Sport
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Eishockey-WM, Vorrunde

Gruppe A:

Lettland – Dänemark 3:0 (0:0,1:0,2:0)

Slowakei – Italien 3:2 nV (1:0,0:1,1:1,0:1)
Deutschland – Schweden 2:7 (1:1,1:3,0:3)

Gruppe B:

Schweiz – Slowenien 5:4 nP (4:0,0:1,0:3)

Weissrussland – Tschechien 1:6 (0:2,1:1,0:3)
Norwegen – Frankreich 3:2 (0:0,2:1,1:1)

Switzerland's Rafael Diaz, Damien Brunner, Andres Ambuehl, Pius Sutter and Reto Schaeppi, from left, celebrate their score to 1:0 during their Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and Slovenia in Paris, France on Saturday, May 6, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Am Ende ist's immerhin ein Sieg und nicht ein Desaster. Bild: KEYSTONE

Den Super-Gau nach 4:0-Führung verhindert: Nati siegt zum WM-Auftakt im Penaltyschiessen

Die Schweizer Nationalmannschaft startet mit einem am Ende glücklichen Sieg in die WM in Paris. Sie bezwingt Aufsteiger Slowenien nach einer 4:0-Führung nach 18 Minuten mit 5:4 nach Penaltyschiessen.



>>> Hier gibt es den Liveticker der Partie Schweiz – Slowenien zum Nachlesen.

>>> Hier gibt's die Spielzusammenfassungen der weiteren Partien des Tages.

Unfassbar: Da führt die Schweiz nach 20 Minuten sackstark mit 4:0 gegen den bescheidenen Aufsteiger Slowenien. Auch in der Folge schien das Team alles im Griff zu haben. Doch am Ende muss die Partie bei 4:4 ins Penaltyschiessen. Dort erlöst Damien Brunner die Schweiz mit dem einzigen Treffer. Immerhin zwei Punkte also, aber hoffentlich fehlt der peinlich verspielte dritte Zähler am Ende nicht irgendwo.

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Die Entscheidung: Damien Brunner versenkt als einziger den Penalty. Video: streamable

«Wenn du 4:0 führst, kannst du nicht zufrieden sein. Aber es nützt nichts, wenn wir jetzt rumheulen», fasst Andres Ambühl kurz nach Spielschluss im SRF die Gefühlslage zusammen. Trainer Patrick Fischer sagt: «Am Ende zählen die Siege, aber wir haben einen Punkt verschenkt. Das 2:4 war der Knackpunkt. Am Ende müssen wir glücklich sein, dass wir mit 4:4 in die Overtime kommen.»

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Hier gibt's alle Highlights der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2017

Bereits in den vergangenen beiden Jahren hatten die Schweizer gegen den Aufsteiger (Österreich und Kasachstan) ein Shootout bestreiten müssen, immerhin behielten sie diesmal das bessere Ende für sich.

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Der Ausgleich Sloweniens in der 56. Minute. Video: streamable

Sehr ärgerlicher Punktverlust

Dennoch war es ein mehr als ärgerlicher Punktverlust, denn das erste Drittel hätte nicht besser laufen können. Andres Ambühl, der seine 14. Weltmeisterschaften bestreitet, brachte die Schweizer in der 11. Minute in Führung. Der einzige Davoser im Team war in Überzahl per Backhand erfolgreich. Das erste Powerplay der Schweizer dauerte bloss 29 Sekunden. Nur zwölf Sekunden später erwischte Gaëtan Haas den nach dem ersten Drittel ausgewechselten slowenischen Keeper Gasper Kroselj in der nahen Ecke. Die Schweizer nahmen den Schwung mit. Das 3:0 (17.) und 4:0 schossen Verteidiger Romain Loeffel respektive Simon Bodenmann innerhalb von 48 Sekunden. Loeffel traf wie zuvor Haas zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft.

Switzerland’s players celebrate with their supporters after their Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and Slovenia in Paris, France on Saturday, May 6, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Am Ende können sich die Schweizer von den Fans feiern lassen. Bild: KEYSTONE

Letztmals hatten die Schweizer am 17. Dezember 1999 in einem Testspiel gegen Österreich nach 20 Minuten mit vier Treffern vorne gelegen. An Weltmeisterschaften war das zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg 1998 der Fall. Es deutete alles auf einen problemlosen Sieg hin. In der Folge hörten die Schweizer jedoch auf, Eishockey zu spielen. Dennoch schienen sie die Partie im Griff zu haben. Auch das 1:4 in der 39. Minute, das Jan Mursak in Unterzahl erzielte, beunruhigte noch nicht gross. Zuvor war Goalie Jonas Hiller, der den Vorzug gegenüber Leonardo Genoni erhalten hatte, während 268:02 Minuten ungeschlagen geblieben.

Nach dem 2:4 von Ziga Jeglic (46.) kassierten die Schweizer nicht weniger als vier Strafen innerhalb von knapp sechs Minuten. Das nutzten die Slowenen. In der 55. Minute traf Jan Urbas in doppelter Überzahl, 81 Sekunden später war Robert Sabolic bei fünf gegen vier Feldspielern erfolgreich. In der Verlängerung standen die Osteuropäer dem Sieg trotz eines Powerplays der Schweizer näher. Die Fischer-Equipe brachte in der Overtime in Überzahl bloss einen Torschuss zu Stande. Immerhin verhinderten Brunner und Hiller im Penaltyschiessen die vierte WM-Auftaktniederlage in Serie.

epa05946464 Robert Sabolic (L) of Slovenia in action against Damien Brunner of Switzerland during the 2017 IIHF Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and Slovenia at AccorHotels Arena in Paris, France, 06 May 2017.  EPA/ETIENNE LAURENT

Damien Brunner (hinten) entschied die Partie dank seinem Penaltytreffer. Bild: ETIENNE LAURENT/EPA/KEYSTONE

Mit diesem erzitterten Erfolg blieben die Schweizer auch im fünften Spiel gegen die Slowenen ungeschlagen. An Weltmeisterschaften trafen die beiden Teams zum zweiten Mal nach dem 7:1 2013 in Stockholm aufeinander. Das nächste Spiel der Schweizer steht bereits am Sonntag auf dem Programm. Dann bekommen sie es mit Norwegen zu tun. Gegen die Skandinavier gingen drei der letzten vier WM-Partien verloren. Die Schweizer sind also gewarnt, nach dem Spiel gegen Slowenien umso mehr. (sda)

Wie weit kommt die Schweiz an der Eishockey-WM?

Die Schweizer Tore:

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Das 1:0 durch Ambühl. Video: streamable

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Das 2:0 durch Haas. Video: streamable

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Das 3:0 durch Loeffel Video: streamable

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Das 4:0 durch Bodenmann. Video: streamable

Das Telegramm

Schweiz - Slowenien 5:4 (4:0, 0:1, 0:3, 0:0) n.P.
Paris. - 4920 Zuschauer. - SR Hribik/Linde (CZE/SWE), Ritter/Sefcik (USA/SVK).
Tore: 11. (10:49) Ambühl (Suter/Ausschluss Urbas) 1:0. 12. (11:01) Haas (Praplan, Genazzi) 2:0. 17. (16:59) Loeffel (Hollenstein, Praplan) 3:0. 18. (17:47) Bodenmann (Brunner) 4:0. 39. Mursak (Tavzelj/Ausschluss Kovacevic!) 4:1. 46. Jeglic (Sabolic, Kranjc) 4:2. 55. (54:23) Urbas (Ograjensek, Pretnar/Ausschlüsse Almond, Furrer) 4:3. 56. (55:23) Sabolic (Ticar/Ausschluss Furrer) 4:4.
Penaltyschiessen: Brunner 1:0, Sabolic - (gehalten); Hollenstein - (gehalten), Ticar (gehalten); Richard (gehalten), Mursak (daneben).
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Slowenien.
Schweiz: Hiller; Diaz, Furrer; Untersander, Kukan; Loeffel, Genazzi; Marti; Praplan, Haas, Hollenstein; Brunner, Richard, Bodenmann; Ambühl, Malgin, Suter; Rüfenacht, Almond, Schäppi; Herzog.
Slowenien: Kroselj (21. Pintaric); Kovacevic, Robar; Vidmar, Kranjc; Pretnar, Gergorc; Podlipnik, Tavzelj; Jeglic, Ticar, Sabolic; Verlic, Mursak, Urbas; Rodman, Golicic, Ograjensek; Kuralt, Music, Pem.
Bemerkungen: Schweiz ohne Suri, Schlumpf (nicht gemeldet), Schlegel (überzählig) und Genoni (Ersatztorhüter). - Timeout Schweiz (55.). - Schüsse: Schweiz 33 (15-8-8-1-1); Slowenien 23 (5-8-9-1-0). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/5 (1 Shorthander kassiert); Slowenien 2/7.

Die Tabelle

Bild

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 06.05.2017 18:10
    Highlight Highlight eine 4:0 führung verspielt, dazu noch gegen slowenien? das ist an peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.
  • Warumdennnicht? 06.05.2017 17:37
    Highlight Highlight Ich stelle jetzt Mal eine Prognose.

    Wenn die Schweiz Viertelfinal erreicht:
    Fischer weg + neuer Coach für D und PK

    Wenn die Schweiz weiter kommt als Viertelfinal:
    Alle bleiben :(

    Viertelfinals nicht erreicht:
    Coaching weg

    Abstieg:
    Da weiss sogar ein Schachspieler, was passiert.

    Meine Hoffnung ist, dass die Schweiz die Viertelfinals erreicht, auch wenn nur knapp
  • Pana 06.05.2017 16:45
    Highlight Highlight Ach du Sch.. Ich hab nach dem 4-0 abgestellt :D
  • Sloping 06.05.2017 16:35
    Highlight Highlight Es ist zu früh, um es schon zu verschreien, aber dieser Auftritt mahnt an die letzte WM: Da kriegt man gegen einen limitierten Gegner eine 4:0 Führung quasi geschenkt, da mindestens zwei Tore haltbar sind und ist dann nicht mal fähig, dies nach Hause zu bringen. Undiszipliniertheiten, Überheblichkeit und auch Torhüterfehler führten fast in eine Niederlage nach 60 Minuten. Entweder steigert sich die Mannschaft massiv oder es wird wieder nichts mit dem Viertelfinale. Ich hoffe , dass dies nun der allerletzte Weckruf für Fischer und die Mannschaft war!
  • «SLAPSHOT» 06.05.2017 16:25
    Highlight Highlight saul miller mit seinem mental voodoo hat die nati verhext!
    • Ambraham (FKA Housi von Wattenwyl) 06.05.2017 17:13
      Highlight Highlight Saul Miller hat gestern ein Angebot von Novak Djokovic angenommen.
  • Rock'n'Rohrbi 06.05.2017 16:04
    Highlight Highlight Was ist das nur für ein käsiges Loch, in das wir Schweizer immer wieder fallen? Wohlstand und Reichtum im Überfluss, welches uns genügsam, überheblich und unzureichend macht? Überschätzen wir uns masslos und können mit sich anbahnendem Erfolg nicht umgehen? Oder wie lässt sich es erklären, dass man nach einer 4:0 Führung noch derart in Erklärungsnotstand gerät? Ich begreife das nicht und bitte um Aufklärung ... ist das eine ureigene Tugend des Schweizers, sich nicht durchsetzen und zu überzeugen können? Ich bin mir sicher und im CH Team ist das schon ver- und gegessen, schlittern wir weiter!🤔😟😶
    • Der müde Joe 06.05.2017 16:50
      Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass es verschiedene Faktoren sind. Es ist, wie ich empfinde, die Bequemlichkeit nicht über seine Grenzen hinaus zugehen, nach dem Motto: "Das reicht schon." Tanner Richard z.B. hat mir in den ersten 20min sehr gefallen, jeder Check wurde fertig gemacht, -und dann wurde er nicht mehr gesehen.🤷🏻‍♂️ Das zweite was mir aufgefallen ist, war dass sie nicht im Stande waren das Spiel wieder an sich zu reißen. Woher diese Mentalen Schwächen kommen kann ich dir auch nicht erklären. Schade das man aus 2013 nicht genug Selbstvertrauen schöpfen konnte.
  • -woe- 06.05.2017 15:52
    Highlight Highlight Kann man statt 1-2 Spieler auch einen neuen Coach nachnominieren?
  • Der müde Joe 06.05.2017 15:25
    Highlight Highlight Super peinlich dieser Auftritt! Die typische Schweizer Mentalität hat sich nach dem 4:0 wieder eingeschlichen. Wenn jetzt beim nächsten Spiel keine Steigerung kommt, sehe ganz schwarz für diese WM! 20min spielen reicht auch gegen Slowenien nicht liebe Eisgenossen!!!
  • Üeu 06.05.2017 15:25
    Highlight Highlight Tja, vielleich brauchts als Natitrainer halt doch ein bisschen mehr als nur auf coolen Kumpel zu machen.
    Wenn ich sehe, wie wenig es braucht um als
    Team komplett auseinanderzufallen, zeugt dies nicht gerade von gutem Teamgeist.
  • ujay 06.05.2017 15:22
    Highlight Highlight Sport ist Charaktersache. Im Vorfeld wurde über mangelde Körpergrösse und Verdrängungskraft und was auch immer schwadroniert. Heute war Realität: Es fehlt an Mentalität und Charakter. Das Spiel von heute ist mit einem Wort beschrieben: GRAUSAM.
    • plaga versus 06.05.2017 16:48
      Highlight Highlight Nein, nicht schwadroniert. Auch das ist leider eine Tatsache. Wenn die Schweizer ihre körperliche Unterlegenheit nicht mit Köpfchen wettmachen, ist der Ofen nach der Vorrunde aus.
    • ujay 06.05.2017 18:06
      Highlight Highlight Nonsens. Auf diesem Niveau gehts nur ums Mentale. Bei Physis, Technik, Ausbildung sind die Unterschiede zu gering. Alles Andere ist Einbildung. Gutes Beispiel: Deutschland besiegt die USA....das ist mentale Stärke.
    • plaga versus 06.05.2017 18:24
      Highlight Highlight Es braucht eben doch beides! Die Schweizer sind die Leichtesten und Kleinsten aller Teams. Nur schon heute ist mir aufgefallen, wie schwer es den Schweizern gefallen ist, die Slowenen von der Scheibe zu trennen. DIe anderen Teams werden noch grösser und schwerer sein. Siehe hier:
      http://www.watson.ch/Sport/watson-Leser%20empfehlen/842445271-Zu-wenig-Wasserverdr%C3%A4ngung--Schweiz-an-der-Hockey-WM-am-kleinsten-und-leichtesten
  • Walti Rüdisüli 06.05.2017 15:20
    Highlight Highlight Schwach, sehr schwach. So gewinnt man keine Turniere!
  • DerTaran 06.05.2017 15:14
    Highlight Highlight Sehr peinlich.

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