International
Deutschland

«Sächsische Separatisten»: Deutschland verhaftet acht Terroristen

«Ethnische Säuberungen» geplant: Rechtsextreme Terroristen in Deutschland verhaftet

Bei Leipzig und Dresden nehmen Behörden Mitglieder einer terroristischen Vereinigung fest. Es handelt sich um die «Sächsischen Separatisten».
05.11.2024, 09:4605.11.2024, 09:46
Ein Artikel von
t-online

Die deutsche Bundesanwaltschaft hat acht mutmassliche Mitglieder einer militanten rechtsextremen Gruppierung festnehmen lassen.

Die Verdächtigen stehen im Verdacht, eine inländische terroristische Vereinigung namens «Sächsische Separatisten» gebildet zu haben, wie die Behörde am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Die Festnahmen erfolgten demnach an verschiedenen Orten in Sachsen sowie in einem Fall in Polen. Darüber hinaus ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen sieben weitere Beschuldigte.

Bei den «Sächsischen Separatisten» handle es sich um eine «aus 15 bis 20 Personen bestehende militante Gruppierung, deren Ideologie von rassistischen, antisemitischen und in Teilen apokalyptischen Vorstellungen geprägt ist». Ihre Mitglieder lehnten die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik ab, so der deutsche Generalbundesanwalt.

Gruppe plante ethnische Säuberungen

Die Gruppe, die spätestens 2020 gegründet worden sei, sehe Deutschland vor dem Kollaps und plane, am «Tag X» mit Waffengewalt Gebiete in Sachsen und gegebenenfalls auch in anderen ostdeutschen Ländern zu erobern, «um dort ein am Nationalsozialismus ausgerichtetes Staats- und Gesellschaftswesen zu errichten». Dort sollten auch ethnische Säuberungen durchgeführt werden.

Laut Bundesanwaltschaft bereiteten sich die Mitglieder unter anderem mit paramilitärischem Training in Kampfausrüstung darauf vor. Demnach übten sie den Hauskampf und den Umgang mit Schusswaffen. Zudem beschafften sie sich militärische Ausrüstung wie Tarnanzüge, Schutzwesten und Gefechtshelme.

Die Festgenommenen werden am Dienstag und Mittwoch dem Ermittlungsrichter des deutschen Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihnen die Haftbefehle eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Sánchez kündigt Neuwahlen in Spanien für Ende November an
Drei Tage nach dem Scheitern seiner Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot in Spanien im Parlament hat Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez die Flucht nach vorn angetreten und eine vorgezogene Wahl angekündigt. Seine Regierung habe schon viel erreicht, aber es bleibe noch viel zu tun, sagte er bei einer landesweit übertragenen Fernsehansprache. Dafür brauche es aber eine «sehr viel breitere Mehrheit im Parlament». «Spanien muss sich entscheiden, ob es sich der rechtsextremen Welle anschliessen oder weiterhin eine Bastion der sozialen Gerechtigkeit bleiben will», fügte der Sozialist hinzu.
Zur Story