Berliner Mordkommission ermittelt nach Tod von Hubert Aiwanger
Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Die Berliner Staatsanwaltschaft und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts haben daraufhin ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei Berlin bestätigte den Vorfall auf der Plattform X. Aiwanger war in seinem Zimmer im Hotel «Neuer Fritz» in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstrasse leblos entdeckt worden, nachdem er nicht mehr erreichbar gewesen war.
Aiwanger hatte am Mittwochnachmittag bei der Eröffnung des neuen Hauptstadtbüros der Freien Wähler in der Französischen Strasse eine Rede halten sollen. Er meldete sich jedoch aus gesundheitlichen Gründen ab und liess sich vertreten. Als er anschliessend nicht mehr erreichbar war, wurde er schliesslich leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden.
Ermittler schliessen wohl Fremdverschulden als Todesursache aus
Die Staatsanwaltschaft Berlin teilte mit, die konkrete Auffindesituation könne aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht preisgegeben werden. Im Hotel liefen Ermittlungsarbeiten wie die Spurensuche, gegebenenfalls werde es auch Zeugenbefragungen geben.
Nach dem Abtransport der Leiche werde voraussichtlich eine Obduktion angeordnet. Ziel des Verfahrens sei es, die Todesursache und den Hergang zu klären sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschliessen. Die Polizei Berlin teilte auf X mit: «Die Ermittlungen dauern an.» Nach Informationen der «B.Z.» aus Ermittlerkreisen gilt eine Fremdeinwirkung als Todesursache derzeit als ausgeschlossen.
Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Er studierte Agrarwissenschaften an der FH Weihenstephan. Seit 2006 war er Landesvorsitzender der Freien Wähler Bayern, 2010 übernahm er zusätzlich den Bundesvorsitz. 2008 zog er erstmals in den Bayerischen Landtag ein.
Nach der Landtagswahl 2018 wurde er bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident. Aiwanger war nicht verheiratet. Er lebte mit der Kommunalpolitikerin Tanja Schweiger zusammen, mit der er zwei Söhne hat.
(t-online)

