Neue Infos erhofft: Minister Backhaus will Senderdaten von Buckelwal Timmy veröffentlichen
Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat nach eigenen Angaben Senderdaten des als Timmy bekannten Buckelwals ausgewertet. Diese sollen am Freitagvormittag der Öffentlichkeit präsentiert werden, wie das Ministerium ankündigte. Der Sender war kurz vor der Freisetzung des Tieres Anfang Mai an ihm befestigt worden.
«Die Daten ermöglichen erstmals einen Blick auf die Bewegungen des Wales nach seiner Freisetzung am 2. Mai 2026 und liefern wichtige Erkenntnisse für die Gesamtbewertung des Falls», so das Ministerium. Im Mittelpunkt stünden «die Auswertung der Ortungsdaten des Satellitensenders, die Bewegungen des Wales nach seiner Freisetzung und die Einordnung der vorliegenden Untersuchungsergebnisse.»
Buckelwal Timmy: Totes Tier vor Anholt angespült
Der mehrfach gestrandete Buckelwal hatte im April wochenlang vor der Ostseeinsel Poel gelegen. Nach langen Diskussionen duldete das Ministerium entgegen dem Rat von Wissenschaftlern den Rettungsversuch einer privaten Initiative. Die Gruppe brachte das geschwächte Tier auf einem Lastkahn Richtung Nordsee.
Etwa 70 Kilometer vor dem dänischen Skagen wurde der Wal unter ungeklärten Umständen im Skagerrak ausgesetzt – und wenige Tage später tot vor der dänischen Insel Anholt angespült. Die Beteiligten der Wal-Initiative machten sich indes gegenseitig schwere Vorwürfe.
Eine anschliessende Obduktion brachte zunächst keine konkreten Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.

