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Cloudflare und somit gefühlt das halbe Internet waren am Dienstagmorgen down

21.06.2022, 09:0821.06.2022, 10:58

Cloudflare war Dienstagmorgen von einer globalen Netzwerkstörung betroffen. Dadurch waren temporär Millionen Internet-Dienste, sprich Webseiten, Apps und Online-Games, nicht erreichbar. Betroffen waren unter anderem der Chat-Dienst Discord, der Lieferservice JustEat, aber auch zahlreiche News- und andere Webseiten in der Schweiz und anderen Ländern.

Wenn Cloudflare down ist, sind es viele bekannte Online-Dienste auch.
Wenn Cloudflare down ist, sind es viele bekannte Online-Dienste auch.screenshot: Downdetector.com

Das US-Unternehmen Cloudflare bemerkte die kritische Störung um 08:34 Uhr. Inzwischen konnte Cloudflare die Panne laut Eigenaussage beheben. «Es wurde eine Fehlerbehebung durchgeführt, und wir beobachten die Ergebnisse», schreibt die Firma auf ihrer Systemstatus-Seite. Kurz nach 10 Uhr gab das Unternehmen definitiv Entwarnung. Zur Ursache der Störung wurden zunächst keine genaueren Angaben gemacht.

Was ist Cloudflare?

Cloudflare ist eines der grössten Content-Delivery-Netzwerke (CDN), die im Internet betrieben werden. Vereinfacht gesagt verteilt Cloudflare die Inhalte von Websites und Online-Diensten auf Cloudflare-Servern weltweit, so dass die Inhalte beschleunigt ausgeliefert werden.

Unternehmen verwenden Cloudflare-Dienste also, um die Performance ihrer Websites und Online-Dienste zu steigern. Die Schattenseite davon: Hat Cloudflare technische Probleme, sind davon auf einen Schlag Millionen Webseiten betroffen.

Online-Dienste nutzen Anbieter wie Cloudflare auch, um sich vor DDOS-Angriffen, also Überlastungsangriffen, zu schützen. Zu den Kunden zählen beispielsweise IBM, Uber, Fitbit und Mozilla.

So funktioniert Cloudflare
Die Technik des US-Unternehmens hilft Webseiten dabei, auch bei kurzfristig sehr starkem Datenaufkommen – ob natürliche Ursachen oder durch eine DDoS-Attacke – erreichbar zu bleiben. Dazu nutzt Cloudflare ein sogenanntes Content Delivery Network mit Servern rund um die Welt auf allen Kontinenten. Laut dem Unternehmen werden Server in 270 Rechenzentren in über 100 Ländern verteilt betrieben. DDoS-Attacken werden so abgefangen, bevor die automatisierten Anfragen die Webseite erreichen, die lahmgelegt werden soll. Auch die Enthüllungswebseite Wikileaks gehört zum Kundenkreis von Cloudflare.

Cloudflare hat in der Vergangenheit mehrfach Ausfälle gehabt, etwa im Juli und August 2020. «Das ist kein gutes Zeichen für ein Unternehmen, das seine Dienste als Mittel zur Reduzierung von Ausfallzeiten anpreist», kommentiert das US-Techportal The Verge.

(oli)

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21 Kommentare
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grogi
21.06.2022 10:09registriert August 2014
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