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Trump eskaliert bei Nato-Gipfel Streit mit Spanien

U.S. President Donald Trump meets with NATO Secretary General Mark Rutte on the sidelines of NATO meeting at the Bestepe Presidential complex, in Ankara, Turkey, Wednesday, July 8, 2026. (AP Photo/Ale ...
Donald Trump ärgert sich über das Verhalten Spaniens.Bild: keystone

Trump eskaliert bei Nato-Gipfel Streit mit Spanien

08.07.2026, 12:5508.07.2026, 12:55

US-Präsident Trump hat den Streit mit Spanien neu angefacht und ein Ende des Handels mit dem EU-Land angekündigt. «Ich will mit ihnen keinen Handel mehr treiben», sagte Trump bei einer Pressekonferenz beim Nato-Gipfel in Ankara.

Trump zeigte sich - wie schon beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr - grundsätzlich über den Kurs von Nato-Partner Spanien verärgert.

Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez ist einer der schärfsten europäischen Kritiker der Aussen- und Militärpolitik Trumps. Als einziges Nato-Land lehnt Spanien die Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab.

Sanchez hält dagegen: Erfüllen Verpflichtungen

Aus Ankara schrieb Sánchez auf der Plattform X, Spanien werde weiterhin die vom Bündnis geforderten Leistungen erfüllen, ohne den Sozialstaat zu beschneiden. Den US-israelischen Angriff auf den Iran hatte er als völkerrechtswidrig bezeichnet und es den US-Streitkräften untersagt, gemeinsame Militärbasen im Süden Spaniens für die Angriffe auf den Iran zu nutzen.

Trump: Spanien ist ein furchtbarer Partner

«Spanien ist ein furchtbarer Partner in der Nato. Sie nehmen nicht teil, sie zahlen nicht», sagte Trump. «Beende allen Handel mit ihnen.» Bei der Pressekonferenz war auch US-Finanzminister Scott Bessent anwesend. Konkrete Ankündigungen, wie ein solcher Schritt in die Tat umgesetzt werden soll, machte er nicht.

Regierungskreise in Madrid: Trotz allem gelassen bleiben

Auf die neuen Drohungen reagierte Madrid zurückhaltend. «Spanien nimmt diese Äusserungen gelassen und als ganz normal hin», zitierte die Zeitung «El País» aus Regierungskreisen. «Unser Land unterhält hervorragende soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu den USA, und wir beabsichtigen nicht, daran etwas zu ändern», sagte der Regierungsvertreter laut der Zeitung.

Dass Spanien ein EU-Land ist, macht Trumps Vorhaben schwierig

Trumps Vorhaben dürfte nicht leicht umzusetzen sein, da Spanien Mitglied der Europäischen Union und des europäischen Binnenmarktes ist, in dem Waren und Dienstleistungen frei gehandelt werden.

In Handelsfragen haben also die Mitgliedsländer ihre Kompetenzen weitgehend an die EU-Kommission in Brüssel abgegeben, die für die Mitgliedsstaaten spricht und verhandelt - auch in Streitfragen wie beispielsweise Zölle.

Sollte Trump wirklich ein Embargo gegen Spanien verhängen, könnte die EU in letzter Konsequenz ihr Instrument gegen wirtschaftliche Zwangsmassnahmen nutzen. Dieses könnte es ermöglichen, US-Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge auszuschliessen oder Digitalkonzerne wie Apple, Microsoft, Google, Meta mit Zusatzabgaben zu belegen. (sda/dpa)

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Donald Trump: Das Leben (und die Psyche) des US-Präsidenten in Bildern
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Donald Trump: Das Leben (und die Psyche) des US-Präsidenten in Bildern

Sicherlich hatte er bereits 1987 in seinem Trump Tower Office davon geträumt, dass er einmal die ganze Welt in Händen halten würde.

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