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Albanien will Zugang zu Tiktok für ein Jahr sperren

Albanien will Zugang zu TikTok sperren ‒ dann ist es so weit

21.12.2024, 20:1323.12.2024, 07:22

Das Balkanland Albanien will den Zugang zur Video-Plattform TikTok in Kürze für ein Jahr sperren. Das kündigte Ministerpräsident Edi Rama an.

Nach entsprechenden technischen Vorbereitungen soll die Plattform in sechs bis acht Wochen in Albanien nicht mehr zugänglich sein, sagte Rama in der Hauptstadt Tirana. Das mit kurzen Videos erfolgreiche Portal gehört dem in China ansässigen Konzern Bytedance.

TikTok Kind mit Smartphone (Symbolbild)
In sechs bis acht Wochen soll TikTok in Albanien nicht mehr zugänglich sein.Bild: Shutterstock

Die Inhalte, die TikTok in China anbiete, seien völlig andere als die, die ausserhalb Chinas verbreitet würden. «Da gibt es nur Dreck und Kot», wurde Rama von der staatlichen Nachrichtenagentur ATA zitiert. Insbesondere Kinder und Jugendliche würden dadurch gefährdet und «in Geiselhaft genommen».

Die Diskussionen über mögliche schädliche Wirkungen von TikTok kamen in Albanien auf, nachdem vor knapp einem Monat ein 14-jähriger Schüler bei einer Messerstecherei getötet worden war. Die beiden beteiligten Gruppen Jugendlicher hatten sich auf TikTok gegenseitig angefeindet und zu der am Ende tödlichen Schlägerei verabredet.

Wie die TikTok-Sperre in Albanien umgesetzt werden soll, blieb zunächst unklar. Zudem gibt es bei solchen Verboten immer auch Schlupflöcher: In Ländern, in denen bestimmte Inhalte gesperrt sind, greifen Nutzer oft auf geschützte Netzwerkverbindungen (VPN) zurück, um Sperren zu umgehen. VPN-Tunnel können es so aussehen lassen, als wäre ein Nutzer in einem anderen Land.

(sda/dpa)

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