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Playboy-Gründer Hugh Hefner rief wegen Jeffrey Epstein mehrmals das FBI an

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Hugh Hefner mit seinen damaligen Partnerinnen Holly Madison, Bridget Marquardt and Kendra Wilkinson: Er starb im September 2017. (Quelle: xMuttnikx via imago-images.de/imago)Bild: imago

Playboy-Gründer Hugh Hefner rief wegen Jeffrey Epstein mehrmals das FBI an

Ein früheres Playmate wandte sich 2005 wegen Jeffrey Epstein an Hugh Hefner. Der Playboy-Gründer handelte und meldete sich bei den Behörden. Was das FBI daraufhin (nicht) tat, ist nun Teil einer Klage.
15.08.2026, 19:2015.08.2026, 19:28
Janna Halbroth / t-online
Ein Artikel von
t-online

Im Jahr 2005 wandte sich Audra Lynn Christiansen, bekannt als Miss Oktober 2003, an den Playboy-Gründer Hugh Hefner. Sie lebte damals in seiner Villa in Beverly Hills und vertraute ihm an, dass sie von Jeffrey Epstein vergewaltigt und an einen seiner reichen Bekannten weitergereicht worden sei.

Wie die «New York Post» nun berichtet, rief der Magazinverleger daraufhin mehrfach beim FBI an, um die Vorwürfe gegen den Finanzier zu melden. Doch die Behörde reagierte nicht. Christiansen wurde erst im Oktober 2020 kontaktiert, 15 Jahre später und nach Epsteins Tod. Dieser Vorgang ist nun Teil einer Klage von 32 Epstein-Opfern gegen die Vereinigten Staaten.

2003 in Hollywood: Marketa Janska, Divini Rae, Christa Campbell, Holly Madison, Hugh Hefner, Amber Campisi und Audra Lynn Christiansen posieren für ein Foto.
2003 in Hollywood: Marketa Janska, Divini Rae, Christa Campbell, Holly Madison, Hugh Hefner, Amber Campisi und Audra Lynn Christiansen posieren für ein Foto.Bild: getty

Christiansen, die heute 46 Jahre alt ist und einem breiteren Publikum durch die Reality-Serie «The Girls Next Door» bekannt wurde, hatte sich damals bewusst an Hefner gewandt. Sie war überzeugt, dass er die nötigen Verbindungen zur Strafverfolgung und den nötigen Einfluss besass, damit ihre Aussagen ernst genommen würden. Laut der Klageschrift rief Hefner «mehrere Male» beim FBI an, um Epstein zu melden.

FBI wehrt sich: «Nicht verpflichtet, jeder Beschwerde nachzugehen»

Neben der Vergewaltigung schilderte Christiansen dem Playboy-Gründer auch, dass sie an den Kasinomilliardär Stanley Ho weitergereicht worden sei. Ho, der 2020 starb, galt als einer der vermögendsten Männer Hongkongs. Christiansen gab beim FBI an, ihre Agenten hätten sie mit Epstein bekannt gemacht. Dieser habe sie nach dem Erscheinen ihrer Playboy-Ausgabe treffen wollen.

Audra Lynne Christiansen: Sie war Playmate des Monats im Oktober 2003.
Audra Lynne Christiansen: Sie war Playmate des Monats im Oktober 2003.Bild: imago

Die Klage ist Teil eines Verfahrens vor dem US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von Florida. Die Opfer werfen dem FBI vor, trotz zahlreicher Hinweise über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg nicht angemessen gegen Epstein vorgegangen zu sein. Die Behörde hatte im Juni versucht, die Klage abweisen zu lassen, mit dem Argument, sie sei «nicht verpflichtet, jeder Beschwerde nachzugehen». Das Verfahren läuft noch.

Jordan Merson, Anwalt der Klägerinnen, äusserte sich im Gespräch mit der «New York Post» deutlich:

«Die Tatsache, dass das FBI versucht, sich auf verfahrensrechtliche Formalitäten zu berufen, um sich der Rechenschaftspflicht und der Verantwortung für sein Versagen zu entziehen, Jeffrey Epstein über 20 Jahre lang nicht ordnungsgemäss untersucht zu haben, sollte uns allen grosse Sorge bereiten. Wie kann man aus Fehlern lernen, wenn man sie nicht anerkennt?»

Die geänderte Klageschrift, auf der die neuen Details beruhen, war im Mai eingereicht worden. Erstmals berichtet hatte darüber die Journalistin Julie Brown auf ihrer Substack-Seite.

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90 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Señor Jenson
15.08.2026 20:20registriert Mai 2023
Ich hatte Herrn Hefner auf der anderen Seite gewähnt... Mehr Anstand als gedacht. Oder in dem Falle, dann Anstand, wenn es Mut braucht. Entschuldigung, Herr Hefner.
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Nebat-Sedau
15.08.2026 19:39registriert April 2023
Das ist die Antwort auf die Frage, die hier immer wieder gestellt wird, warum sich Geschädigte sexueller Gewalt manchmal erst nach 20 oder 30 Jahren melden... oder eben, ihnen erst nach so langer Zeit zugehört wird.
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D'nice
15.08.2026 20:04registriert Februar 2022
Das lässt einem höchstens erahnen, welche Netzwerke da alle gewirkt haben. Grusig.
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