchtigt werden, gälten in beiden Ländern Ausnahmen hinsichtlich der Umweltschutzauflagen. EDF hat zum Beispiel für zwei der Reaktoren am AKW Bugey, ebenfalls an der Rhone gelegen, eine solche Ausnahme beantragt, damit das Stromnetz stabil bleibt.

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257 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Händlmair
14.07.2026 07:52registriert Oktober 2017
Der Witz an der ganzen Geschichte ist, dass die Schweiz im Sommer jedes Jahr ca. 4.3TWh Strom aus Frankreich importiert. Dies aus zwei Gründen. 1. Sie wollen damit ihre eigenen Speicherseen schonen und 2. Sie verkaufen diesen Strom, zusammen mit eigenem Strom gewinnbringend weiter an Italien (ca. 8.4 TWh).

Das ist auch der Hauptgrund, warum Rösti neue AKW erstellen will. Um viel Geld damit zu verdienen und die Kosten der Lagerung dem Steuerzahler auf's Auge drücken.

Daher ganz klar. NEIN zu neuen AKW's
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Rumpelstilz aka Motzbrocken
14.07.2026 07:42registriert November 2023
Momoll Rösti: wenn man Strom am meisten braucht, muss man den Stromlieferanten infolge Hitze abschalten.

Wir haben da einen Fusionsreaktor. Der kommt am Morgen und geht am Abend.
X-mal heisser als jedes AKW. Nennt sich Sonne.

Und für das Geld eines AKW‘s könnte man evtl Speicher für den Solarstrom bauen.
Oder bei den e-Autos die Batterien nutzen.
Oder oder oder. Innovation heisst das.

Oder einfach zurücktreten und einer Person Platz machen, die nicht nur Parteispenden will. Sondern etwas fürs das Land und Vouch bewirken soll.
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Pointless Piraña
14.07.2026 07:29registriert Dezember 2019
AbEr WiR mÜsSeN TeChnOloGie-OfFeN bLeIbEn.
🤡
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