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epa08112396 Smog hangs over Milan, Italy, 08 January 2020. According to reports, the Region of Lombardy closed traffic in the cities as Milan, for the most polluting cars, including standards of euro 4, due to exceeded levels of microparticles with over 50 micrograms per cubic metre.  EPA/MOURAD BALTI TOUATI

Ein Bild vom 8. Januar 2020: Smog hängt über Mailand. Hat er dafür gesorgt, dass sich so viele Norditaliener ansteckten? Bild: EPA

Covid-19-Herde: Welche Rolle spielt die Luftverschmutzung?



Die WHO hält auf ihrer Homepage fest:

Auf ein ähnliches Fazit kommt der Europäische Rechnungshof. In einem Sonderbericht hält er fest, wie sich Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit auswirkt.

Bild

PM2,5 = Feinstaub, O3 = Ozon, PM = Russ (in der Regel PM10), NO2 = Stickstoffdioxid , SO2 = Schwefeldioxid bild: Sonderbericht Nr. 23 des europäischen rechnungshofes

Weshalb spielt das im Zusammenhang mit Covid-19 eine Rolle? Weil für Covid-19 gilt, wie es die tagesschau.de etwas salopp, aber treffend zusammenfasst: «Alles, was der Lunge schadet, ist eher suboptimal.» Der unwissenschaftliche Schluss daraus lautet: Bewohner von Gebieten mit schlechter Luftqualität dürfte Covid-19 besonders hart treffen.

Norditalien mit der schlechtesten Luftqualität

Die Europäische Umweltagentur erfasst jährlich diverse Parameter der Luftqualität in ganz Europa, darunter auch die Feinststaub- (PM2,5) und Feinstaubwerte (PM10) sowie die Stickstoffdioxidkonzentration. Unter Feinststaub, auch lungengängiger Feinstaub genannt, versteht man Partikel mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern.

Die Feinststaubkonzentration (PM2,5) in Europa 2017

Bild

Karte: Europäische Umweltagentur

Norditalien verzeichnet für das durchschnittliche Mittel der Feinststaubkonzentration absolute Spitzenwerte in Europa. Bis zu 30 Mikrogramm Feinststaub und mehr werden dort pro Kubikmeter gemessen. Dieser Wert liegt bis zu einem Dreifachen über dem Durchschnittswert anderer Metropolregionen. Nur in Polen werden ähnlich hohe Konzentrationen erreicht. Ebenfalls am Rande mitbetroffen ist das Tessin. Wer häufiger dort weilt, kennt das Phänomen: Je nach Windverhältnissen wird der Smog von Norditalien bis über die Grenze gedrückt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Feinstaub (PM10), wobei das Tessin hier deutlich klarer tangiert ist ...

Die Feinstaubkonzentration (PM10) in Europa, Durchschnittswerte 2017

Bild

Karte: europäische umweltagentur

... und in etwas weniger ausgeprägter Form beim Stickstoffdioxid.

Die Stickstoffdioxid-Konzentration in Europa 2017, Durchschnittswerte

Bild

bild: europäische umweltagentur

Dass hohe Luftverschmutzung den Krankheitsverlauf von Covid-19 beeinflusst, darüber gibt es bisher keine wissenschaftliche Untersuchungen. «Bisher haben wir keinen direkten Beweis dafür, aber ich wäre überrascht, wenn die Luftverschmutzung keinen Einfluss hätte», sagt Aaron Berstein, Interimsleiter des Klima- und Gesundheitszentrums der Harvard T.H.Chan School gegenüber der Los Angeles Times. «Aber es gibt eine Vielzahl von Studien, die zeigen, dass das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, mit dem Grad der Luftverschmutzung steigt. Auch der Schweregrad der Erkrankung hängt davon ab.»

Eine Untersuchung aus China kam 2003 zum Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, an SARS zu sterben, bei Personen, welche einer moderaten Luftverschmutzung ausgesetzt sind, 84% höher liegt als bei Patienten aus Regionen mit sauberer Luft. Gar ein 200% höheres Risiko tragen Menschen aus Gebieten mit stark verschmutzter Luft.

Die Problematik geht aber weiter.

Smog als Viren-Schleuder

epa08110577 Smog hangs over the Duomo square in Milan, Italy, 07 January 2020. The Region of Lombardy has confirmed the stopping for the most polluting cars including standards of euro 4 due to the 10 consecutive days of microparticle levels of over 50 micrograms per cubic metre.  EPA/MATTEO CORNER

Smog über Mailand am 7. Januar 2020. Bild: EPA

Wissenschaftler der Universitäten von Bologna, Bari, Mailand und Triest beschreiben zusammen mit der italienischen Gesellschaft für Umweltmedizin in einem Positionspapier, wie sich das Coronavirus im Smog schneller verbreitet.

Die Forscher untersuchten den Zeitraum vom 10. bis zum 29. Februar und berücksichtigten eine Inkubationszeit von 14 Tagen. Und tatsächlich entdeckten sie zwischen dem Überschreiten von Feinstaubgrenzwerten und der Verbreitung des Virus eine Korrelation. Die zwei stark ansteigenden Expansionskurven der Infektionen erfolgten je zwei Wochen nach den höchsten Feinstaubkonzentrationen.

In ihrem Positionspapier gehen sie deshalb davon aus, dass sich das Coronavirus auf Feinstaubpartikeln festsetzen und so grössere Distanzen durch die Luft zurücklegen kann. Die Partikel sollen dabei nicht nur Träger, sondern sogar Substrat sein, das Sars-Cov-2 ermöglicht, länger zu überleben.

Ähnliche Zusammenhänge wurden bereits 2010 bei der Vogelgrippe und Staubstürmen festgestellt. Auch bei der Verbreitung des HRS-Virus, welches bei Kindern eine Lungenentzündung auslöst, haben Studien einen Zusammenhang mit der Feinstaubkonzentration festgestellt.

Noch ist die Beweislast nicht erdrückend, aber die Indizien sind da: Menschen in Regionen mit schlechter Atemluft könnten doppelt bestraft sein. Sie könnten härter, aber auch häufiger betroffen sein.

Coronavirus – Messinas Bürgermeister will Bevölkerung mit schreiender Drohne am Ausgang hindern

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jungleböy 28.03.2020 03:21
    Highlight Highlight tiere werden lebendig gegessen, die luft wird verschmutzt, grosse waldlächen werden gerodet, atom-müll einfach vergraben oder ins meer gekippt und vieles mehr. der virus könnte für meinen geschmack ruhig etwas aggressiver sein, vielleicht ändert sich dann etwas.
  • einschweizernamens 27.03.2020 14:23
    Highlight Highlight ...in den chinesischen Spitälern wurden deshalb extra im Erdgeschoss alte Lastwagen mit laufenden Motoren parkiert...sonst bekommen die Chinesen noch eine Frischluftvergiftung... ;-)
  • Antinatalist 27.03.2020 05:02
    Highlight Highlight Raucher sind erwiesenermassen gefährlicher als das Virus. Die Schädigung Dritter mit Second- und Third-Hand-Smoke sind keine Kavaliersdelikte, sondern handfeste Körperverletzungen.

    Und das BAG? Das macht gar nichts.
  • champedissle 26.03.2020 19:17
    Highlight Highlight Das Dumme ist nur, dass in Paris zur Zeit Smogalarm herrscht und dies obwohl keine Autos unterwegs sind und 60 % der Franzosen das Haus nicht verlassen und dies seit über einer Woche.
  • rodolofo 26.03.2020 18:33
    Highlight Highlight Wenn der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Coronavirus-Anfälligkeit stimmt (Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da bestimmt etwas dran ist!), dann hätte das Grounding des Flugverkehrs und der "Lockdown" bereits einen positiven Rückkoppelungseffekt auf unsere Gesundheit, noch bevor dann "die Welle" kommt.
    Tatsächlich atme ich jetzt öfters tief ein, wenn ich in den strahlend blauen Himmel schaue, an dem die Kerosin-Streifen seit Tagen komplett fehlen, und die ungewöhnliche Ruhe, die über der Stadt liegt, deutet darauf hin, dass auch am Boden weniger Dreck in die Luft geschleudert wird.
    • Leider Geil 26.03.2020 19:22
      Highlight Highlight Kerosinstreifen? Echt jetzt? Das sind immer noch Kondensstreifen, also kondensiertes Wasser und sicher kein Kerosin. Ok, Dieses entsteht bei der Verbrennung des Kerosins. Aber Kerosinstreifen? Wieso nicht gleich Chemtrails?
      Die Luftverschmutzung, die deiner Lunge schadet ist eher vom Strassenverkehr, Heizungen mit Öl und Holz, der Industrie aber eher nicht von Kondensstreifen in grosser Höhe.
      Nicht dass ich es nicht schön fände, dass es viel weniger davon gibt, aber kann auch alles dramatischer darstellen und noch mit komischen Halbwissen anreichern.
    • Eiswalzer 26.03.2020 19:51
      Highlight Highlight Auch wenn abnehmender Liftverkehr sicherlich zu besserer Luft verhelfen kann: So etwas wie „Kerosinstreifen“ gibt es NICHT!
      Kondensstreifen haben einen Einfluss auf das Klima, aber bitte bei den Fakten bleiben.
    • rodolofo 26.03.2020 20:04
      Highlight Highlight @ Leider Geil
      Ich gönne Dir Deinen Triumph.
      Ja, Du hast natürlich recht, dass das Kondensstreifen sind!
      Diese Kondensstreifen sind aber ein sichtbarer Teil einer gewaltigen Luftverschmutzung in grosser Höhe, auch wenn sie hauptsächlich aus Wasser bestehen.
      @ Eiswalzer
      siehe oben (nicht ganz oben, genau gesagt)!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Köröd 26.03.2020 18:12
    Highlight Highlight Für mich ist der Zusammenhang zwischen Corona-Erkrankungszahlen und Luftverschmutzung offensichtlich. Das arme Tessin mit seinen vielen Toten müsste demzufolge nicht die Grenzgänger aus Italien aussperren, sondern die mit Feinstaub angereicherte Luft, die aus der Lombardei herein geblasen wird.

    Das Schliessen von Fabriken im Tessin ist kaum zielführend. Hingegen ist diese Massnahme in Italien dringend gewesen.

    Eine Katastrophe ist die Erkenntnis, dass man eigentlich gar nicht mehr an die frische Luft gehen dürfte, es sei denn mit einer Maske. Weit haben wir Menschen es doch gebracht...
    • Rabbi Jussuf 27.03.2020 11:20
      Highlight Highlight Du bist jetzt genau so ein Fall, der nicht begriffen hat, dass Korrelation nicht das Gleiche ist, wie Kausalität.

      Die Luftverschmutzung hat, wenn überhaupt, nur ganz am Rande etwas mit der Verbreitung des Virus zu tun.
      Die Fabriken sind auch nicht geschlossen wegen der Verschmutzung, sondern wegen der Ansteckungsgefahr. Ist doch ein eklatanter Unterschied, oder?
    • lagaffe 27.03.2020 20:50
      Highlight Highlight Rabbi - Natürlich hat die Luftverschmutzung nichts mit der Verbreitung des Virus zu tun - hingegen einen ziemlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems - neben der Belastung der gesamten Atemwege.
    • Rabbi Jussuf 27.03.2020 21:30
      Highlight Highlight lagaffe
      Selbst in Bezug auf die Schwere der Krankheit denke ich, dass die Luftverschmutzung höchstens ein geringer Faktor ist, denn die europäischen Zentren sind nicht so stark verschmutzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mat_BL 26.03.2020 16:33
    Highlight Highlight Das kann so sein, muss es aber nicht:

    Korrelation ist halt eben keine Kausalität. Sonst müsste man ja auch festhalten: Je weniger Greta- und Klimajungendartikel in den Medien erscheinen, desto besser wird die Luft und das Klima!
    Benutzer Bild
    • willi22 26.03.2020 21:01
      Highlight Highlight ja, aber mit Korrelationen findet man Zusammenhänge, zu denen eine Theorie abgeleitet werden kann, die anschliessend durch Versuche widerlegt werden soll. Das ist dann ein prima wissenschaftliches Vorgehen. Also eine super Sache :-)
    • Barthummel 27.03.2020 11:42
      Highlight Highlight Naja, das ist jetzt etwas sehr weit hergeholt. 😏
      Es ist unumstritten, dass in Regionen mit einer hohen Luftverschmutzung die Lungen der Einwohner stark vorbelastet und anfälliger für Erkrankungen durch Viren und Bakterien aller Art sind.
      Aber ich kenne die Quelle deiner Korrelationskurve und ordne es mal als Spasskommentar ein. 😁 Watson hat da auch mal was gebracht:

      https://www.watson.ch/leben/spass/867233120-diese-9-schraegen-statistiken-ueber-die-usa-sind-absoluter-quatsch-lustig-sind-sie-trotzdem
    • Mat_BL 27.03.2020 15:42
      Highlight Highlight @Barthummel. Klar. Ich dachte an den von der Metro im GIF.

      Mein Pic oben kommt von einer Buchwerbung und hier gibt es noch davon: https://www.tylervigen.com/spurious-correlations

      Danke für Deinen Watson link. Den kannte ich noch nicht.



      Benutzer Bildabspielen
  • Auric 26.03.2020 16:13
    Highlight Highlight Das wäre doch mal ein gutes Motiv die krankmachenden Luftschadstoffe zu bekämpfen.

    @Hüpfer: Nein, CO2 (auch in doppelter Konzentration ) gehört nicht dazu.
    • rodolofo 26.03.2020 18:36
      Highlight Highlight CO2 und Methan sind indirekt schädlich, via Klimawandel.
      Stickoxide, Feinstaub und Pneuabrieb sind direkt schädlich, indem sie -eingeatmet- in die Lungen gelangen.
  • Allion88 26.03.2020 16:13
    Highlight Highlight die studie kommt also zum schluss, das da wo mehr menschen dichter beisammen wohnen, sich auch das virus besser verbreiten kann?

    • Rabbi Jussuf 27.03.2020 11:27
      Highlight Highlight Erstaunlich, nicht?
      Aber die Studie kann noch mehr: Da wo viele Menschen dicht beisammen wohnen, gibt es auch eine grössere Luftverschmutzung.
      Erstaunlich, nicht?
  • Eskimo 26.03.2020 15:50
    Highlight Highlight Man versucht hier wieder etwas zu verdrehen. Nicht die Luftverschmutzung ist schuld an der schnellen Ausbreitung sondern die Überbevölkerung. Logisch ist die Luftverschmutzung dort wo es viele Menschen auf engem Raum hat auch grösser.
    • rodolofo 26.03.2020 18:44
      Highlight Highlight In einem afrikanischen Slum wird die Luft kaum verschmutzt.
      In den Fabriken, Raffinerien und Minen der multinationalen Konzerne wird die Luft sehr stark verschmutzt.
      Die Gesundheit all dieser Menschen, die mit ihrem minimen Ressourcenverbrauch den Planeten kaum belasten, ist "dem Markt" aber egal.
      Denn diese Menschen haben fast kein Geld.
      Wer im Kapitalismus kein Geld hat, existiert für die kapitalistische Wahrnehmung nicht!
      Fake News des Kapitalismus...
  • Erklärbart. 26.03.2020 15:49
    Highlight Highlight Seit Corona ist es erstaunlich ruhig geworden um Greta.

    Man sieht schon Memes oder gar seriöse Beiträge, die sagen: Corona hat in 2 Monaten mehr für das Klima gemacht als Greta (und ihre Anhänger) in 2 Jahren. Vielleicht war Greta die nette Variante, Menschheit hat sie zu wenig ernst genommen, also musste eine weniger nette Variante (Corona) her und siehe da: sauberes Wasser in den Kanälen von Venedig, bessere Luft in Wuhan, etc.

    Bitte nicht als Verschwörungstheorie verstehen. Vielleicht bringt diese Krise unter dem Strich wirklich mehr gutes als schlechtes...

    Bleibt gesund!
    • Varanasi 26.03.2020 16:19
      Highlight Highlight Also was sollen wir das bitte sonst verstehen, wenn das keine Verschwörungstheorie sein soll?

      Greta war übrigens krank. Aber sich selbst informieren, bevor mal abstruse Theorien in die Welt hinaus posaunt, das kommt bei euch ja nicht in Frage.
    • weissauchnicht 26.03.2020 17:02
      Highlight Highlight Greta hat auf die Wissenschaft gehört, wie immer, und war zuhause in Selbstquarantäne.
  • Magnum 26.03.2020 15:43
    Highlight Highlight Dass eine von verschmutzter Luft permanent gestresste Lunge für eine Entzündung anfälliger ist als eine, die nur saubere Bergluft abbekommt, ist so weit nachvollziehbar.

    Umso grösser wird das Fragezeichen, das hinter die offiziellen Infektions- und Todeszahlen in China zu setzen ist. Laut den drei führenden Mobilfunk-Anbietern in China hat die Anzahl ihrer Abonnenten in den vergangenen drei Monaten um 21 Millionen abgenommen. Niemand behauptet, dass dies die echte Todeszahl sei. Aber die von Peking offiziell kommunizierte Zahlen sind wohl genauso unwahrscheinlich.
    • Auric 26.03.2020 16:08
      Highlight Highlight Nachdem es keinen einzigen Chinaweiten Provider gibt, haben also alle Chinesen die weitere Reisen machen mehrere SIM Karten, daher auch die Dual-Tripple SIM Handys. Wer nicht verreist braucht nur seine Heimat-SIM so gesehen hat die Aussage einen technischen Grund und bedeutet nicht 21Mio verschwiegene Todesfälle
    • lilie 26.03.2020 16:09
      Highlight Highlight @Magnum: Ich will nichts verdrehen, aber könnte es nicht auch sein, dass etliche entweder zu einem günstigeren Anbieter wechselten oder sogar wegen Einkommensausfall entweder das eigene Abo oder auch Abos von Kindern und sonstigen Familienangehörigen gekündigt wurden?

      Ich meine nur, dass man nicht von einem einzelnen Hinweis ausgehen sollte. Etwas mehr Hinweise müsste es schon geben.

      Übrigens, gemäss offizieller Statistik gabs in diesem Jahr bis heute 2.3 Millionen Tote in China (alle Todesursachen):

      https://countrymeters.info/de/China
    • weissauchnicht 26.03.2020 17:05
      Highlight Highlight Vielleicht weil die Leute wegen der Wirtschaftskrise ihr überflüssiges Mobilfunkabo kündigen und auf WLAN und Chat-Apps umsteigen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 26.03.2020 15:27
    Highlight Highlight Wie viele Menschen sind 2019 zwischen 1.1.2019 und 26.03.2019 in der Schweiz gestorben? Und wie viele sind es jetzt (also 1.1.2020 bis heute)?

    Ich habe gesehen dass die Corona Opfer in Italien im Vorjahresvergleich nicht gross ins Gewicht fallen. Also obwohl es zurzeit 600-800 Corona Opfer pro Tag gibt, ändert sich die Zahl aller Verstorbenen nicht gross.

    Wie siehts in der Schweiz aus?
    • lilie 26.03.2020 16:15
      Highlight Highlight @Erklärbart: Du könntest das doch selber recherchieren. 😉

      Allerdings ist das eh noch nicht sehr aussagekräftig, da die Geschichte noch lange nicht ausgestanden ist. Das ist ein Marathon ohne Kilometerangabe, wie Herr Koch sagte.

      Abrechnen können wir dann Ende Jahr. Es wird ohnehin mit einer zweiten Welle im Herbst gerechnet.
    • Erklärbart. 26.03.2020 16:41
      Highlight Highlight Hab ich Lilie. Bis heute 15:54h waren 1053 Menschen in Italien verstorben für den heutigen Tag). Letztes Jahr hatte Italien 579'244 Verstorbene, somit 1587 pro Tag (Quelle Countrymeters.info).

      Dieses Jahr sind in Italieb (bis 15:54h) 136'401 Menschen verstorben (Quelle wie oben).

      Heute ist das Jahr 2020 86 Tage alt. 136'401÷86 = 1586. Einer weniger als 2019.

      Trotz 7500 Corona Opfer bis heute. 7500÷86 = 87.

      Somit müsste der tägliche Durchschnitt bei 1673 (1586 + 87) Verstorbenen liegen.

      Sterben jetzt insgesamt weniger Leute, trotz Corona?
    • Erklärbart. 26.03.2020 16:54
      Highlight Highlight Übrigens, falls mein Kommentar mit den Berechnungen freigeschaltet wird, hier die Grundlage/Quelle:
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 26.03.2020 14:40
    Highlight Highlight Diese Fakten sind leider nicht neu. Noch im letzten Jahrzehnt versuchten wir zusammen mit Greenpeace das «Recht auf gute Luft» bis vor Bundesgericht einzuklagen.

    Es ging dabei um die Überschreitungen der Luftreinhallteverordnung und das Bundesgericht trat zwar ein, wies die Klage aber ab, weil die schlechte Luft nicht nur einzelne Kläger betrifft, sondern uns alle.

    https://www.greenpeace.ch/de/story/17051/kommentar-zum-heutigen-bundesgerichtsentscheid-in-sachen-recht-auf-gute-luft/
    https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/innenpolitik/greenpeace-recht-luft-einklagen
    • rodolofo 26.03.2020 18:51
      Highlight Highlight In kleinen Bächlein im Thurgau wurden Chemikalien-Coctails festgestellt, die von Pestiziden stammen, welche in der konventionellen Landwirtschaft versprüht werden und dann ausgewaschen werden.
      Die Konzentrationen lagen zum Teil um Hundertfaches über dem Grenzwert!
      Und wie reagierten die Beamten von der "Kontrollbehörde"?
      Diese Überschreitungen seien völlig unbedenklich. Man müsse halt den Grenzwert erhöhen...
      Wie gut ist eigentlich die Wasserqualität in Norditalien?
  • Ökonometriker 26.03.2020 14:19
    Highlight Highlight Die Idee ist interessant und plausibel - erwiesen ist aber noch nichts. Wir werden im Nachgang noch viel lernen müssen, um in Zukunft besser gerüstet zu sein.

    Losgelöst von Corona ist aber klar erwiesen, dass Luftverschmutzung die Lebenserwartung negativ beeinflusst. Daher kann ich mir nicht erklären, warum ein reiches Land wie Italien das Problem nicht schon längst angegangen ist.
    • Rabbi Jussuf 27.03.2020 08:33
      Highlight Highlight Klar erwiesen? Nein! Eine Korrelation vielleicht. Eventuell nicht einmal die.
      Wenn es erwiesen wäre, müsste man klare Zahlen auf den Tisch legen können. Zum Beispiel Grenzwerte, ab wann eine bestimmte Krankheit signifikant häufiger auftritt und dies auch einer "Luftverschmutzung" zuteilen können. Grad in Bezug auf Feinstaub ist dies praktisch unmöglich.
      Dass Smog mit Gesundheitsschädigung zu tun hat, dürfte einleuchten. Nicht aber wie die genauen Zusammenhänge sind. Und schon gar nicht, ob das überhaupt irgendeine Relevanz mit dem Virus hat.
  • Locutus70 26.03.2020 13:30
    Highlight Highlight Die Luftverschmutzung ist - ebenso wie Vorerkrankungen, chronische Erkrankungen und schlechtes Immunsystem - eine Art Beschleuniger.

    Was ich allerdings seltsam finde ist, das wir nicht jedes Jahr Ausgangsverbote/Ausgangssperren und Medienhype haben, wo doch durch die Grippe ca. 400000 Menschen pro Jahr auf der Welt sterben.
    Und dass, obwohl es für die Grippe Medikamente und Impfung gibt.
    • Varanasi 26.03.2020 14:17
      Highlight Highlight Ich kann diese Grippe Argumentation nicht mehr hören.
      Lest ihr eigentlich mal die Infos, warum man Grippe und Covid nicht vergleichen kann oder wollt ihr nur trollen und provozieren? Oder versteht ihr es einfach nicht?
    • Nony 26.03.2020 14:24
      Highlight Highlight Hier rächt sich zum gefühlt hundertausendsten Mal, dass wir seit Jahren mit fiktiven Grippetoten versorgt werden. Niemand, und ich meine wirklich NIEMAND (!!!), weiss, wieviele Menschen jährlich an Grippe sterben. Das liegt daran, dass die Daten lediglich statistisch erhoben werden. D.h. man nimmt die Zahl der Toten während der Grippesaison und vergleicht sie mit der durchschnittlichen Anzahl von Toten im restlichen Jahr. Jeder Tote mehr ist dann ein Grippetoter. Muss man nicht glauben, kann man aber auf der Website des RKI nachlesen.
    • Frankygoes 26.03.2020 15:00
      Highlight Highlight Schlage vor, Du gehst ein paar Tage ins Tessin und arbeitest dort in Locarno im Spital. Dann verstehst Du den Unterschied.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 26.03.2020 13:27
    Highlight Highlight Ich hatte den Link hier vor ein paar Tagen schon einmal gepostet

    https://aqicn.org/map/europe/de/

    Hier kann man die Entwicklung der Luftverschmutzung sogar live verfolgen.
  • Lotti Karotti 26.03.2020 13:11
    Highlight Highlight Ein Blick in die Lombardei dürfte Aufschluss geben.
  • lilie 26.03.2020 13:07
    Highlight Highlight Danke, @Patrick, für den interessanten Artikel. 👍

    Dass Luftverschmutzung die Lungen und dass Immunsystem belastet und daher speziell Lungenerkrankungen fördert, scheint auf der Hand zu liegen (und einige lassen sich vielleicht unter dem Eindruck der derzeitigen Krise dazu überreden, mehr Anstrengungen für eine sauberere Luft zu unternehmen).

    Auch die Vorstellung, dass sich Viren auf Feinstaubpartikeln absetzen und mit ihnen eingeatmet werden könnten, scheint durchaus möglich. Viren verbreiten sich ja auch in feuchter Luft besser als in trockener. Das müsste der gleiche Effekt sein.
  • FRILIE 26.03.2020 13:02
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Ich denke es ist höchste Zeit für eine änderung der Wirtschaft sowie der Poilik, soweit darf man es nicht mehr zulassen. Ich bin überzeugt das sich die Luft und die Welt sich reinigen und erholen kann. Ausser wir fahren weiter so... wie bisher. #changetheworld
  • dmark 26.03.2020 12:56
    Highlight Highlight Die "Klimaten" finden doch irgendwie immer die Kurve.

    Was anderes - keiner berichtet über die Zeitumstellung am Wochenende... Hey, aufwachen. Die Sommerzeit kommt. ;)
    • De-Saint-Ex 26.03.2020 13:14
      Highlight Highlight Hier steht nichts von Klimawandel. Also kein Grund zur Panik! Und zweitens muss man kein Genie sein, um davon auszugehen, dass eine starke Luftverschmutzung, wie beschrieben in dieser Situation suboptimal ist.
    • homo sapiens melior 26.03.2020 13:46
      Highlight Highlight Wie es meine Schwester so lustig ausdrückt: Dann müssen wir eine Stunde weniger lang daheim bleiben.
    • Bene86 26.03.2020 14:27
      Highlight Highlight Gut, über den Klimawandel lese ich gerne Pro- und Kontrameinungen. Das die Luft aber in vielen Ländern verschmutzt ist und somit der Natur und ddn Menschen schadet, darüber gibt es glaube ich keine zwei Meinungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • passiver Überströmer 26.03.2020 12:41
    Highlight Highlight Dieselmotoren sind super haben sie gesagt, die muss man subventionieren haben sie gesagt.....
  • Hardy18 26.03.2020 12:22
    Highlight Highlight Anders gesagt, Länder die nichts für die Welt tun werden von Mutter Natur bestraft. 😄 klingt einleuchtend und sollte so handgehabt werden. Ist zwar schade für den einen oder anderen der nichts dafür kann das ihre Regierung gegen Öko-Gesetze ist, ab Kollateralschäden kann man in Kauf nehmen, zum Wohl aller.
  • Kevin Kosch 26.03.2020 12:20
    Highlight Highlight Achtung auch hier ist es wichtig zwischen Korrelation und Kausalität zu unterscheiden. Wo es viele Leute hat hat es auch viel Luftverschmutzung und wo es viele Leute hat verbreitet sich ein Virus auch schneller.
  • MeinAluhutBrennt 26.03.2020 12:20
    Highlight Highlight CBDC Central Bank Digital Currency ist das Stichwort der Stunde, lieber Patrick und nix da von Luftverschmutzung.
    Zieh bitte deinen Aluhut aus!



  • Barthummel 26.03.2020 12:12
    Highlight Highlight Über diesen Zusammenhang berichtete bereits einer dieser zum Diffarmierungsabschuss freigegebenen Doktoren vor ein paar Tagen, welcher sich gegen die ganze Hysterie stellt. Und nein, ich meine nicht den Norddeutschen.

    Nun wird es also amtlich.
    Man darf gespannt sein, was sich sonst noch alles bewahrheitet, was die bsonnenen und der Politik nicht nahestehenden Experten uns schon lange versuchen zu sagen.
    • buffettino 26.03.2020 12:47
      Highlight Highlight Jeder kann über wissenschaftliche Studien berichten. Das ist ja die Idee des open access, dass jeder Zugriff zu den wissenschaftlichen Ergebnissen bekommt. Hier wird ja offensichtlich eine Korrelation hergestellt, das muss noch keine Kausalität bedeuten, deshalb braucht es weitere Forschung auf dem Gebiet der Aerosole. Das ist ja das schöne daran.
    • saukaibli 26.03.2020 12:52
      Highlight Highlight Leider ist hier noch gar nichts amtlich. Nur weil eine Korrelation gefunden wurde, heisst das nicht, dass es auch eine Kausalität gibt. Es ist ja auch nicht so, dass es im Winter schneit, weil die Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren.
      Interessant ist die Korrelation aber trotzdem und es sollte dazu geforscht werden.
      Dass Luftverschmutzung grundsätzlich gesundheitsschädlich ist, dazu gibt es natürlich viele Studien, welche eben auch Kausalitäten feststellen konnten.
    • Patrick Toggweiler 26.03.2020 13:23
      Highlight Highlight Deshalb ist der Artikel auch so vorsichtig formuliert. Es könnte zum Beispiel auch eine Korrelation Feinstaub & Mobilität der Menschen geben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Robin Le Chapeau 26.03.2020 12:10
    Highlight Highlight Endlich mal ein Artikel der Ansatzweise den Corona-Hype etwas relativiert. Auch erwähnenswert wäre der Zusammenhang des Zustandes des Gesundheitssystems/Spitäler in den schlimm betroffenen Regionen (Italien, Spanien) und deren hohe Sterberaten.
    • Robin Le Chapeau 26.03.2020 16:25
      Highlight Highlight ja... blitzt nur. In Italien sterben ca. 11'000 Menschen jedes Jahr, weil sie sich im Spital anstecken mit irgendwelchen Staphylokokken und anderen Bakterien. Kommen mit einem gebrochenen Arm aber sterben an einer Infektion die sie dann da auflesen. Aber das interessiert keinen.
    • Hans Mueller 26.03.2020 17:51
      Highlight Highlight Wir haben genau so ein problem mit multiresistenten Keimen. Aber wir erfassen leider die Fälle nicht.
      Das sollte man aber tun, denn damit kann man über die Zeit ev. Rückschlüsse zeihen wie die Übertragung funktioniert.
      Die multiresitenten Keime sind tatsächlich ein grosses Problem, allerdings gehen diese nicht vornehmlich auf die Lungen.
      Das ist es, was diese Verschwörungstheoretiker ausser Acht lassen.
      Die Sterblichkeit geht überall hoch, wo das medizinische System überlastet ist. Das wird bei uns leider auch eintreffen, wenn wir weiterhin Covid-19 verharmlosen.

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