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Schlag gegen Cyberkriminalität – zwei Personen verhaftet

FILE - This Feb 23, 2019, file photo shows the inside of a computer in Jersey City, N.J. Ransomware attacks targeting state and local governments have been on the rise, with cyber criminals seeking quick money by seizing data and holding it hostage until they get paid. The fear is that such attacks could affect voting systems directly or even indirectly, by infecting broader government networks that include electoral databases. (AP Photo/Jenny Kane, File)

Bild: keystone

Cyberkriminelle haben sich seit dem Frühling 2019 im Kanton Zürich Zugang zu Bankkontodaten verschafft und so auf Guthaben von insgesamt rund 500'000 Franken zugegriffen. Nach umfangreichen Ermittlungen wurden nun in den Niederlanden zwei Personen verhaftet.

Gegen die Verhafteten lief ein internationaler Haftbefehl, wie die Zürcher Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Bei der Aktion wurden auch verschiedene Datenträger sichergestellt. Diese sollen auf dem Weg der internationalen Rechtshilfe in die Schweiz übermittelt und die mutmasslichen Täter ausgeliefert werden.

Gefälschtes Online-Banking-Portal

Die Betrüger sollen sogenanntes Real-Time-Phishing betrieben haben. Dazu verschickten sie per Spam-Mail einen plausibel erscheinenden Link. Beim Anklicken leitete dieser auf eine komplett gefälschte Einstiegsseite eines Online-Banking-Portals von mehreren Schweizer Banken weiter.

So erhielten die Betrüger die Kontozugangsdaten der Geschädigten und lösten umgehend Zahlungen aus auf Konten von so genannten Money-Mules. So bezeichnen Ermittler die Finanzagenten, die von kriminellen Organisationen als Geldwäscher angeworben werden.

Um diese «Geldesel» anzulocken, schalten kriminelle Organisationen auf Stellenvermittlungsplattformen attraktiv klingende Jobangebote, die mit hohem Gehalt, Arbeit von zuhause aus und Flexibilität werben.

Ende vergangenen Jahres entdeckte die Kantonspolizei Zürich bei einer internationalen Aktion über 100 solche «Geldesel». Sie warnte davor, dass auch Unwissende für die Mithilfe zur Geldwäscherei belangt werden, wenn sie ihr Konto für die Verschiebung von Geldern zur Verfügung stellen. (aeg/sda)

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