Deutscher im Himalaya 1500 Meter tief in den Tod gestürzt
Der 57-Jährige sei nach dem Aufstieg zum 6'814 Meter hohen Gipfel des Ama Dablam im Nordosten Nepals gestorben, sagte der Leiter des Trekking-Unternehmens Real Himalaya, Gokul Thapa, der Nachrichtenagentur DPA. Thapa sprach aus Kathmandu, wohin der Tote zur Obduktion in ein Krankenhaus gebracht worden sei.
Die Gruppe um den deutschen Bergsteiger war auf dem Weg nach unten gewesen, als sich das Unglück am Montagmorgen (Ortszeit) ereignete. Ein nepalesischer Bergführer habe dem Mann zunächst gesagt, nicht aus seinem Zelt in einem Camp in etwa 6'100 Meter Höhe zu kommen, bevor nicht alles auf dem eisigen Terrain gesichert sei, sagte Thapa, der den Deutschen nach eigenen Angaben bereits seit einigen Jahren kannte und für ihn andere Bergtouren organisierte.
Als der Bergführer zurückgekehrt sei, sei der Mann verschwunden gewesen. «Er hat ihn nicht mehr im Zelt gesehen.» Das Wetter sei gut gewesen.
«Er ist 1'500 Meter tief gefallen»
Nach einer Suchaktion sei seine Leiche gefunden und geborgen und schliesslich mit einem Hubschrauber nach Kathmandu gebracht worden. «Er ist 1'500 Meter tief gefallen.»
Die Gruppe um den Deutschen hatte den Gipfel am Sonntag erreicht. Der Ama Dablam befindet sich etwa 20 Kilometer vom Mount Everest, den mit 8'849 Metern höchsten Berg der Erde, entfernt in der Khumbo-Region Nepals.
Am Freitag waren zwei japanische Bergsteiger, die seit dem 15. Oktober vermisst worden waren, in Nepal tot aufgefunden worden. Nach Angaben der lokalen Polizei entdeckte ein Suchtrupp ihre Leichen am Gangapurna West. Der 7'140 Meter hohe Gipfel befindet sich in der Annapurna-Region des Landes, nahe der Grenze zu Tibet. (hkl/sda/dpa)
