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Dutzende Tutsi ermordet: Früherer Pfarrer in Ruanda wegen Völkermords verurteilt



Ein früherer Pfarrer ist in Ruanda wegen der Ermordung dutzender Tutsi verurteilt worden, die in seiner Kirche während des Völkermords 1994 Zuflucht gesucht hatten. Der 64-jährige Jean Uwinkindi wurde vom Hohen Gericht der Hauptstadt Kigali des Völkermords und des Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das berichtete die Zeitung «New Times» am Donnerstag. Der ehemalige Pfarrer einer Pfingstkirche in Kayenzi rund 20 Kilometer westlich von Kigali kündigte Berufung an.

Zwischen 100 und 150 Angehörige der Minderheit der Tutsi hatten laut der Staatsanwaltschaft während des Völkermords in Uwinkindis Kirche Zuflucht gesucht. Laut dem Gericht führte der Pfarrer aber persönlich eine Gruppe an, die die Tutsi ermordete.

Uwinkindi war 2010 in Uganda festgenommen und an das Internationale Strafgericht für Ruanda in Tansania übergeben worden, bevor er im April 2012 an die Justiz in Ruanda überstellt wurde. Bei dem Völkermord wurden 1994 rund 800'000 Tutsi und gemässigte Hutu getötet. (sda/afp)

Ruanda – 20 Jahre Genozid

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Ruanda - 20 Jahre Genozid
quelle: ap / karsten thielker
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