Sina Frei ist am Ziel ihrer Träume und wird überlegen Weltmeisterin
Die Cross-Country-Europameisterin ist auch die neue Weltmeisterin. Sina Frei gewann im Val di Sole mit grossem Vorsprung die WM-Goldmedaille. Sie ist nach Silvia Fürst 1992 und Jolanda Neff 2017 die dritte Schweizer Weltmeisterin in der Königsdisziplin des Mountainbike-Sports.
«Ich machte mir keinen Druck, wollte einfach Spass haben», verriet Frei im SRF. «Meine Saison war so gut, ich nahm mir deshalb vor, dieses Rennen als Bonus zu nehmen.» Sie habe versucht, in den steilen Anstiegen zu pushen und sich in den Abfahrten, so gut es geht, zu erholen. «Es ist ein schmaler Grat, heute ist es mir gelungen.»
Zweite Schweizer Medaille
Im Kampf um Silber musste sich Nicole Koller im Sprint der Italienerin Martina Berta geschlagen geben. Nach vielen vierten und fünften Plätzen ging im wichtigsten Rennen des Jahres alles auf für Koller. «Ich habe alles gegeben für Platz 2, aber Platz 3 fühlt sich fast auch wie ein Sieg an.»
Nie zuvor standen zwei Schweizerinnen gemeinsam auf einem WM-Podest. An den Olympischen Spielen 2021 in Tokio feierten sie angeführt von Jolanda Neff einen Dreifach-Sieg. Frei wurde damals Zweite, Linda Indergand Dritte.
Mitfavoritin Alessandra Keller war mit zwei Defekten früh aus der Entscheidung gefallen. Auch die Schwedin Jenny Rissveds hatte Materialprobleme zu beklagen.
Lillo als Siebter bester Schweizer
Bei den Männern setzte sich mit dem Briten Thomas Pidcock der Olympiasieger 2021 und 2024 durch. Er gewann vor Landsmann Charlie Aldridge, von dem er sich in der zweitletzten Runde abgesetzt hatte.
Die Schweizer hatten mit den Medaillen nichts zu tun. Sie erzielten mit drei Plätzen in den Top 10 aber ein ansprechendes Resultat. Dario Lillo, Filippo Colombo und Fabio Püntener klassierten sich in den Rängen 7 bis 9. (ram/sda)
