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Mega-Leak enthüllt «Grand Theft Auto VI»: Hacker erpresst Rockstar Games

Mega-Leak enthüllt «Grand Theft Auto VI» – Hacker erpresst Game-Entwickler Rockstar Games

Im Internet sind am Wochenende Dutzende Videos des kommenden «Grand Theft Auto»-Games aufgetaucht. Es handelt sich um eines der grössten Datenlecks in der Geschichte der Videospiele.
19.09.2022, 09:3519.09.2022, 16:28

GTA-Entwickler Rockstar Games ist von einem massiven Datenleck betroffen. Am Wochenende veröffentlichte ein User namens «teapotuberhacker» 90 Videos (3 GB) einer frühen Version des kommenden GTA-Games «Grand Theft Auto VI».

Am Sonntag zirkulierten die Videos auf YouTube, Reddit und anderen Plattformen. Sie bestätigen frühere Berichte über die erste weibliche Protagonistin der Serie und einen Schauplatz in Vice City. Der neuste Ableger der «Grand Theft Auto»-Reihe soll frühestens in zwei Jahren erscheinen.

Am Montag sind die veröffentlichten Videos auf YouTube teils nicht mehr verfügbar. Rockstar Games hat die Sperrung verlangt und geht rechtlich gegen User vor, die gestohlenes Videomaterial weiter hochladen. Die durchgesickerten Videos werden aber weiter auf anderen Kanälen, sogar im Darknet, geteilt.

Es ist nicht ganz klar, wie das Filmmaterial erbeutet wurde. Der Hacker behauptet, dass er auch hinter dem Uber-Hack von Ende letzter Woche stecke. Er droht, dass er «bald weitere Daten durchsickern lassen» werde – darunter auch Quellcode und Testversionen.

«Dies ist eines der grössten Leaks in der Geschichte der Videospiele und ein Albtraum für Rockstar Games.»
Videogame-Journalist Jason Schreier

Bloomberg-Reporter und Videogame-Journalist Jason Schreier sagt, er habe sich die Echtheit des Lecks durch Quellen bei Rockstar Games bestätigen lassen.

Rockstar Games wird erpresst

Das massive Datenleck ist offenbar das Ergebnis eines Hacks, respektive von Social Engineering. Der Hacker behauptet, er habe auch den Quellcode von GTA V und GTA VI erbeutet. Er verkaufe den Code und weitere gestohlene Daten für «nicht weniger als einen fünfstelligen Betrag». Er sei aber bereit «einen Deal mit Rockstar zu verhandeln». Mit anderen Worten: Rockstar wird offenbar erpresst.

Wie verheerend der Datenabfluss für Rockstar Games ist, lässt sich derzeit kaum abschätzen: «Sollte der Quellcode von GTA 5 durchsickern, würde dies zu einer noch nie dagewesenen Gefährdung der Sicherheit von Nutzern führen, die ‹GTA Online› und möglicherweise andere Rockstar-Spiele spielen, was zu Betrügereien und möglicherweise Schlimmerem führen könnte», schreibt das Techportal Windows Central.

Im Internet geben sich derweil andere Kriminelle als «teapotuberhacker» aus und behaupten, gestohlene Rockstar-Daten zu verkaufen. Laut Medienberichten sollen bereits erste Opfer geprellt worden sein.

(oli)

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