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Datenschutzbehörde erteilt Höchststrafe für Facebook

epaselect epa06756114 The founder and CEO of Facebook Mark Zuckerberg is welcomed by EP President Antonio Tajani (not pictured) at the European Parliament ahead of an hearing at the European Parliamen ...
Facebook verdient Milliarden mit Werbung – was sind da schon 500'000 Pfund.Bild: EPA/EPA

Datenschutzbehörde erteilt Höchststrafe für Facebook – warum das Zuckerberg kaum stört

11.07.2018, 04:0911.07.2018, 06:52

Im Skandal um millionenfach weitergegebene Facebook-Nutzerdaten will die britische Datenschutzbehörde ICO den US-Konzern mit einer Strafe von umgerechnet 660'000 Franken (500'000 Pfund) belegen. Facebook habe die Daten nicht geschützt und gegen das Gesetz verstossen.

Zudem habe es keine Transparenz darüber gegeben, wie Daten der Plattform von Dritten abgefischt worden seien, erklärte Behördenchefin Elizabeth Denham am Mittwoch.

Hintergrund des Skandals ist die Weitergabe von Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern an die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica. Das Unternehmen unterstützte 2016 das Wahlkampfteam des späteren US-Präsidenten Donald Trump. Die von Facebook erlangten Daten verwendete es nach eigener Darstellung aber nicht für den amerikanischen Wahlkampf.

Ein Klacks für Facebook

Die Strafe von 500'000 Pfund ist für Facebook vergleichsweise klein, weil der Konzern einen Marktwert von 590 Milliarden Dollar hat. Sie ist aber der Höchstbetrag, den ICO-Chefin Denham verhängen kann. Facebook kann sich vor der endgültigen Entscheidung noch zu den Vorwürfen äussern.

Das Unternehmen kündigte an, den Zwischenbericht der britischen Behörde zu prüfen und in Kürze darauf zu reagieren. Die Datenschutzbeauftragte Erin Egan bekräftigte, man hätte im Zusammenhang mit Cambridge Analytica schon früher tätig werden müssen. Facebook arbeitet nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen mit den Behörden zusammen.

(sda/reu/vom)

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