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Ex-Bundeswehrsoldaten planten Söldnertruppe

Ex-Bundeswehrsoldaten planten Söldnertruppe und wollten im Jemen-Krieg eingreifen

20.10.2021, 09:1320.10.2021, 09:13
epa08399172 Authorities patrol the coast where there was an alleged confrontation took place in Macuto, La Guaira, Venezuela, 03 May 2020. The Government of Venezuela claimed on 03 May, they stopped a ...
Bild: EPA

Die deutsche Polizei hat am Mittwoch zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten festgenommen, weil sie versucht haben sollen, eine Söldnertruppe mit mehr als 100 Mann aufzubauen.

Die beiden Männer seien in den frühen Morgenstunden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) sowie in München durch Spezialkräfte der Bundespolizei festgenommen worden, teilte die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Gegen die beiden Deutschen wird wegen des dringenden Verdachts ermittelt, als Rädelsführer versucht zu haben, eine terroristische Vereinigung zu gründen, wie es hiess. Anfang 2021 sollen die beiden Männer den Entschluss gefasst haben, eine unter ihrem Kommando stehende Söldnertruppe aufzubauen.

Mit dieser hätten die Beschuldigten den Angaben zufolge vorgehabt, einen monatlichen Söldnerlohn von rund 40 000 Euro für jedes Mitglied zu verdienen. Ihre paramilitärische Einheit sollte demnach 100 bis 150 Mann und vor allem ehemalige Angehörige der Bundeswehr oder frühere Polizisten umfassen. Einer der Beschuldigten soll dazu bereits zu mindestens sieben Menschen Kontakt aufgenommen haben.

Mit ihrer Söldnertruppe haben die Festgenommenen demnach vorgehabt, in den Bürgerkrieg im Jemen einzugreifen und dort Friedensverhandlungen zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung zu erzwingen. Finanziert werden sollte das Vorhaben laut den mutmasslichen Plänen der Beschuldigten vorzugsweise von Saudi-Arabien.

Dazu habe einer der Beschuldigten mehrfach Versuche unternommen, mit staatlichen Stellen in Saudi-Arabien Kontakt aufzunehmen. Diese hätten jedoch keinerlei Reaktion gezeigt, hiess es. Zunächst hatten «Bild» und «Spiegel» über die Festnahme berichtet.

Ermittler durchsuchten im Rahmen der Ermittlungen gegen die beiden Männer am Mittwoch auch deren Wohnungen in München sowie im Landkreis Calw. Zudem wurden den Angaben zufolge weitere Räumlichkeiten von vier nicht tatverdächtigen Personen in Baden-Württemberg und Bayern durchsucht. Ein Richter am Bundesgerichtshof soll am Mittwoch über eine Untersuchungshaft der beiden Beschuldigten entscheiden. (aeg/sda/dpa)

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