International

Angst vor Gewalt überschattet Wahlen in Haiti

Angst vor Gewalt überschattet Wahlen in Haiti

25.10.2015, 13:02
Mehr «International»

Begleitet von der Angst vor neuer Gewalt haben am Sonntag in Haiti Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Die Wahlen gelten als entscheidend für die politische Stabilität des bitterarmen Inselstaats in der Karibik.

5.8 Millionen Wähler waren aufgerufen, ihren neuen Staatschef in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl zu bestimmen und auch gleich noch für die zweite Runde der Parlamentswahlen abzustimmen.

Um die Nachfolge von Staatschef Michel Martelly bewarben sich insgesamt 54 Kandidaten, darunter viele der Öffentlichkeit völlig Unbekannte: Nur bei etwa einem Dutzend handelt es sich um ehemalige Abgeordnete oder um Parteiführer, und nur etwa eine Handvoll hatte ein Wahlprogramm veröffentlicht.

Das Parlament ist seit Anfang des Jahres suspendiert, weil Neuwahlen immer wieder hinausgeschoben worden waren. Bei der ersten Runde der Parlamentswahlen am 9. August hatte die Wahlbeteiligung allerdings bei nur 18 Prozent gelegen. Wegen Unregelmässigkeiten und Gewalt musste der Urnengang in zahlreichen Wahlkreisen wiederholt werden.

Viele befürchteten bei den Wahlen am Sonntag, bei denen auch Kommunalwahlen stattfanden, ein Wiederaufleben der Gewalt vom August. Damals waren zwei Menschen getötet worden. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Macron und Steinmeier beschwören deutsch-französische Freundschaft

Zum Auftakt des ersten Staatsbesuchs eines französischen Präsidenten in Deutschland seit 24 Jahren haben Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft für Europa beschworen. Die Zusammenarbeit beider Länder sei «unabdingbar und wichtig», sagte Macron nach seiner Ankunft mit seiner Frau Brigitte in Berlin. Er widersprach dem Eindruck, dass der deutsch-französische Motor ins Stottern geraten sei: «Das stimmt nicht. Wir schreiten voran.»

Zur Story