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Australien: Regierungschef Albanese richtet KI-Büro ein

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Das neue Office of AI soll die Arbeit der Regierung zu Themen wie Bildung, Arbeitsmarkt, Klima und Energie, Urheberrecht und Verteidigung bündeln.Bild: Imago

Australiens Regierung richtet eigenes KI-Büro ein

Australien will den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) künftig stärker steuern. Regierungschef Anthony Albanese kündigte die Einrichtung eines zentralen KI-Büros im Ministerium des Premierministers und des Kabinetts sowie landesweit verbindliche Standards für Rechenzentren an.
15.07.2026, 12:3915.07.2026, 12:39

Das neue Office of AI soll die Arbeit der Regierung zu Themen wie Bildung, Arbeitsmarkt, Klima und Energie, Urheberrecht und Verteidigung bündeln. Albanese bezeichnete KI in einer Grundsatzrede an der Universität Sydney als Schlüssel für Produktivität, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und technologische Souveränität Australiens.

Strenge Regeln für KI-Rechenzentren

Bereits im kommenden Monat will der Premier bei einer Sitzung des Nationalkabinetts die Zustimmung der Bundesstaaten und Territorien zu den geplanten Standards für Rechenzentren einholen. Ein entsprechendes Gesetz soll Anfang kommenden Jahres ins Parlament eingebracht werden. Australischen Medien zufolge ist Australien das erste Land der Welt, das einen nationalen Regulierungsrahmen für KI gesetzlich verankern will.

Nach den Plänen müssen grosse KI-Rechenzentren unter anderem ihren Wasserverbrauch möglichst gering halten und die Kosten für den Anschluss an das Stromnetz übernehmen. Ausserdem sollen die Betreiber mindestens so viel Energie in das Netz einspeisen, wie ihre Anlagen verbrauchen.

Australien will auch das Urheberrecht stärker schützen

Deutlich äusserte sich Albanese zum Urheberrecht. «Australische Schriftsteller, Musiker, Künstler und Journalisten müssen Eigentümer ihrer Werke bleiben und die Kontrolle darüber behalten», sagte er. «Unsere Gesetze werden das unmissverständlich festschreiben.»

Kein Unternehmen solle australische Bücher, Musik, Kunst oder Nachrichten nutzen, um KI-Systeme zu entwickeln oder zu trainieren, «ohne dass die Künstler die Kontrolle darüber haben – einschliesslich der Kontrolle über den Preis und den Wert ihrer Werke», fügte Albanese hinzu. «Alles andere ist Diebstahl.» (sda/dpa)

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