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Grüne wollen umstrittene Praxis bei Rammstein verbieten

Grüne wollen umstrittene Praxis bei Rammstein verbieten

Rund um Rammstein gibt es Sex- und Drogen-Vorwürfe. Nun wollen die Grünen bei Konzerten der Rockband in München einschreiten.
04.06.2023, 19:0004.06.2023, 19:00
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t-online

Die Fraktion der Grünen im Münchner Stadtrat will die sogenannte «Row Zero» (Reihe Null) bei den Rammstein-Konzerten in der kommenden Woche verbieten. Das berichten die «Süddeutsche Zeitung» und die «Abendzeitung» übereinstimmend. In diesen Bereich zwischen Bühne und Publikum kommen normalerweise von der Band und ihrer Crew ausgesuchte Fans.

Es kursieren Vorwürfe gegen Rammstein-Frontmann Till Lindemann. Dabei geht es um mutmasslich im Umfeld der Konzerte organisierte Partys mit jungen Frauen, die für diese «Reihe Null» rekrutiert worden sein sollen. Ausserdem geht es um Drogen, die ihnen möglicherweise ins Getränk gemischt wurden. Im Zentrum der Kritik steht Sänger Till Lindemann. Die Band hat sich inzwischen zu den Vorwürfen geäussert.

Die Grünen wollen nun die «Reihe Null» bei den Konzerten im Olympiastadion am 7., 8., 10. und 11. Juni unterbinden – «aus Sicherheitsgründen». Das Kreisverwaltungsreferat solle ausserdem prüfen, ob auf Kosten der Veranstalter sichere Räume und speziell geschulte Teams vorgeschrieben werden könnten.

Die Politik müsse Strukturen schaffen, die sexuelle Übergriffe verhindern und Betroffenen schnelle Hilfe ermöglichen, schreibt Grünen-Fraktionschefin Mona Fuchs. «So wie die Unschuldsvermutung für den mutmasslichen Täter gilt, müssen ebenso die Anschuldigungen der betroffenen Frauen gehört und ernstgenommen werden.»

Dem Antrag «Sichere Konzerte für alle» sollen sich neben den Grünen bereits die Fraktionen von Linken und der ÖDP angeschlossen haben. Mit der CSU sei man in Gesprächen.

(t-online, jse)

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