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Eishockey-WM, Vorrunde
Gruppe A:
Italien - Russland 1:10 (0:2,1:3,0:5)
USA - Dänemark 7:2 (3:1,3:1,1:0)
Lettland - Slowakei 3:1 (1:0,1:0,1:1)
Gruppe B:
Slowenien - Kanada 2:7 (0:3,1:3,1:1)
Finnland - Frankreich 1:5 (0:1,1:2,0:2)
Schweiz - Norwegen 3:0 (0:0,0:2,0:1)
Die Schweizer jubeln über das 1:0 von Reto Schäppi.
Die Schweizer jubeln über das 1:0 von Reto Schäppi.
Bild: KEYSTONE

Dank Genoni-Shutout und drei Punkten von Almond – die Schweiz bodigt Norwegen

Mit fünf Punkten aus zwei Partien befindet sich das Schweizer Nationalteam an der Eishockey-WM in Paris nach dem Startwochenende resultatmässig auf Kurs. Einen Tag nach dem blamablen Einbruch gegen Slowenien bezwang das Team von Patrick Fischer Norwegen mit 3:0.
07.05.2017, 22:5708.05.2017, 07:07

>>> Hier gibt es den Liveticker der Partie Schweiz – Norwegen zum Nachlesen.

>>> Hier gibt's die Spielzusammenfassungen der weiteren Partien des Tages.

Schweizer Siege gegen Norwegen sind an Weltmeisterschaften keine Selbstverständlichkeit. Drei der letzten vier Duelle hatten sie zuletzt verloren. Und nachdem sie am Vortag auf peinliche Art und Weise gegen die Slowenen eine 4:0-Führung verspielt hatten, war gegen die zumindest auf dem Papier klar besser besetzten Nordländer eine gewisse Skepsis angebracht.

«Es war ein guter Auftritt. Wir liefen viel, gewannen viele Scheiben, spielten mutiger mit dem Puck, kamen gut hinten heraus.»
Damien Brunner

Doch die Schweizer entledigten sich der Aufgabe nach einem sehr verhaltenen Beginn und einer Steigerung im Mitteldrittel mehr oder weniger souverän. Reto Schäppi (33.) und Cody Almond (35.) brachten die Schweizer innerhalb von 116 Sekunden 2:0 in Führung. Sie sorgten für klare Verhältnisse in einem Spiel, das davor von Schweizer Unsicherheit und norwegischer Harmlosigkeit geprägt war.

Die Highlights der Partie.

Zu reagieren vermochten die müde wirkenden Norweger nicht mehr. Und so feierte Leonardo Genoni, der für diese zweite Partie wie erwartet den Vorzug gegenüber Jonas Hiller erhalten hatte, in seinem siebten WM-Spiel den zweiten Shutout. Es dürfte Balsam auf die Wunden des Berner Meistergoalies gewesen sein, nachdem er zuletzt in der Vorbereitung gegen Dänemark und Kanada zweimal glücklos agiert hatte.

«Es ging alles auf, weil wir defensiv gut spielten, wie gestern zu Beginn auch. Wir konnten jene Nadelstiche setzen, die wir uns vorgenommen hatten.»
Leonardo Genoni

Sieben Tore, sieben Schützen

Für die Entscheidung sorgte Pius Suter gut zehn Minuten vor dem Ende im Powerplay. Wie für Almond und wie am Vortag für Romain Loeffel und Gaëtan Haas war es auch für den 20-jährigen Stürmer der ZSC Lions der erste WM-Treffer. Die bisher sieben Schweizer Tore an der WM teilen sich sieben Spieler.

Almond bei seinem ersten WM-Tor.
Almond bei seinem ersten WM-Tor.
Bild: KEYSTONE

Am Ende sah es nach einem komfortablen Sieg aus. Der Punktverlust vom Samstag gegen die Aufsteiger aus Slowenien schien bei den Schweizern aber nicht spurlos vorüber gegangen zu sein. Denn im ersten Drittel agierten die Schweizer zögerlich, fehlerhaft und ohne Tempo. Dies äusserte sich in Missverständnissen und vielen technischen Fehlern. Immerhin, und das war bereits in der Startphase positiv, standen die Schweizer defensiv sicher. Ausser im Powerplay erspielten sich die Norweger kaum Chancen.

Steigerung im zweiten Drittel

Ab dem zweiten Absschnitt trauten sich die Schweizer auch im Spiel gegen vorne mehr. Sie spielten endlich mit mehr Druck und deutlich körperbetonter – ohne dabei die defensiven Pflichten zu vernachlässigen. Zwei zügig vorgetragene Angriffe führten zu den beiden Toren, die beide von der nominell vierten Linie erzielt wurden.

Die Schweizer agierten heute als Mannschaft stark.
Die Schweizer agierten heute als Mannschaft stark.
Bild: Petr David Josek/AP/KEYSTONE
«Das zweite Drittel war beeindruckend.»
Leonardo Genoni

Zuerst bediente Romain Loeffel von der Seite den frei vor dem Tor stehenden Schäppi, knapp zwei Minuten später wurde Almond nach einer fast identischen Szene von Thomas Rüfenacht perfekt angespielt. Almond musste ebenso nur noch einschieben wie davor Schäppi. Almond liess sich insgesamt drei Skorerpunkte gutschreiben, was ihm davor in einem Länderspiel noch nie gelungen war.

«Gegen Slowenien war es wegen der vielen Strafen schwierig, den Rhythmus zu finden. Heute konnten wir viel länger mit fünf gegen fünf spielen.»
Thomas Rüfenacht

So viele Punkte wie 2013

Mit dem 40. Erfolg im 60. Länderspiel gegen Norwegen scheinen die Schweizer im Turnier angekommen zu sein. Mit fünf Punkten aus zwei Partien in eine WM gestartet war das Nationalteam letztmals 2013 auf dem Weg zur Silbermedaille von Stockholm. In den letzten drei Jahren hatten sie nach dem ersten Wochenende 0 (2014), 4 (2015), respektive 2 Punkte (2016) auf ihrem Konto.

Wie weit kommt die Schweiz an der Hockey-WM?

Die nächste Bewährungsprobe wartet mit dem Spiel gegen Gastgeber Frankreich allerdings bereits am Dienstag auf Fischers Auswahl. Die Franzosen befinden sich nach dem überraschenden 5:1-Sieg gegen den letztjährigen WM-Zweiten Finnland im Hoch. (zap/sda)

Die Schweizer Tore

Das 1:0 durch Reto Schäppi.
Video: streamable
Das 2:0 durch Cody Almond.
Video: streamable
Das 3:0 durch Pius Suter
Video: streamable

Das Telegramm

Norwegen - Schweiz 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)
Paris. - 7782 Zuschauer. - SR Fonselius/Reneau (FIN/USA), Lhotsky/Suominen (CZE/FIN). -
Tore: 33. Schäppi (Loeffel, Almond) 0:1. 35. (34:00) Almond (Rüfenacht, Untersander) 0:2. 50. Suter (Almond, Ambühl/Ausschluss Röymark) 0:3. -
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Norwegen, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Norwegen: Haukeland; Holös, Lesund; Nörstebö, Ödegaard; Johannesen, Bonsaksen; Thoresen, Ken André Olimb, Reichenberg; Mathis Olimb, Bastiansen, Martinsen; Röymark, Forsberg, Rosseli Olsen; Valkvae Olsen, Roest, Olden; Trettenes.
Schweiz: Genoni; Diaz, Furrer; Untersander, Kukan; Loeffel, Genazzi; Marti; Praplan, Haas, Hollenstein; Rüfenacht, Almond, Schäppi; Brunner, Richard, Bodenmann; Ambühl, Malgin, Suter; Herzog.
Bemerkungen: Schweiz ohne Suri, Schlumpf (nicht gemeldet), Schlegel (überzählig) und Hiller (Ersatztorhüter). - 30. Lattenschuss Loeffel. - Schüsse: Norwegen 20 (10-4-6); Schweiz 38 (9-17-12). - Powerplay-Ausbeute: Norwegen 0/4; Schweiz 1/6.

Die Tabelle

Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel

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