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Frachtschiff mit Mercedes-Sprintern steckt im Hafen in Düsseldorf fest

28.09.2026, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Frachtschiff aus den Niederlanden, beladen mit Kleintransportern, fährt sich bei Niedrigwasser des Rheins im Düsseldorfer Hafen fest. Foto: Christoph R ...
Laut einer Sprecherin von Mercedes sind die transportierten Fahrzeuge nicht beschädigt worden.Bild: DPA

Düsseldorf: Frachtschiff mit Mercedes-Sprintern steckt im Hafen fest

29.09.2026, 15:3829.09.2026, 15:38

Ein mit Mercedes-Sprintern beladenes Frachtschiff hat sich im Düsseldorfer Hafen festgefahren. Wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag mitteilte, kommt das Schiff seit Montag nicht aus einem Hafenbecken heraus. Der aktuelle Pegelstand sei zu niedrig. Ein Schlepper könnte unter den derzeitigen Bedingungen nicht sinnvoll an das Schiff heranfahren und es daher nicht freibekommen. Der Schiffsverkehr am Rhein oder im Hafen wurde nicht beeinträchtigt, da das Schiff nur ein Hafenbecken blockiert.

«Bei einem solchen Versuch bestünde vielmehr die Gefahr, das Schiff zu beschädigen», sagte eine Polizeisprecherin. Es bleibe nur, auf steigendes Wasser zu warten. Das Schiff unter niederländischer Flagge ist laut dem Schiffsortungsdienst Vesselfinder 135 Meter lang und 12 Meter breit. Es ist mit Transportern beladen – seit Montag steckt es in dem Hafenbecken fest. Drehmanöver des Kapitäns schlugen fehl. Ein Sprecher der Neuss-Düsseldorfer Häfen sagte, der Kapitän habe vermutlich das Gewicht der Beladung falsch eingeschätzt.

28.09.2026, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Ein Frachtschiff aus den Niederlanden, beladen mit Kleintransportern, fährt sich bei Niedrigwasser des Rheins im Düsseldorfer Hafen fest. Foto: Christoph R ...
Das festgefahrene Frachtschiff.Bild: DPA

Die Trockenheit samt ausbleibender Niederschläge hat dazu geführt, dass der Rhein und andere Flüsse viel weniger Wasser mit sich führen als normalerweise. Daher fahren nur noch wenige Frachtschiffe auf dem Rhein, die zudem nur wenig beladen sind. Ausserdem haben Fähren ihren Betrieb eingestellt. Der eingeschränkte Schiffsverkehr auf dem Rhein trifft auch die Industrie hart, deren Versorgung mit Rohstoffen und Ersatzteilen sich deswegen verteuert hat.

Ein Teil der Sprinter soll entladen werden

Das Schiff war vor der geplanten Abfahrt am Montag mit Transportern von Mercedes-Benz Vans aus dem Düsseldorfer Sprinter-Werk beladen worden. Das Schiff sollte nach Rotterdam fahren, wie eine Sprecherin der Transportersparte von Mercedes sagte. Die transportierten Fahrzeuge seien nicht beschädigt worden. Die Fahrzeugauslieferungen von Mercedes-Benz Vans am Standort Düsseldorf seien «dank multimodaler Transportkonzepte» derzeit nicht beeinträchtigt. Das heisst, dass es Alternativlieferungen über Züge und Lastwagen gibt.

Der Automobil-Logistiker Mosolf, der das Schiff gechartert hat, teilte mit, dass das Schiff mit reduzierter Ladungsmenge unterwegs sei. «Aktuell wird versucht, das Schiff mit Hilfe der eigenen Bugstrahlruder selbstständig wieder freizubekommen und zurück in den Hafen zu gelangen», sagte ein Mosolf-Sprecher. Am Bug sind Löcher, über die Wasser eingesogen und anderswo wieder ausgestossen wird – dadurch kann das Schiff leicht schaukeln. Der Plan ist, dass das Schiff durch diese Bewegung von der Sandbank freikommt, auf die es aufgefahren ist.

Es soll dann zurück in das Hafenbecken, um dort einige Sprinter zu entladen und das Gewicht zu reduzieren, hiess es von Mosolf. Man werde die Pegelstände weiter beobachten und gegebenenfalls Ende der Woche erneut versuchen, in den Rhein zu kommen. (sda/awp/dpa)

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