«Probiere WhatsApp Plus einen Monat kostenlos aus» – darum will dir Meta ein Abo andrehen
Über neun von zehn Schweizerinnen und Schweizern nutzen WhatsApp. Und nicht wenige fragen sich derzeit, was es mit der folgenden Meldung in der Messenger-App auf sich hat: «Probiere WhatsApp Plus einen Monat lang kostenlos aus», bittet Meta. In kleinerer Schrift darunter prangt der Preis: 2.50 Franken pro Monat kostet das WhatsApp-Plus-Abo, das sich bis zur Kündigung jeweils automatisch verlängert.
Für den Obolus erhält man zusätzliche Personalisierungs- und Komfortfunktionen, die der Gratisversion verwehrt bleiben: zusätzliche Sticker, individuelles App-Symbol, exklusive Klingeltöne. Zudem lassen sich mit dem Abo Konversationen besser in Listen organisieren und 20 statt nur 3 Chats anheften, damit sie ganz oben angezeigt werden.
Gut zu wissen: Die bisherigen Funktionen von WhatsApp bleiben kostenlos und das Abo bietet keine grundlegend neuen Features. User können die Meldung somit getrost ignorieren und den Messenger wie gewohnt weiternutzen.
Warum macht Meta das? Das Plus-Abo ist Teil einer breiten Konzernstrategie, sich unabhängiger von Werbeeinnahmen zu machen. Der Hintergrund: Da der Werbemarkt in Europa durch neue Gesetze stärker reguliert wird, versucht Meta verstärkt neue Einnahmequellen zu erschliessen.
Andere Plattformen wie Telegram, Snapchat oder X (ehemals Twitter) nutzen bereits sehr ähnliche Abo-Modelle. Allen gleich ist, dass sie sich an sogenannte Power-User richten, die bereit sind, für optische Spielereien und mehr Komfort einen (kleinen) monatlichen Betrag zu zahlen.
(oli)
