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Miliz enthauptet über 20 Zivilisten in Ostkongo

Rwandan Hutu refugees staying at the Mukaruka transit camp wait for transport to Kigali in this November 19, 1996 file photo. April 7, 2014 marks the 20th anniversary of the Rwanda genocide which kill ...
Hutu-Flüchtlinge während des Konflikts im Jahr 1996.Bild: X80002

Miliz enthauptet über 20 Zivilisten in Ostkongo

19.02.2017, 03:4819.02.2017, 09:42

Bei einem ethnisch motivierten Angriff in einem Dorf im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind mehr als 20 Zivilisten enthauptet worden. Eine Miliz der Volksgruppe der Nande wird für die Gräueltat verantwortlich gemacht.

Die Miliz habe am Samstagmorgen in Kyaghala und Umgebung insgesamt 25 Menschen mit Macheten enthauptet, sagte Francis Bakundakabo, der örtliche Gesandte des Gouverneurs der Provinz Nord-Kivu, der Nachrichtenagentur AFP. Alle Opfer gehörten der Ethnie der Hutus an.

Ein Aktivist der örtlichen Zivilgesellschaft, Hope Kubuya, sagte, die Miliz Maï-Maï Mazembe habe 24 Menschen mit Macheten und eine Frau durch Schüsse getötet. Der Angriff fache den inter-ethnischen Konflikt in der Region weiter an, sagte Kubuya.

Der Angriff ereignete sich in einer Gegend, in der vornehmlich Hutus leben. Andere Ethnien wie die Nande und Kobo betrachten die ruandischsprachigen Hutus als Ausländer und sich selbst als Ureinwohner.

Seit mehr als einem Jahr greifen Milizen beider Volksgruppen immer wieder Dörfer der anderen Ethnie an. An Weihnachten waren bei gegenseitigen Angriffen der Milizen in der selben Region mindestens 35 Zivilisten getötet worden.

In Nord-Kivu wüten bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten gewaltsame Konflikte. (kad/sda/afp)

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