Digital
Auto

US-Behörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

epa08997298 A Tesla Model 3 vehicle, at center, flanked by two Model Y vehicles that are used by a Tesla dealership as test-drive vehicles, are seen parked in a garage in Washington, DC, USA, 08 Febru ...
Die US-Behörde untersucht Probleme mit der Lenkung beim Model 3 und Y des Modelljahres 2023. Bild: keystone

US-Behörde leitet Untersuchung gegen Tesla ein

Erneut Probleme bei Tesla: Diesmal geht es um die Lenkung der Fahrzeuge. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde untersucht Beschwerden von Tesla-Fahrern.
03.08.2023, 10:1903.08.2023, 10:19
Ein Artikel von
t-online

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hat erneut eine Untersuchung eingeleitet, nachdem sie Hinweise auf Lenkungsprobleme bei Tesla erhalten hat.

Betroffen sind die Modelle 3 und Y des Modelljahres 2023. Nach Angaben der NHTSA liegen insgesamt zwölf Beschwerden von Tesla-Fahrern vor. In fünf Fällen habe sich das Auto nicht steuern lassen, in sieben Fällen sei die Servolenkung ausgefallen. Einmal kam es dabei zum Unfall.

Bereits im vergangenen Jahr gab es Probleme mit der Lenkung bei den Tesla-Modellen S und X. Dabei konnte die Servolenkung plötzlich ausfallen. Nach Angaben von Tesla waren damals 314 Autos betroffen. Ein Firmware-Update sollte die Probleme beheben.

Eine vorläufige Untersuchung soll nun zunächst das Ausmass, die Häufigkeit und den Schweregrad dieser neuen Mängel genauer bestimmen. Dann wird sich zeigen, ob es zum «Rückruf» kommt, der von Tesla vermutlich mit einem Update, also ohne Garagenbesuch, erledigt werden kann. Unter Umständen sind insgesamt rund 280'000 Autos betroffen.

Es wäre nicht der erste Rückruf für Tesla in diesem Jahr. An mehr als 300'000 Autos in den USA gab es unter anderem Airbag-Probleme, auch in Deutschland gab es bereits drei Aktionen (Softwarefehler, Lenkungsprobleme, automatisches Spurwechseln). Im Jahr 2022 überwachte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sieben weitere Aktionen. In China sollte der Hersteller sogar 1,1 Millionen Autos zurückrufen. Zum Glück für Tesla liess sich auch dieser Rückruf mit einem Software-Update erledigen.

Bei Tesla war die Zahl der US-Rückrufe 2022 stark gestiegen, doch für knapp zwei Drittel davon war nur ein Funk-Update der Software nötig.

Schlechte Noten für Tesla

Qualitätsprobleme am Tesla Model 3 bestätigt auch der TÜV: Demnach fallen 8,9 Prozent der geprüften Autos bereits bei der ersten Hauptuntersuchung (Motorfahrzeugkontrolle) durch die Prüfung. Nur vier Autos sind laut TÜV schlechter als der Tesla. Neben Macken der Beleuchtung (Defekte an Abblendlicht und Nebelscheinwerfern) stellen die Prüfer sehr häufig Mängel an den Bremsscheiben und an den Achsaufhängungen fest.

Dieses Problem haben allerdings viele Elektroautos, da sie wegen ihrer Batterie meist deutlich schwerer sind als Verbrennermodelle und dadurch die Achsen stark strapazieren.

(t-online)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ein E-Auto für die Massen – das bietet der «ID. 2all» von VW
1 / 14
Ein E-Auto für die Massen – das bietet der «ID. 2all» von VW
Bei den Elektroautos dominieren bislang die grossen und teuren Modelle. Doch nun hat VW einen bezahlbaren Kleinwagen vorgestellt, der bezüglich Leistung und Komfort überzeugen soll.
quelle: volkswagen ag
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Feuerwehr will brennenden Tesla löschen – und braucht 23'000 Liter Wasser
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
iPhone Duo: Reparatur kann teuer werden
Das faltbare iPhone Duo kostet mindestens 2000 Franken. Doch auch nach dem Kauf drohen unter Umständen enorme Kosten, wie Apple mitteilt.
Apple hat die Reparaturpreise für das iPhone Duo bekanntgegeben. Wie der Konzern auf seiner Webseite mitteilt, reichen die Kosten von 45 Franken für die Reparatur am Gehäuse bis zu 1500 Franken für sonstige Schäden.

Das teuerste Einzelbauteil ist das innere Faltdisplay: Wer es ohne den Versicherungsschutz AppleCare+ ersetzen lassen muss, zahlt 1000 Franken. Das entspricht der Hälfte des Gerätepreises.
Zur Story