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Plastikmüll ist ein grosses Problem. Bis 2050 schwimmen gemäss Wissenschaftlern mehr Plastikteile in den Ozeanen als Fische.  Bild: Flickr RF

Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

18.01.18, 07:29
Team watson
Team watson

Wir haben sie alle schon gesehen – Bilder von Stränden, verdreckt mit Plastikabfällen und von Müll, der zuhauf im Wasser treibt. Wissenschaftler stellen uns eine traurige Prognose: Falls wir nichts ändern, schwimmen in unseren Ozeanen bis 2050 mehr Plastikteile als Fische. 

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Die EU will verhindern, dass es tatsächlich so weit kommt. Die zuständige Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, dass es bis zum Jahr 2030 gar keinen Plastikmüll mehr gibt und hat dazu drei Massnahmen beschlossen.

Das Ende der Einwegverpackungen

Wer heute einen Kaffee in einem Einwegbecher konsumiert, der wirft ihn nach dem letzten Schluck häufig in den Abfall. Dies soll sich ändern, so die EU-Kommission. Zukünftig sollen alle Verpackungen wiederbenutzt oder recycelt werden. Dazu will die EU aber nicht auf Verbote setzen. Neue Umweltstandards, bessere Recycling-Methoden und der guten Wille der Produzenten soll dazu ausreichen. 

Verbot von Mikroplastik

Häufig wissen wir es gar nicht: Doch in der Zahnpasta oder in Körperpeelings hat es vielfach ganz kleine Plastikteile. Die Kommission will nun den absichtlichen Zusatz von Mikroplastik in kosmetischen Mitteln verbieten.

Kein Schiffsabfall mehr

Geht es nach dem Willen der EU, ist ab sofort jeder Hafen verpflichet, den Müll von Schiffen anzunehmen und auch zu entsorgen. Damit soll den Kapitänen zukünftig die Entscheidung leichter fallen, den Müll nicht einfach ins Meer zu kippen, sondern an Land abzugeben, wo er ordnungsgerecht recycelt werden kann.

>>> Wiederverwendbar: Forscher entwickeln Papier mit Löschfunktion

bild: Port liner

Drucken, lesen, wegwerfen – so weit muss es in Zukunft vielleicht nicht mehr kommen. Chinesische Forscher haben ein Spezialpapier entwickelt, das sich mehrfach beschreiben und bedrucken lässt. Das Papier wird somit wiederverwendbar. 

Wie die Forscher in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Nature Communications erklären, besteht das Papier aus normalem Filterpapier, das mit einem besonderen Polymer – einem chemischen Stoff – beschichtet ist. Sobald man das Papier mit einer Fluoridlösung spült, wird alles gelöscht und das Papier kann neu bedruckt werden.

Auch Tinte oder Toner sind überflüssig. Einfache Salzlösungen oder nur Wasser reichen aus, um auf das Blatt zu drucken – auch mit einem einfachen Tintenstrahldrucker. Der Grund: Das Polymer im Papier und die Salzlösung aus dem Drucker verbinden sich dort, wo sie zusammentreffen, zu einem metallhaltigen organischen Komplex. Achtmal könnte das Spezialpapier so bedruckt oder beschrieben werden, ohne dass Schrift oder Bilder verblassen würden, schreiben die Forscher.

>>> In den Niederlanden sind bald E-Frachtschiffe im Einsatz

Nicht nur die Strassen sollen grüner werden – auch die Schifffahrt. In einigen Monaten werden in den Niederlanden erste elektrisch betriebene Frachtschiffe unterwegs sein. Ihre Aufgabe: Container aus den Häfen Antwerpen und Rotterdam zu ihrem Bestimmungsort im Binnenland transportieren. Die beiden ersten Elektroschiffe sollen bereits im August dieses Jahres einsatzbereit sein.

Gebaut werden die emissionsfreien Schiffe vom Unternehmen Port-Liner. Dieses wird in den kommenden zwei Jahren 15 solcher Schiffe bauen. Das Projekt wird vom europäischen Förderprogramm Connecting Europe Facility mit sieben Millionen Euro mitfinanziert, berichten die niederländische Zeitung Brabants Dagblad und die Webseite heise.de. Treiber für die Innovation auf hoher See sind die Umweltprobleme der Branche: 15 Prozent der globalen Stickoxidemissionen stammen aus der Schifffahrt, dazu 2,2 Prozent des Kohlendioxidausstosses.

«Tesla»-Schiffe

In den niederländischen Medien werden die komplett elektrisch betriebenen Frachtschiffe wegen ihrem futuristischen Design bereits mit dem E-Autobauer Tesla verglichen. Das Schiffmodell ist 110 Meter lang und 11,4 Meter breit. Versorgt werden die E-Motoren von vier Akkus, welche jeweils die Grösse eines Schiffscontainers haben. Insgesamt haben die Akkus eine Kapazität von 7,2 Megawattstunden und reichen für 35 Stunden Fahrt aus. Innerhalb von vier Stunden sind sie wieder aufgeladen. Die Schiffe sollen anfangs mit Mannschaft fahren, geplant ist aber, sie zu einem späteren Zeitpunkt autonom fahren zu lassen.

Da die E-Schiffe keinen Maschinenraum benötigten, können sie acht Prozent mehr Fracht aufnehmen als ein herkömmliches Schiff. Bereits die ersten sechs Frachter ohne Diesel sollen dafür sorgen, dass in den Niederlanden im Jahresdurchschnitt 23'000 LKW weniger benötigt werden.

>>> Statt Kündigung in Schule geschickt: Unternehmerin hilft Analphabeten

Brasilien ist eines der Länder mit der höchsten Rate von Analphabeten in der erwachsenen Bevölkerung. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) schätzt, dass rund 12,9 Millionen Brasilianer nicht schreiben und lesen können. 

Nataly Bonato ist Unternehmerin und Leiterin des in Sao Paulo ansässigen Büros von WeWork. Das Kerngeschäft dieser Firma ist das Vermieten von sogenannten Co-working Spaces, also Bürogemeinschaften. 

Letztes Jahr bat Bonato das Reinigungspersonal der Firma, gewisse Formulare mit einfachen Informationen auszufüllen. So wollte sie zum Beispiel wissen, wie viel Zeit die Mitarbeitenden für die Reinigung eines Raumes brauchen, berichten mehrere brasilianische Medien.

Als die Dokumente über eine Woche später leer oder nur teilweise und fehlerhaft ausgefüllt zurückkamen, wurde Bonato klar: Mehr als die Hälfte des Teams konnte weder Lesen noch Schreiben.

twitter sinval rodrigues

Die Unternehmerin entschied sich, den Leuten zu helfen. «Eine Schule mietet einer unserer Arbeitsplätze, also haben wir sie beauftragt, den Mitarbeitern bei ihrem Problem zu helfen», schreibt Bonato auf ihrem Facebook-Account. 

Über fünf Monate lang bekam das Hausmeisterteam zweimal pro Woche eine längere Mittagspause, um die Schulstunden zu besuchen – und die Investition lohnte sich: Heute verfassen die besten Schüler bereits Briefe und alle Teilnehmer können einfache Texte lesen. Um das gebührend zu feiern, hat die Firma vor ein paar Tagen eine Abschlussfeier organisiert – passendes Outfit inklusive. 

>>> Mit diesem Fahrrad kannst du über das Wasser schweben

Du fährst gerne Fahrrad, aber hast keine Lust dich durch den Strassenverkehr zu schlängeln? Zwei Freaks aus Neuseeland haben jetzt die Lösung für dich entwickelt. Mit ihrem Rad kannst du über das Wasser fahren. 

Wobei fahren das falsche Wort ist – schweben trifft es besser. Denn statt mit Rädern ist das Wasservelo mit Tragflügeln ausgestattet. Dank diesen schwebt man beinahe über das Wasser, sobald man kräftig in die Pedalen tritt und damit den Propeller aus Kohlenstofffasern in Rotation versetzt. 

Huiiiii

Bild: zvg/Manta5

Die beiden Neuseeländer haben neun Jahre an ihrem Fahrrad getüftelt, bis sie jetzt den Prototypen vorstellen konnten. Ihre Euphorie ist nach den ersten Testfahrten gross: «Keine Strassen, kein Verkehr, ein einmaliges Fahrerlebnis im offenen Raum.»

Doch noch müssen wir uns gedulden, bevor wir per Rad über den Zürichsee schweben können. Noch wird das neue Gefährt nur in Neuseeland ausgeliefert und ist auch teuer. 7495 neuseeländische Dollars, sprich rund 5300 Franken.

Bild: facebook/Manta5

>>> So, und jetzt ab zu deinem Grosi: Denn je mehr du sie besuchst, desto länger lebt sie

Freut sich immer über deinen Besuch: Dein Grosi. (Symbolbild) Bild: shutterstock

Wissenschaftler an der Universität San Francisco, Kalifornien, haben herausgefunden, dass Einsamkeit einen grossen Einfluss im Alter hat. Denn, so die Studie: Wer alleine ist, stirbt früher. 

Während der sozioökonomische Status oder die Gesundheit unverändert blieben, hatte die Einsamkeit einen grossen Einfluss auf die Sterblichkeitsrate. Untersucht wurden dabei 1600 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren. 23 Prozent der Studienteilnehmer mit weniger sozialem Kontakt verstarben während der nächsten sechs Jahre. Bei den Studienteilnehmern, die soziale Kontakte pflegten, verstarben lediglich 14 Prozent.

Die Studienergebnisse kann Rosemary Blieszner, Professorin für menschliche Entwicklung an der Virginia Tech, nur bestätigen. Vor allem ältere Menschen legen, so Blieszner, grossen Wert auf Beziehungen. «Die Notwendigkeit, die wir unser ganzes Leben lang haben – Menschen zu kennen, die uns wertschätzen und Freude bringen – das geht nie weg», sagte sie gegenüber der «New York Times». Im Alter würde dies nur noch verstärkt.

Also los, ab zu deinen Grosseltern!

>>> Arbeiten statt bezahlen: In diesem japanischen Restaurant wird niemand abgewiesen

In diesem Restaurant in Tokio können arme Menschen 50 Minuten für eine Mahlzeit arbeiten, anstatt zu bezahlen. Bild: miraishokudo.com

Wer kein Geld für eine warme Mahlzeit hat, wird bei Sekai Kobayashi nicht abgewiesen. Die 33-jährige Restaurantbesitzerin aus Tokio offeriert ein Essen für diejenigen, die ihr 50 Minuten bei der Arbeit helfen. «Ich benutze dieses System, weil ich in Kontakt mit den hungrigen Menschen treten will, die ansonsten nie in Restaurants essen gehen, weil sie zu wenig Geld haben», so Kobayashi.

Die gelernte Ingenieurin arbeitet ansonsten alleine in ihrem Restaurant. Platz hat es für zwölf Personen. Bisher haben mehr als 500 Personen, darunter auch einige Studenten, das Angebot, für ihr Essen zu arbeiten, angenommen.

Dabei ist es den Aushilfskräften überlassen, ob sie die Mahlzeit gleich einnehmen möchten oder ob sie einen Coupon wollen, schreibt «The Straits Times». Kobayashi ist seit zwei Jahren Besitzerin des Restaurants. Es soll ein Platz sein, «an dem jeder willkommen ist und einen Platz hat», so die Betreiberin zur Zeitung.

Die Idee gaben ihr Mitarbeiter, als Kobayashi noch bei einem Online-Portal für Kochrezepte arbeitete. «Sie haben meine Mahlzeiten, die ich in der Büro-Küche zubereitet habe, immer gemocht und mich ermutigt, doch ein Restaurant zu eröffnen», erinnert sich Kobayashi.

Es sei eine sehr interessante Arbeit, denn sie wisse am Morgen nie, mit wem sie an diesem Tag alles arbeiten würde. Und auch finanziell steht sie gut da: «Durch verschiedene Methoden konnte ich das Business profitabel halten.»

>>> Hausgeburt im Aargau: Die Polizei, dein Freund und Geburtshelfer

Die kleine Lorena hatte es pressant: Das Mädchen kam am Freitagmorgen in Wohlen AG zur Welt – so schnell, dass es den Eltern unmöglich mehr ins Spital reichte. Der Vater konnte nur noch einen Notruf absetzen, als das Köpfchen zum Vorschein kam.

Neben der Sanität machten sich auch zwei Polizisten sofort auf den Weg. «Weil wir so nah waren, erreichten wir das Haus vor der Ambulanz», schildert Wachtmeisterin Andrea Kyburz in der «Aargauer Zeitung». Auf den Lift zu warten, hätte zu lange gedauert, also rannten die Polizisten in den sechsten Stock.

Als sie die Wohnung betraten, sass der Vater bereits mit dem Neugeborenen auf dem Bett – in völliger Dunkelheit. «Es war so schnell gegangen, dass er wegen der Nabelschnur nicht mal den Lichtschalter erreichen konnte», erzählt Kyburz. Die Polizistin nahm ihm das Neugeborene ab, während ihr Kollege Matthias Lienhard sich um den überrumpelten Vater und den Sohn der Familie kümmerte. 

Die Sanitäter, die kurze Zeit später eintrafen, brachten Mutter und Kind ins Spital, die Polizisten fuhren mit Vater und Sohn hinterher.

Die Eltern mit den beiden Regionalpolizisten Andrea Kyburz und Matthias Lienhard im Spital. bild: andrea weibel

Die frischgebackenen Eltern zeigten sich dankbar für die Unterstützung. Kurz vor der unerwarteten Heimgeburt, um 4 Uhr nachts, waren sie bereits einmal im Spital gewesen. Die Ärzte hatten sie aber um 6 Uhr wieder nach Hause geschickt, weil sie davon ausgegangen waren, dass die Geburt noch eine Weile auf sich warten lassen würde. Ein Trugschluss: Um 7:45 Uhr war Lorena da. 

>>> Es gibt jetzt Sticker gegen Unfälle zwischen Autos und Velofahrer

Im Englischen gibt es sogar ein Wort dafür: «Dooring» beschreibt die Situation, wenn Fahrer oder Beifahrer ihre Autotüren einfach öffnen – ohne nach hinten zu schauen. Für sich nähernde Velofahrer ist das ein ernstes Risiko, das oft zu Unfällen führt.

Eine schwedische Firma will diese Gefahr mit einem «Life Sticker» nun mindern, schreibt das deutsche Newsportal Reset. Der Sticker des schwedischen Produktentwicklungsunternehmens Semcon teilt Autofahrern mit, wenn sich ein Motorrad- oder Zweiradfahrer nähert. Er wird am Türspiegel angebracht und durch eingebaute Solarmodule aufgeladen.

Um die sich nähernden Velofahrer zu erkennen, nutzt der smarte Sticker Bluetooth-Technologie: Er erkennt Radfahrer, indem er das Bluetooth-Signal ihrer Smartphones verfolgt. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, dass die Velofahrer auch ständig ihr Bluetooth aktiviert haben.

bild: semcon

Der «Life Sticker» ist bisher noch nicht auf dem Markt verfügbar, das schwedische Unternehmen ist auf der Suche nach Investoren. Wenn alles gut geht, soll der Sticker jedoch innerhalb des nächsten Jahres auf den Markt zu kommen.

>>> Es gibt jetzt ein Thermometer für Ozeane – und Schweizer Forscher haben es mitentwickelt

Die Klimaerwärmung hat einen grossen Einfluss auf die Weltmeere. Rund 90 Prozent der Extra-Wärme wird von den Ozeanen aufgenommen. Die durchschnittliche Temperatur der Ozeane kann folglich einiges über den Zustand des Klimas aussagen. Deren Temperaturbestimmung ist aber gar nicht so einfach und meist stark abhängig von Messort, dem Zeitpunkt und der Meerestiefe. 

In diesem Eis, das über 24'000 Jahre alt ist, liefern kleine Luftbläschen Auskunft über die Temperaturveränderung der Weltmeere.  bild: Bernhard Bereiter/Scripps Institution of Oceanography/Empa/University of Berne

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat nun eine Methode entwickelte, mit der die Temperatur der Weltmeere zuverlässig gemessen werden kann. 

Mithilfe der Messmethode kann die Ozeantemperatur der letzten 24'000 Jahre mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Bei der Messung spielt das Eis in der Antarktis eine wichtige Rolle. Denn in diesem ewigen Eis, das schon Zeuge der ersten Eiszeit war, ist viel Luft eingeschlossen. In diesen Luftbläschen können die Forscher die Konzentration verschiedener Gase bestimmen. 

Das ewige Eis in der Antarktis dient den Forschern als Grundlage für die neuentwickelte Temperaturmessmethode.  Bild: AP/NASA

Dabei spielen nicht die üblichen klimaverdächtigen Gase wie Methan oder Kohlendioxid eine Rolle, sondern die Edelgase Krypton, Xenon und Argon. Diese Edelgase werden nämlich von abkühlendem Wasser besser aus der Atmosphäre aufgenommen als von erwärmtem Wasser. Die Konzentration der Edelgase in den Luftbläschen lässt folglich Rückschlüsse auf die Veränderung in der Meerestemperatur zu – ein grosser Fortschritt für die Klimaforschung. 

Die Messmethode wurde deshalb im renommierten Wissenschaftsmagazin «Nature» publiziert. «Unsere Studie zeigt erstmals ganz klar, dass die Grundidee – die Verbindung zwischen der Konzentration von Edelgasen in der Atmosphäre und der durchschnittlichen Ozeantemperatur – stimmt und die Methode funktioniert», so Bernhard Bereiter, Forschungsleiter am Scripps Insitut für Ozeanographie.

>>> Wie drei Border Collies nach einem Waldbrand neue Bäume pflanzen

Während der Hund durch die Wälder rennt, fallen Samen auf den Boden. Bild: facebook/pewos

Anfang 2017 tobten in Chile heftige Waldbrände. Mehr als 580'000 Hektaren Wald und Grünflächen verbrannten, etliche Tiere fanden in den Flammen den Tod. Jene die überlebt haben, tun sich seither bei der Essenssuche schwer.

«Dass das so gut funktioniert, hätten wir gar nicht gedacht.»

Francisca Torres, Hundetrainerin

Wie kann man der Natur helfen, sich möglichst schnell wieder zu erholen? Diese Frage stellte sich Hundetrainerin Francisca Torres. Schliesslich hatte sie eine Idee, mit der sie aber auch auf Kritik stiess. «Wir beschlossen aber trotzdem, es zu versuchen», sagt die 32-Jährige zum Magazin «Spektrum».

Die Hundetrainerin entwickelte einen speziellen Rucksack, den sie ihren drei Hündinnen Das, Summer und Olivia anzog. Der Inhalt: Samen von Blumen und Bäumen, die einzeln aus dem Rucksack hinaus fallen, sobald sich die Hunde bewegen. «Dass das so gut funktioniert, hätten wir gar nicht gedacht.»

Seither unternimmt die Chilenin lange Spaziergänge mit ihren Border Collies durch den verbrannten Wald. Bis zu 20 Kilometer legen sie dabei zurück. Den ersten Samen-Spaziergang unternahm die Hundetrainerin im März, mittlerweile sieht man die ersten Resultate. Der Wald ergrünt, die Tiere kehren zurück.

«Ich hoffe, dass bis Ende 2018 noch mehr Blumen und Bäume für Bienen und andere Insekten keimen und wachsen werden.»

Franzisca Torres, Hundetrainerin

Beeindruckt vom chilenischen Projekt ist der deutsche Professor Martin Guericke, der den Studiengang Forstwirtschaft an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde leitet. Die Idee sei spannend und ein ganz neuer Ansatz, sagt er zu «Spektrum»: «Wenn die Bedingungen stimmen, können sich aus der 'Hundesaat' erste, unregelmäßige Waldstrukturen entwickeln.» Eine andere Lösung wäre gemäss dem Experten die Besamung mittels Drohnen. Doch diese Lösung ist um einiges teurer.

Torres wird auf jeden Fall weiter mit ihren Hündinnen lange Spaziergänge unternehmen. «Ich hoffe, dass bis Ende 2018 noch mehr Blumen und Bäume für Bienen und andere Insekten keimen und wachsen werden.»

>>> Weil er «so viel zu Weihnachten bekommen hat» – 16-Jähriger spendet 360 Euro

Kurz nach der Bescherung besucht ein 16-Jähriger die Bahnhofsmission in Berlin und spendet 360 Euro. Weil er so viel zu Weihnachten bekommen hat. Bild: Bahnhofsmission Berlin

Wenn die Berliner Sozialarbeiterin Anna-Sofie Gerth etwas auf Twitter schreibt, liken den Beitrag jeweils rund 10 Personen. Bis auf das eine Mal am 25. Dezember, als sie folgenden Beitrag auf Twitter stellte:

Ihr Tweet verbreitete sich schnell im Netz. Über 7000 User haben den Beitrag mittlerweile gelikt, über 1000 ihn retweetet. Die Geschichte des 16-Jährigen, der einen Teil seines Weihnachtsgeldes spendet, damit Schlafsäcke, Lebensmittel und Unterwäsche für Obdachlose gekauft werden können, rührt die User. Was man auch an den Antworten sieht.

Ein 16-Jähriger, der so viel Geld spendet. Einige konnten dies gar nicht glauben. 

Wieder andere fanden es gar bedenklich.

Die 29-jährige Sozialarbeiterin sagt selber zur Aktion des Jugendlichen: «Für mich war besonders, dass ein so junger Mann ein gesellschaftliches Problem erkennt, er die Stadt so wahrnimmt und sich engagiert.» 

Gegenüber der «Welt» nimmt auch ihr Chef Stellung, der die Wahrheit der Geschichte bestätigt. Dieter Puhl betont aber, dass ihn auch die vielen kleinen Spenden bewegen. Zum Beispiel die fünf Euro der siebenjährigen Stella, die mit ihrer Mutter auch noch beim Brot schmieren half. «Eigentlich erleben wir jeden Tag ein Weihnachtswunder.»

>>> Warum du in Zukunft viel mehr für andere Leute backen solltest ...

Mit Backen zum Seelenwohl? Das geht! bild: shutterstock

Wer sich leidenschaftlich gerne die Backschürze umschnürt und nicht genug vom Kuchen dekorieren und Guetzli backen kriegt, der wird sich ob dieser Meldung erfreut in die staubigen Mehlhände klatschen. Denn Forscher haben herausgefunden, dass Backen, vor allem, wenn es für andere gemacht wird, viel mehr ist als nur Süsses herstellen.

«Mit dem Backen kann sich der Mensch kreativ ausdrücken», erklärt Donna Pincus, Dozentin für Psychologie und Hirnforschung an der Boston University gegenüber der HuffPost und ergänzt: «Es gibt eine Menge Literatur über die Verbindung zwischen kreativem Ausdruck und dem allgemeinen Wohlbefinden. Egal ob man malt, musiziert oder bäckt: Es dient der Stressreduktion und man fühlt sich danach besser.»

Bild: shutterstock

Hilfreich kann Backen auch für Personen sein, die Mühe damit haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, so Pincus. «Mit den selbstgemachten Backwaren kann Dankbarkeit, Wertschätzung oder Sympathie gezeigt werden.»

Zudem erfordert das Backen volle Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Wer bäckt, muss Schritt für Schritt die Anleitung befolgen, die Zutaten messen – sich körperlich und geistig auf den Moment konzentrieren. Das Backen hat laut der Sozialarbeiterin Julie Ohana auch etwas Meditatives. «Es ist eine sehr gute Möglichkeit, ein Gleichgewicht im Augenblick und für das Gesamtbild zu entwickeln.»

Bild: giphy

Und – zu guter Letzt – spielt natürlich auch der Akt des Verschenkens eine wichtige Rolle. Während der Backprozess Stress reduziert, hat man mit dem Verschenken das Gefühl, etwas Gutes für die Welt getan zu haben. «Und ich glaube, wer jemandem Essen offeriert, freut sich genauso wie die Person, die das Essen erhält», sagt Ohana. Na dann, ab in die Küche! 

 

>>> Diesen Automaten können nur Obdachlose benutzen

Die Organisation «Action Hunger» hat einen Automaten aufgestellt, den nur Obdachlose benützen dürfen. In ihm finden sie frische Socken, Damenbinden und Zahnbürsten. Aber auch Wasser und Früchte. Bild: Facebook/Action Hunger

Einen solchen Snack-Automaten hast du bestimmt noch nicht gesehen. Der orange Kasten, der seit kurzem in der englischen Stadt Nottingham aufgestellt ist, hat ein ungewöhnliches Angebot. Statt nur Schoko-Riegel, Süssgetränke und Chips spuckt der Automat auch Zahnbürsten, frische Socken und Damenbinden aus.

Auch aussergewöhnlich: Der Inhalt ist gratis. Doch nur Obdachlose können aus dem Automaten Produkte beziehen. Mithilfe einer speziellen Karte. 

«Ich finde die Idee brillant. Wenn die Notunterkünfte mitten in der Nacht geschlossen sind, kann ich hier hinkommen und bekomme, was ich brauche.»

Obdachloser zur «Nottingham Post»

Hinter dem neuen Angebot steht die Organisation «Action Hunger», die mit dem Automaten Obdachlosen den Alltag erleichtern will. So haben die Obdachlosen von Nottingham dank dem orangen Kasten 24 Stunden Zugang zu Wasser und Essen.

«Ich finde die Idee brillant», sagt ein Obdachloser zur Notttingham Post. «Wenn die Notunterkünfte mitten in der Nacht geschlossen sind, kann ich hier hinkommen und bekomme, was ich brauche»

Bild: Facebook/Action Hunger

Damit das Angebot nicht ausgenutzt wird, darf jeder Obdachlose pro Tag nur drei Waren beziehen. Zudem muss er die Karte alle zwei Wochen erneuern lassen, um weiterhin Zugang zum Automaten zu haben.

Der weltweit erste Automat für Obdachlose soll erst der Anfang sein. Die Initiatoren planen, das Angebot auf die ganze Welt auszuweiten. Der Automat Nummer 2 wird schon bald in Manchester aufgestellt.

Die Verantwortlichen betonen aber, dass ihr Automat nicht bestehende Hilfsangebote ablösen soll. Er sei einzig und alleine als Ergänzung gedacht. Insbesondere der persönliche Kontakt zu Helfern sei nicht durch einen Automaten ersetzbar.

>>> Nie wieder ein kaputtes Smartphone-Display? Forscher erfinden selbstreparierendes Glas

Forscher haben ein Glas erfunden, das sich selber reparieren kann. Bild: AP/AP

Den meisten ist ihr Smartphone schon mal auf den Boden gefallen. Viele hatten dabei Pech: Beim Sturz ging das Display kaputt und ist jetzt verziert mit Rissen. Ärgerlich.

In Zukunft würde man vielleicht einfach darüber lachen. Denn japanische Forscher sind dabei, ein Glas zu entwickeln, das sich selber reparieren kann, wie der Guardian berichtet. 

Das neuartige Glas besteht aus einem semitransparenten Polymer. Das Tolle daran: Presst man bei diesem Glas die Teile für mehrere Stunden zusammen, so verbinden sich die Bruchstellen wieder vollständig und das Glas sieht aus wie neu. Dabei genügt die Zimmertemperatur. Bisher brauchte es dazu Temperaturen von 120 Grad Celsius.

Noch befindet sich die Forschung in einer frühen Phase. Langfristig könnte die Erfindung aber die Rettung für all jene sein, denen das Smartphone beinahe täglich hinunterfällt. 

Dabei haben die Forscher das selbstreparierende Glas nur per Zufall erfunden. Eigentlich wollten sie einen neuartigen Kleber entwickeln. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paddiesli 18.01.2018 13:35
    Highlight Das Fraunhofer Institut hat bereits einen Ersatz für Microplastik entwickelt, der aus Zellulose besteht. Verstehe nicht, warum weitere 12 Jahre weitervergiftet werden soll. Die Wirtschaft darf ruhig ein bisschen unter Druck gesetzt werden. Das beflügelt und sie haben bis jetzt noch immer neue Wege gefunden.
    Auch das Plastik-Einweggeschirr hat z.B. Frankreich bereits verboten. Es geht also.
    1 0 Melden
  • w'ever 18.01.2018 09:02
    Highlight wieso braucht so eine umsetzung 12(!) jahre.
    jetzt massnahmen treffen und umsetzen. sofort!
    4 1 Melden
    • kleiner_Schurke 18.01.2018 22:27
      Highlight Ja die EU sagt sofort umsetzten und dann gehorcht die ganze Welt gell....
      0 1 Melden
  • rodolofo 18.01.2018 08:26
    Highlight ...
    In meinen letzten Ferien sah ich nach einem Sturm im Spätsommer einen Sandstrand in der Toscana übersät von farbigen Plastik-Körnern!
    Da lag eine Art Gemisch aus hellbeigem Sand und farbigem Zivilisations-Plastik-Sand.
    Ich sah dann noch, wie eine Möwe ein grösserer Stück Plastik aufpickte und fort trug in die Lüfte, weil sie es wohl für Futter hielt...
    Ich bin sehr froh darüber, dass die EU jetzt etwas tun will gegen die Verseuchung unserer Umwelt mit Plastik!
    Aber der Schaden ist bereits unumkehrbar gross.
    Es ist bereits 5 nach 12 ...
    8 0 Melden
  • rodolofo 18.01.2018 08:20
    Highlight In den Philippinen verwenden die Leute (notgedrungenermassen) ALLES bis zum "Geht nicht mehr".
    Trotzdem sind die Felder von Plastikabfall, der vom Wind überall hin verstreut wird, übersät.
    In den Häusern der Grossfamilien aber wird säuberlich aufgeräumt. Früh morgens brennen überall giftige Stinke-Feuerchen, da es keine funktionierende Kehrichtabfuhr und -Verbrennung gibt.
    Dieser Plastikabfall sieht zwar scheusslich aus, ist aber weniger problematisch, als der kaum sichtbare, aus der Erosion durch die Naturkräfte entstandene, Fein-Plastik.
    ...
    4 0 Melden

Gut für den Körper UND die Umwelt – «Plogging» heisst der neue Fitnesstrend

Wer joggt, der kann auch gleich etwas Gutes für die Umwelt tun. Das dachten sich die Schweden, als sie die neue Sportart erfanden, die sich langsam aber sicher zum Fitnesstrend entwickelt: «Plogging». Das Wort setzt sich aus dem schwedischen Wort «plocka» (sammeln) und «Jogging» zusammen. 

Wie die Sportart funktioniert, ist blitzschnell erklärt: Statt einfach durch die Landschaft zu rennen, sammelt der Läufer auch noch Müll ein, den er am Schluss ordnungsgemäss entsorgt. 

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