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Microsoft warnt vor neuem WannaCry – was Windows-User wissen müssen

Microsoft warnt vor neuem WannaCry – was Windows-User jetzt wissen müssen

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Ausbruch der Computerwurm-Epidemie könnte sich die Geschichte wiederholen.
15.05.2019, 15:3915.05.2019, 16:41

Die am Mittwoch veröffentlichte Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, lässt nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Für das Microsoft-Betriebssystem Windows bestehe eine kritische Schwachstelle, die «aus der Ferne und ohne Zutun des Nutzers ausnutzbar» sei. Sie ermögliche einen Angriff mit Schadsoftware, die sich wurmartig selbstständig weiterverbreite.

Die deutschen IT-Sicherheitsexperten:

«Diese kritische Schwachstelle kann zu ähnlich verheerenden Angriffen führen, wie wir sie 2017 mit WannaCry erleben mussten. Windows-Anwender sollten daher die vorhandenen Updates umgehend installieren, bevor es zu grösseren Schäden kommt.»
quelle: bsi.bund.de

Microsoft hat Sicherheitsupdates für unterschiedliche Windows-Versionen veröffentlicht. Server-Administratoren und PC-Nutzer sollten diese sofort installieren.

Microsoft warnt:

«Zwar haben wir noch nicht beobachtet, dass die Schwachstelle ausgenutzt wird. Aber es ist höchstwahrscheinlich, dass bösartige Akteure das noch tun werden.»

Und die gute Nachricht?

Neuere Windows-Systeme seien nicht gefährdet.

Betroffen seien alle Windows- und Windows-Server-Versionen bis einschliesslich Windows 7 und Windows-Server 2008.

Wegen der grossen Gefahr gibt es auch Sicherheits-Updates für Windows-Versionen, die grundsätzlich nicht mehr von Microsoft unterstützt werden, so etwa für Windows XP.

Das deutsche BSI hat auch bereits eine Cyber-Sicherheitswarnung mit detaillierten Handlungsempfehlungen an die Betreiber sogenannt Kritischer Infrastrukturen geschickt.

Auch das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab gehe davon aus, dass es bereits innerhalb der kommenden Tage einen Exploit geben werde, schreibt Spiegel Online. Also einen Code, mit dem sich die Schwachstelle ausnutzen lasse.

Schätzungen zufolge seien derzeit zwischen drei und 16 Millionen Geräte verwundbar, so lange sie nicht gepatcht werden.

Wichtiger als «ZombieLoad»

Wie ebenfalls am Mittwoch publik wurde, haben Sicherheitsforscher zudem mehrere Schwachstellen in Intel-Chips gefunden. Die Schwachstellen werden «ZombieLoad» genannt und erinnern an die Sicherheitslücken «Spectre» und «Meltdown», die 2017 für Aufregung sorgten. Diese ermöglichten, durch sogenannte Seitenkanalattacken auf heikle Informationen zuzugreifen, die der Prozessor verarbeitet.

Für IT-Sicherheitsexperten sei es ein denkwürdiger Dienstag gewesen, kommentiert Spiegel Online:

  • Der WhatsApp-Hack.
  • Adobe habe mit einem Patch gleich 83 Sicherheitslücken im Acrobat Reader gestopft, davon ungefähr 50 kritische.
  • Die Entdecker der Spectre und Meltdown genannten Schwachstellen in Intel-Chips, die nun einen artverwandten, aber neuen Angriff demonstriert hätten.
  • Und Microsoft mit seiner eindringlichen Warnung.

(dsc)

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