International
Amazon

Elon Musk als Robo-Hund: Art Basel in Miami

L'étrange installation de Beeple Studio à Art Basel Miami.
Die Installation von Beeple Studio an der Art Basel Miami.bild: Instagram @hypeart

Wenn Musk dein Foto kackt, ist Art Basel in Miami

Vom 3. bis 7. Dezember findet in Miami die prestigeträchtige Kunstmesse Art Basel statt. Eine der gezeigten Arbeiten hat die Aufmerksamkeit der Besuchenden besonders auf sich gezogen: Robo-Hunde im Look von Tech-Milliardären.
Cet article est également disponible en français. Lisez-le maintenant!
05.12.2025, 15:4205.12.2025, 15:42

Die Videos sind gleichzeitig verstörend und witzig: Die Köpfe von Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg, Pablo Picasso und Andy Warhol sind auf hautfarbene Robo-Hund-Körper gesetzt, die mit ruckartigen Schritten durch einen Glaskäfig stolpern. Vorne an dieser seltsamen kleinen Maschine strahlt eine Kamera grünes Licht aus.

Voilà:

Video: watson

Das ist nicht der Anfang eines neuen Science-Fiction-Films, sondern die Installation des US-Studios Beeple an der Art Basel Miami (sie findet vom 3. bis 7. Dezember 2025 statt). Gründer Mike Winkelmann beschreibt seine Arbeit als einen «Ort für digitale Verrücktheiten». Damit hat er wirklich nicht übertrieben.

Begeistertes Publikum

Schon bei seiner Präsentation am 3. Dezember sorgte der Robo-Zoo in den Hallen des Events für ordentliches «Aufsehen», wie das Magazin Hypeart berichtet. Die Installation eröffnete den neuen Bereich der Art Basel Miami namens Zero 10, der aufzeigen soll, wie Technologie die Praxis zeitgenössischer Kunst verändert.

Doch die Musk-Bezos-Zuckerberg-Picasso-und-so-weiter-Robohunde wackeln nicht nur in ihrem durchsichtigen Käfig herum. Sie fangen mit ihrer Kamera die Bilder der Menge ein, verdauen sie – und scheiden sie wieder aus. Auf dem Boden liegen entsprechend eine ganze Reihe von Polaroids verstreut. Wenn ein Elon Musk oder ein Mark Zuckerberg auf den Boden kackt und dabei das Gesicht eines Besuchers ausspuckt, ist die Metapher der Datenerfassung ziemlich klar. Danach ist aber jede und jeder frei, dieses Werk so zu deuten, wie er oder sie will.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mike Winkelmann die Tech-Giganten kritisiert, wie seine Arbeiten zeigen, die er unter anderem auf Instagram präsentiert. Im Moment allerdings ist es Donald Trump, der ihm als Muse dient. Der US-Präsident wird als megalomanischer Riese dargestellt, selbstverliebt und mit einem Freipass ausgestattet, der es ihm ermöglicht, zu regieren, wie es ihm gefällt. Auch hier gilt: Kunst ist subjektiv. Auch wenn die Werke des Künstlers in diesem Fall wenig Raum für Interpretation lassen.

Les oeuvres de Beeple Studio.
Donald Trump neben Mohammed bin Salman. Die Aufschriften auf den Schweinen verweisen auf einen Kommentar, den der US-Präsident gegenüber einer Journalistin gemacht hat.bild: Instagram @beeple_crap

Darum geht's:

Video: watson/lucas zollinger

Les oeuvres de Beeple Studio.
Ein Teil des Weissen Hauses wurde abgerissen, um Donald Trumps künftigen Ballsaal zu bauen.bild: Instagram @beeple_crap

Les oeuvres de Beeple Studio.
Donald Trump, der ein dreiköpfiges Jeffrey-Epstein-Monster reitet. Ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte.bild: Instagram @beeple_crap

(rbu/hde/ag)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Münz-Art
1 / 26
Münz-Art
Für einmal können wir interessierten Zuschauern bedenkenlos empfehlen: Try this at home!
quelle: twitter
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Art Basel Miami
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Roger Köppel flirtet in Moskau mit Putin – und fragt nach Tipps für die Schweiz
Der «Weltwoche»-Chef darf in Moskau Russlands Machthaber eine Frage stellen. Köppel bedankte sich bei Russland für die Schweizer Neutralität – und holte einen Appell Putins an die Schweiz ab.
Überraschungsauftritt des Schweizer Verlegers in Moskau: Eigentlich sollte Roger Köppel bei einer Veranstaltung mit Kreml-Chef Wladimir Putin nur eine kurze Frage aus dem Publikum stellen. Doch der «Weltwoche»-Chef bauchpinselte den russischen Herrscher so sehr, dass dieser ihn persönlich dazu aufrief, ein kleines Referat zu halten. Mit dem Ende, dass der Schweizer seinem Gegenüber sogar versicherte, ihn beim Versuch zu unterstützen, die alte Russlandpolitik Deutschlands wieder einzuführen.
Zur Story