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Saudi-Arabien wehrt Huthi-Drohne bei Mekka ab

epa13144677 A Houthi supporter holds up a mock rocket during a protest against Saudi Arabia, in Sana'a, Yemen, 31 July 2026. Thousands of Houthi supporters demonstrated in Sana'a to show the ...
Die Huthi-Miliz hat das erste Mal seit 2017 die saudiarabische Stadt Mekka zu bombardieren versucht. (Archivbild)Bild: keystone

Saudi-Arabien wehrt Huthi-Drohne bei Mekka ab

16.09.2026, 03:2916.09.2026, 05:34

Die saudi-arabische Luftabwehr hat nach Militärangaben nahe der für Muslime heiligen Stadt Mekka eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen. Das unbemannte Flugobjekt wurde demnach im Süden der Stadt zerstört. Turki al-Maliki, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft, bezeichnete den Angriff auf der Plattform X als «schändliche Tat».

Bereits am Dienstag hatten die Behörden in der Pilgerstadt eine Warnung ausgegeben. Die Menschen sollten ruhig bleiben und offizielle Anweisungen befolgen, teilte der saudische Zivilschutz mit. Es war das erste Mal seit der neuen Eskalation des Konflikts mit der Huthi-Miliz, dass in Mekka Alarm ausgelöst wurde.

Al-Maliki zufolge war die versuchte Drohnen-Attacke der erste Huthi-Angriff auf die für Muslime heilige Stadt seit 2017. Damals hatte die Miliz demnach versucht, Mekka mit einer ballistischen Rakete anzugreifen.

Angriffe aus dem Jemen und dem Irak

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz beschiesst im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs auch wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert die schiitische Miliz.

Saudi-Arabien wird teils auch aus dem nördlichen Nachbarland Irak angegriffen. Hinter diesen Attacken werden schiitische Milizen vermutet, die ebenfalls vom Iran unterstützt werden.

US-Regierung rät von Reisen ab

Die US-Regierung rät ihren Staatsbürgern von Reisen nach Saudi-Arabien ab. Mögliche Reisepläne sollten überprüft werden, hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums. Grund sei das «Risiko von Angriffen iranischer Drohnen und Raketen» auf amerikanische Einrichtungen in dem verbündeten Königreich, bewaffnete Konflikte sowie die Gefahr von Terroranschlägen. Damit galt für das ganze Land die zweithöchste Warnstufe.

Für Gebiete nahe der jemenitischen Grenze gelte die höchste Warnstufe, also eine Reisewarnung, hiess es. Hintergrund sind die jüngsten Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz aus dem Nachbarland.

(sda/dpa)

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