International
Brasilien

Mindestens 23 Tote bei Unwettern in Brasilien

Mindestens 23 Tote bei Unwettern in Brasilien

24.03.2024, 19:1724.03.2024, 19:17
Unwetter in Espirito Santo, Brasilien.
Bild: twitter

Bei schweren Unwettern sind im Südosten Brasiliens mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Espírito Santo wurden 15 Todesfälle registriert, davon 13 im Ort Mimoso do Sul, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil am Sonntag unter Berufung auf die örtliche Zivilschutzbehörde berichtete. Die übrigen Opfer waren im benachbarten Bundesstaat Rio de Janeiro gemeldet worden. Dort wurden in dem beliebten Ausflugsort Petrópolis nach der Agência Brasil vier Menschen bei einem Erdrutsch getötet.

Schwerer Regen hatte ab der Nacht zum Samstag (Ortszeit) zu Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen geführt. Nach Angaben eines Sprechers des Zivilschutzes wurden in Espírito Santo mehr als 4400 Menschen in Sicherheit gebracht, wie brasilianische Medien berichteten. Mehr als 270 Menschen hätten ihr Zuhause verloren. Am Sonntag erreichten den Angaben zufolge Helfer trotz anhaltenden Regens Gebiete, die zuvor wegen Überschwemmungen und Stromausfällen abgeschnittenen waren.

In Petrópolis, rund 70 Kilometer nördlich der Küstenmetropole Rio de Janeiro auf gut 800 Metern Höhe gelegen, waren dem Bericht zufolge mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden gefallen. Die Stadt ist neben ihrer üppigen Vegetation bekannt für den Palast des brasilianischen Kaisers Pedro II. aus dem 19. Jahrhundert und das Haus des Schriftstellers Stefan Zweig, der sich dort 1942 im Exil aus Verzweiflung über die Weltlage das Leben nahm.

Auf der Südhalbkugel der Erde ist jetzt Spätsommer, ergiebige Niederschläge sind in den tropischen Breiten um diese Jahreszeit häufig. In Rio hatte sie Bossa-Nova-Legende Antônio Carlos Jobim (1927-1994) einst in dem Lied «Águas de Março» (Wasser des März) besungen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Zuerst stirbt der Diesel, dann der Benziner: Warum das E-Auto nun gewinnt
Europa erlebt einen nie gesehenen Höhenflug des E-Autos. In der Schweiz sind Stromer gar erstmals die beliebteste Antriebsart. Dafür gibt es mehrere Gründe.
In Brüssel zanken Politiker weiter über die Aufweichung des Verbrenner-Aus, aber die Kunden laufen der veralteten Technologie in Scharen davon. War 2018 in Europa erst einer von 100 neu zugelassenen Personenwagen ein Elektroauto, ist nun fast jede dritte Pkw-Neuzulassung ein Stromer.
Zur Story