Israels Armee tötet hochrangigen Hamas-Kommandeur im Gazastreifen
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der islamistischen Hamas im Gazastreifen getötet. Der Chef der Hamas-Brigade von Rafah, Nayal Abu Obeid, sei eine «Schlüsselfigur in der Führungsebene der Hamas» gewesen, teilten die Streitkräfte auf der Plattform X mit. Er sei unter anderem für die Aktivitäten der Brigade und Terroranschläge verantwortlich gewesen. Die Angaben des Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
An dem Einsatz seien neben den Streitkräften auch der Inlandsgeheimdienst Shin Bet beteiligt gewesen, schrieb Verteidigungsminister Israel Katz am Abend auf der Plattform X. Das Portal «Ynet» berichtete, der Kommandeur sei am Nachmittag bei einem Drohnenangriff getötet worden.
Palästinenser melden zwei Tote
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, bei israelischen Luftangriffen im Zeltlager im Gebiet Al-Mawasi im Süden des Küstenstreifens seien zwei Menschen, darunter ein achtjähriges Kind, getötet worden. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden. Auch diese Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zudem blieb unklar, ob es sich bei dem Vorfall um den gleichen Angriff handelte, bei dem der Brigade-Kommandeur getötet wurde.
Die Terrororganisation Hamas unterhält im Gazastreifen fünf Brigaden. Erst am Freitag hatte Israels Armee die Tötung des Kommandeurs der Brigade von Chan Junis gemeldet.
Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, dennoch gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle und auch Angriffe. Zuletzt hatte Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei laut eigener Darstellung gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder ins Visier genommen. (sda/dpa)
