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Angst vor Gewalt überschattet Wahlen in Haiti



Begleitet von der Angst vor neuer Gewalt haben am Sonntag in Haiti Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattgefunden. Die Wahlen gelten als entscheidend für die politische Stabilität des bitterarmen Inselstaats in der Karibik.

5.8 Millionen Wähler waren aufgerufen, ihren neuen Staatschef in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl zu bestimmen und auch gleich noch für die zweite Runde der Parlamentswahlen abzustimmen.

Um die Nachfolge von Staatschef Michel Martelly bewarben sich insgesamt 54 Kandidaten, darunter viele der Öffentlichkeit völlig Unbekannte: Nur bei etwa einem Dutzend handelt es sich um ehemalige Abgeordnete oder um Parteiführer, und nur etwa eine Handvoll hatte ein Wahlprogramm veröffentlicht.

Das Parlament ist seit Anfang des Jahres suspendiert, weil Neuwahlen immer wieder hinausgeschoben worden waren. Bei der ersten Runde der Parlamentswahlen am 9. August hatte die Wahlbeteiligung allerdings bei nur 18 Prozent gelegen. Wegen Unregelmässigkeiten und Gewalt musste der Urnengang in zahlreichen Wahlkreisen wiederholt werden.

Viele befürchteten bei den Wahlen am Sonntag, bei denen auch Kommunalwahlen stattfanden, ein Wiederaufleben der Gewalt vom August. Damals waren zwei Menschen getötet worden. (sda/afp)

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