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epa04895934 Firefighters battle flames engulfing a house that was destined as housing for migrants, early 24 August 2015 in Weissach im Tal, Baden-Wuerttemberg state, Germany. No reason for the fire has yet been determined. Decisive action must be taken against right-wing protesters who rioted in front of another shelter for asylum seekers in eastern Germany at the weekend, the country's vice chancellor said 24 August. The mayor of Heidenau near Dresden, Juergen Opitz, said Chancellor Angela Merkel should also visit the scene of the riots, which left more than 30 police officers injured.  EPA/FRIEBE

Wenn Fremdenhasser zur Untat schreiten: Am 24. August brannte es in Weissach im Tal, Baden-Württemberg. Das Haus war als Unterkunft für Asylbewerber vorgesehen.  Bild: EPA/DPA / SDMG

Die Deutschland-Karte der Schande – der Hass kennt keine Grenzen mehr

Immer öfter greifen rechte Gewalttäter in Deutschland Asylheime an: Allein im August gab es bisher elf Brandanschläge. Vor allem im Osten der Republik sind Flüchtlinge nicht mehr sicher. Aber auch im Westen und im Süden gab es seit Januar zahlreiche Anschläge.



In Deutschland explodiert der Fremdenhass. Während die Behörden händeringend nach Unterkünften für die wachsende Zahl der Flüchtlinge suchen, macht sich an manchen Orten – vor allem im ostdeutschen Bundesland Sachsen – regelrechte Pogromstimmung breit. Rechte Demonstranten brüllen hasserfüllte Parolen vor Flüchtlingsunterkünften, in den Social Media rufen rechtsradikale Brandstifter unverhohlen zu Gewalttätigkeiten auf. 

Immer öfter bleibt es nicht bei der verbalen Gewalt: Die Anschläge auf belegte oder geplante Asylheime häufen sich. Der bisher letzte Brandanschlag auf eine Asylunterkunft fand in der Nacht auf den 28. August in Salzhemmendorf bei Hameln (Niedersachsen) statt: Die Täter warfen einen Brandsatz in einen Raum eines ehemaligen Schulgebäudes, das als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt wird. Eine 34-jährige Mutter aus Simbabwe und ihre drei Kinder befanden sich während des Anschlags in einem Nebenraum, blieben aber unverletzt.

Chronik der gewalttätigen Vorfälle

Die Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl, die sich dem Kampf gegen Fremdenhass verschrieben haben, tragen Medienberichte und andere Meldungen über gewalttätige Vorfälle in einer Chronik zusammen. Das Bild ist alarmierend: Während in der gesamten ersten Jahreshälfte elf Brandanschläge auf Asylheime verübt wurden, waren es allein im Juli neun und im laufenden Monat bisher sogar zwölf. 

Wo überall in Deutschland seit Anfang Jahr Flüchtlingsunterkünfte angezündet wurden, zeigt diese Karte der Schande. (dhr) 

Karte der Schande: Brandanschläge Asylheime Deutschland 2015

32 Brandanschläge auf Asylheime nach Bundesländern (Stand 31.8.2015)

Grafik: Brandanschläge auf Asylheime in Deutschland nach Bundesländern (Jan. - Aug. 2015)

Grafik: watson

Rechtsextreme Krawalle in Heidenau, Dresden

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 29.08.2015 13:31
    Highlight Highlight Um auf eine - ebenfalls bei watson geführte - Diskussion zurückzukommen: Mit wieviel Liebe und Akzeptanz sollte man den Menschen begegnen, die diese Häuser anzünden? Bestimmt haben die alle eine traurige Kindheit gehabt, sind arm dran, bildungsfern, können nichts für ihre Misere und müssten mit ganz viel Verständnis und ohne Verurteilung angenommen werden, da ihnen ganze Gesellschaft so schlecht mitspielt... (SarkasmusEnde)

    Diese Taten machen mich wütend, traurig aber auch ratlos. Es ist mir unverständlich, wie jemand Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind mit so viel Hass begegnen kann.
  • Shlomo 28.08.2015 17:42
    Highlight Highlight @poga: ach wie schön unsere halbschlauen Rassisten zünden nicht "so viele" asylbewerberheime an. Dafür dürfen sie ihresgleichen ins parlament wählen.
    • poga 30.08.2015 14:57
      Highlight Highlight heist das jetzt das alle SVP wähler halbschlaue Rassisten sind?
  • Chrigu91 28.08.2015 15:26
    Highlight Highlight Leider ist letzte Nacht auch schon ein Anschlag auf ein bewohntes Asylheim verübt worden http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Weil-nennt-Anschlag-auf-Asylbewerber-versuchten-Mord,brandanschlag218.html
    • Daniel Huber 31.08.2015 22:26
      Highlight Highlight Das stimmt. die Karte ist entsprechend angepasst worden.
  • Raider 28.08.2015 12:28
    Highlight Highlight Ich bin Deutscher, und ich finde es unerträglich, wie - ein kleiner Teil - der Bevölkerung mit diesem Thema umgeht. Das Problem in Deutschland ist, dass die Wiedervereinigung noch nicht wirklich abgeschossen ist (hohe AL im Osten, niedrigere Löhne, niedrigere Renten), Jobs kaum noch ohne Befristung zu bekommen sind, man nach relativ kurzer Zeit in Hartz4 fällt ...
    Die Menschen in D haben das Gefühl, der Staat tut kaum noch was für die Bürger. Und dann kommen da Fremde, die "alles bezahlt bekommen". Zum Glück gibt es viel mehr positive Geschichten, die das aber nicht verharmlosen sollen.
    • Raider 28.08.2015 12:35
      Highlight Highlight Zusatz: JEDER, der aus Angst fliehen muss, sollte freundlich und hilfsbereit aufgenommen werden. Er sollte hier das Gefühl bekommen, willkommen zu sein. Doch dafür müssen die europäischen Politiker auch erstmal kapieren, was sie für einen riesen Mist bauen ! Ich bin beschämt, Europäer zu sein !
    • Androider 28.08.2015 13:18
      Highlight Highlight @Raider: Wenn du dich für Europa schämst, warum bist du dann noch hier? :) Also jetzt nur aus Neugier, soll keine Attacke darstellen.
    • Raider 28.08.2015 21:40
      Highlight Highlight Wenn ich deswegen weggehen würde, würde ich ja den Leuten, wegen der ich mich schäme, das Feld überlassen. Und das darf nicht passieren.
  • Moelal 28.08.2015 00:11
    Highlight Highlight Deutschland auf dem Weg zurück in die Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts. Ach Du Scheisse. Stoppt diese Vollidioten
    • herschweizer 28.08.2015 08:52
      Highlight Highlight weisst du wie sich die Arbeitslosigkeit Ende 30ger aufgelöst hat ... also konstruktive Vorschläge sind willkommen
    • AdiB 28.08.2015 18:03
      Highlight Highlight @herschweizer. ich sag ihnen wie es ging. man fing einen krieg an, für den die rüstungsindustrie zu langsam war. die arbeitslosen wurden alle dort zum arbeiten hin geschickt. frauen arbeiteten beim nachrichtendienst.
    • herschweizer 31.08.2015 08:31
      Highlight Highlight äääh... ich meinte konstruktive Vorschläge... nicht eine bildungsferne Geschichtsinterpretation ;-)
  • Zeit_Genosse 27.08.2015 19:16
    Highlight Highlight Das herumschieben von Flüchtlingen ist unwürdig. Das Verteilen in für sie fremde Kulturen auch, wo sie nur Argwohn und Hass erwartet. Zudem sollte sie wegen des Winters in südlichen Gefilden Zuflucht finden. In Sizilien, Griechenland, Balkan und Spanien sollte das vereinte Europa gemeinsam für Unterkünfte sorgen und keine weiteren unsicheren Flüchtlingsströme akzeptieren. Auf- und Empfangen ist eine Herkulesaufgabe, die kein Staat mehr alleine bewältigen kann.
    • Zeit_Genosse 28.08.2015 18:33
      Highlight Highlight Grosse Probleme kann man nicht dezentral lösen und im Süden sind sie schon und irren nicht elendig dirch Europa. Nach einer Sofortlösung an wenigen Ballungsorten, logistisch intelligent versorgen. Im Süden genügen noch Zelte, die hat man schnell bereit. Und wo sollen sie bei uns hin? in Bunker?
  • AdiB 27.08.2015 18:15
    Highlight Highlight da fragt man sich eigendlich wer von wem angst haben soll. mann hätte noch die brandanschläge auf moscheen und synagogen mit aufzeigen können. die anschläge gehen wahrscheinlich aufs konto der selben gleichgesinnten.
  • Flint 27.08.2015 18:07
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass das Anzünden von Asylunterkünften nicht auch auf die Schweiz überschwappt.
    • herschweizer 27.08.2015 18:26
      Highlight Highlight in der Schweiz haben wir zum Glück noch keine Perspektivlosigkeit wie Harz4, Minijobs und das damit verbundene Arbeitsrecht usw...
    • Maon 27.08.2015 18:35
      Highlight Highlight Zu spät...
      Die Ersten haben leider schon gebrannt.
    • poga 27.08.2015 18:53
      Highlight Highlight Und wir haben politisch die Möglichkeit unseren Unmut Kund zu tun. Dass ist denke ich auch ein Grund.
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

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