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Dobrindt will Berliner Enteignungspläne mit Bundesgesetz erschweren

epa13273995 German Interior Minister Alexander Dobrindt speaks to the press during the Justice and Home Affairs Council in Luxembourg, 01 October 2026. Ministers are set to discuss the situation in th ...
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.Bild: keystone

Dobrindt will Berliner Enteignungspläne mit Bundesgesetz erschweren

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will Vergesellschaftungen auf Landesebene deutlich erschweren. Hintergrund sind Pläne einer möglichen rot-grün-roten Regierung in Berlin, grosse Wohnungskonzerne zu vergesellschaften.
25.10.2026, 08:5525.10.2026, 08:55

Alexander Dobrindt kündigt dafür ein neues «Investitionsschutzgesetz» an. «Wir werden deutlich machen, dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist», sagte der CSU-Politiker der «Bild».

Die Bundesregierung hatte sich bereits grundsätzlich auf ein solches Vorhaben verständigt. Die genaue rechtliche Ausgestaltung ist allerdings noch offen.

Entschädigung nur zum Verkehrswert

Dobrindts Plan sieht drei zentrale Vorgaben vor. Unternehmen sollen bei einer Vergesellschaftung ausschliesslich zum ermittelten Verkehrswert entschädigt werden. Dieser müsste durch ein Wertgutachten nachgewiesen werden. Zudem soll die Entschädigung unmittelbar in Geld erfolgen.

Eine Vergesellschaftung soll ausserdem nur zulässig sein, wenn ihre Notwendigkeit ausdrücklich belegt werden kann. Zuvor müssten andere Möglichkeiten vollständig ausgeschöpft worden sein – etwa Investitionen in den Wohnungsbau oder dessen Förderung.

Reaktion auf Berliner Pläne

Auslöser sind die politischen Entwicklungen in Berlin. Dort wird über eine mögliche rot-grün-rote Koalition verhandelt. Die Linke drängt darauf, grosse private Wohnungsbestände zu vergesellschaften. 2021 hatte sich bereits eine Mehrheit der Berliner Stimmberechtigten in einem Volksentscheid dafür ausgesprochen.

Mit dem geplanten Bundesgesetz will die Regierung die Hürden für solche Vorhaben auf Landesebene erhöhen. Wie weit der Bund dabei rechtlich gehen kann, dürfte allerdings noch Gegenstand der weiteren Ausarbeitung sein. (mke)

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