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Polizei sucht mit Fotos Verdächtigen nach Sabotage an Stromnetz

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen sucht diese Person.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen sucht diese Person.bild: polizei nrw

Deutsche Polizei sucht mit Fotos Verdächtigen nach Sabotage an Stromnetz

Nach mehreren Angriffen auf die Energieversorgung in Deutschland sucht die Polizei nun öffentlich nach einem 48-jährigen Verdächtigen. Ihm wird vorgeworfen, Umspannwerke in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sabotiert zu haben.
05.09.2026, 19:1705.09.2026, 19:21

Die deutsche Polizei fahndet mit Fotos nach einem 48-jährigen Mann. Er steht im Verdacht, an Sabotageakten gegen Umspannwerke in mehreren Bundesländern beteiligt gewesen zu sein. Betroffen sind Anlagen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes oder zur Aufklärung der Taten.

Serie von Sabotageversuchen

Hintergrund ist eine Reihe von Angriffen und mutmasslichen Sabotageversuchen auf die Energieinfrastruktur in Deutschland. In den vergangenen Tagen waren unter anderem Stromleitungen in Jänschwalde in Brandenburg und in Bergheim westlich von Köln angegriffen worden. In Dormagen zwischen Düsseldorf und Köln entdeckte ein Spaziergänger zudem verdächtige Abschussvorrichtungen an einem Umspannwerk. Schäden entstanden dort nach Polizeiangaben nicht.

Die Polizei Nordrhein-Westfalen hat ein weiteres Bild der gesuchten Person veröffentlicht.
Die Polizei Nordrhein-Westfalen hat ein weiteres Bild der gesuchten Person veröffentlicht.bild: polizei NRw

Auch beim Kraftwerk Weisweiler nahe Aachen kam es zu einem grösseren Polizeieinsatz. Grund war ein Bekennerschreiben, in dem der Standort als weiterer möglicher Tatort genannt worden sein soll. Einsatzkräfte durchsuchten daraufhin das Umfeld des Kraftwerks und eines nahe gelegenen Umspannwerks. Auch in Niedersachsen überprüfte die Polizei ein Gelände an einem Umspannwerk in Ganderkesee.

Kritische Infrastruktur im Fokus

Die Vorfälle haben in Deutschland eine Debatte über den Schutz kritischer Infrastruktur ausgelöst. Dazu gehören unter anderem Stromversorgung, Wasser, Verkehr, Gesundheit, Kommunikation und staatliche Einrichtungen.

Das brandenburgische Innenministerium kündigte bereits ein neues Sicherheitszentrum zum Schutz solcher Anlagen an. Die Angriffe zeigten, wie verwundbar die Energieversorgung sei, erklärte Innenminister Jan Redmann. Nach seinen Angaben verdichten sich die Hinweise, dass es sich nicht um isolierte Einzelfälle handelt.

Ob der nun gesuchte Mann tatsächlich für alle Taten verantwortlich ist, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei hofft nun auf Hinweise aus der Bevölkerung. (mke)

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