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Tassla-Gate: Elon Musk fehlen 65'000 Tassen im Schrank

Elon Musk In Krakow, Poland Elon Musk, owner of Tesla and the X formerly Twitter platform, is drinking water while attending a symposium on fighting antisemitism titled Never Again : Lip Service or De ...
Der Tesla-Chef mit Wasserglas. In Deutschland hat er Ärger wegen Ikea-Tassen.Bild: imago-images.de

Tesla hat nicht mehr alle Tassen im Schrank – und das wortwörtlich

In Berichten ist von «Tassla-Gate» die Rede, nachdem in der deutschen Gigafactory unglaublich viele Kaffeetassen vermisst werden.
10.07.2024, 20:0610.07.2024, 20:42
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In der Tesla-Fabrik bei Berlin sollen in grossem Stil Kaffeetassen abhandengekommen sein, wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Mittwoch schreibt.

Seit Beginn der Produktion habe das US-Unternehmen für die rund 12'000 Angestellten Zehntausende Kaffeetassen geordert, von denen allerdings ein grosser Teil bereits wieder verschwunden sei.

Es soll sich um Ikea-Tassen handeln, wie das «Handelsblatt» zuvor enthüllt hatte. Der zuständige Werksleiter habe sich während einer Betriebsversammlung zum ungeklärten Materialschwund geäussert, wie aus einer geleakten Audioaufzeichnung hervorgehe. An die Adresse der Belegschaft soll er wütend gesagt haben:

«65'000! Rein statistisch hat jeder von euch schon fünf Ikea-Kaffeetassen zu Hause. Ich bin es wirklich leid, Bestellungen zu genehmigen, um noch mehr Kaffeetassen zu kaufen.»

Dass der Leiter der Gigafactory seine Belegschaft damit öffentlich mit Diebstahl in Verbindung brachte, sei unter den Angestellten auf ein geteiltes Echo gestossen. Manche hätten gelacht und geklatscht, andere hätten sich daran gestört, wie es im Bericht heisst.

Vom Unternehmen oder von Elon Musk liegt bislang keine Stellungnahme zu Tassla-Gate vor.

Da war schon mal was

Der «Spiegel» erinnert süffisant an eine frühere mediale Attacke des amerikanisch-südafrikanischen Techmilliardärs: Im Oktober 2023 habe Musk in einer Debatte über Seenotrettung dem «Spiegel» auf Deutsch gewittert: «Du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank.»

Dies wohlgemerkt, nachdem er Verschwörungsmythen zu deutschen Seenotrettern verbreitet hatte.

Tweet von Elon Musk
Screenshot: x.com

Während in der deutschen Tesla-Fabrik über verschwundene Kaffeetassen gestritten werde («bei Ikea zu einem regulären Stückpreis ab 79 Cent erhältlich»), gebe es bei dem Elektroautobauer in Grünheide auch Probleme, die mit dem eigentlichen Produkt zu tun hätten.

«Zwar hat der US-Autobauer zuletzt eine Ausweitung seines Werks genehmigt bekommen und steht am Beginn der Bauarbeiten – doch zugleich kündigte Tesla an, hierzulande zahlreiche Beschäftigte zu entlassen. Hinter den Plänen steckt unter anderem die gesunkene Nachfrage nach E-Autos in Deutschland, zugleich hat das Unternehmen mit günstigerer Konkurrenz aus China zu kämpfen.»
quelle: spiegel.de

Quellen

(dsc)

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43 Kommentare
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DerHans
10.07.2024 20:32registriert Februar 2016
Das Sommerloch muss ja riesig sein.
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HKD
11.07.2024 04:08registriert November 2022
Hei Musk, nochmals 12'000 IKEA-Tassen kaufen und direkt den Arbeitern verteilen, jedem noch eine. Dann hat wenigstens jeder im Schnitt ein 6er-Set zuhause.

Rein theoretisch.
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Meiniger
10.07.2024 21:37registriert April 2016
Irgendwie erbärmlich wenn man Tassen klauen muss.
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