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FILE - In this Nov. 11, 2015 file photo, protesters step on a campaign poster promoting presidential candidate Jovenel Moise, during a demonstration against official preliminary election results, in Port-au-Prince, Haiti. The special election commission confirmed on Sunday, Jan. 3 2016, that irregularities where committed during the first round presidential elections and made recommendations to guarantee the transparency of the next electoral round that will take place on Jan. 17. (AP Photo/Dieu Nalio Chery, File)

Tausende Haitianer hatten gegen die Wahlergebnisse protestiert.
Bild: Dieu Nalio Chery/AP/KEYSTONE

Bei der Präsidentschaftswahl in Haiti ist definitiv beschissen worden

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Haiti hat es einer unabhängigen Untersuchung zufolge massive Fälschungen gegeben. Die Arbeit der von der Regierung eingesetzten Wahlkommission sei unprofessionell gewesen und habe viele Unregelmässigkeiten begünstigt.



Die Vorwürfe der Opposition sind bestätigt. Eine unabhängige Prüfungskommission bescheinigt Fälschungen bei der Präsidentschaftswahl.

Laut dem von der Wahlkommission der Regierung veröffentlichten offiziellen Ergebnis hatte bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im Oktober der vom bisherigen Amtsinhaber Michel Martelly unterstützte Kandidat Jovenel Moise 32,8 Prozent der Stimmen bekommen. Sein schärfster Gegner Jude Célestin erzielte demnach 25,3 Prozent.

Noch kein Termin für die Stichwahl

Nach massiven Betrugsvorwürfen der Opposition und Protesten der Bevölkerung kündigte Amtsinhaber Martelly, der selbst nicht erneut kandidieren durfte, die Einrichtung der unabhängigen Prüfkommission an. Eigentlich sollte bereits am 27. Dezember die Stichwahl zwischen Moise und Célestin stattfinden. Diese wurde aber wegen der Unstimmigkeiten verschoben, einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Die Präsidentenwahl soll eine Rückkehr zur politischen Stabilität in dem verarmten Karibikstaat ermöglichen, der seit dem Ende der Diktatur der Duvaliers 1986 mit einer Abfolge von Krisen und Putschen kämpft. Das Land leidet zudem weiter unter den Folgen des verheerenden Erdbebens im Jahr 2010, bei dem mehr als 250'000 Menschen ums Leben kamen. (dwi/sda)

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