DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Billig-Airline easyJet wurde gehackt.
Die Billig-Airline easyJet wurde gehackt.
Bild: EPA

Easyjet wurde gehackt: Daten von 9 Millionen Kunden sind betroffen

Bei einem grossen Cyber-Angriff auf die Fluggesellschaft easyJet wurden auf die persönlichen Daten von 9 Millionen Kunden zugegriffen. Bei manchen Kunden geht es auch um Kreditkartendaten.
19.05.2020, 14:0219.05.2020, 19:04

Die britische Fluggesellschaft easyJet ist zum Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass auf E-Mail-Adressen und Reisedaten zugegriffen wurde und sagte, alle betroffenen Kunden würden kontaktiert werden.

Von den 9 Millionen Betroffenen wurden 2'208 Kreditkartendaten gestohlen, teile easyJet in einer Erklärung an die Börse mit.

Kunden, deren Kreditkartendaten gestohlen wurden, sind bereits kontaktiert worden, während alle anderen Betroffenen spätestens bis zum 26. Mai kontaktiert werden. Dem Sender BBC zufolge bemerkte Easyjet im Januar erste Anzeichen einer Attacke. Es gab bislang keine Angaben dazu, wer hinter dem Angriff stecken könnte.

Das Information Commissioner's Office (ICO), die britische Datenaufsichtsbehörde, hat easyJet empfohlen, sich wegen des erhöhten Risikos von Phishing-Betrug an alle Betroffenen zu wenden.

EasyJet sagte: «Es gibt keine Beweise dafür, dass persönliche Informationen jeglicher Art missbraucht wurden.» Wer keine Nachricht erhalte, sei auch nicht von dem Vorfall betroffen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Ob Schweizer Kunden betroffen sind, ist zurzeit noch nicht klar.

Happige Busse möglich

Der Hackerangriff könnte der Airline, die so wie alle unter dem Einbruch des Flugverkehrs wegen der Coronapandemie leidet, eine hohe Geldstrafe einbrocken.

Konkurrent British Airways wehrt sich noch immer gegen ein Bussgeld von umgerechnet gut 200 Millionen Euro nach dem Diebstahl von Hunderttausenden Kreditkartendaten 2018, das die zuständige Behörde ICO verhängt hatte. Auf Empfehlung der ICO bitte Easyjet die Kunden, besonders wachsam zu sein, vor allem bei E-Mails.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Hackerattacken mit zum Teil hunderten Millionen Betroffenen gegeben. Den Rekord hält der Internet-Konzern Yahoo, bei dem sich unbekannte Angreifer 2013 Zugang zu Daten von allen drei Milliarden Nutzer-Accounts verschafft. Dabei ging es um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie unkenntlich gemachte Passwörter.

Chinesen im Verdacht

Im Jahr 2018 erbeuteten Angreifer beim weltgrössten Hotelkonzern Marriott Daten aus bis zu 383 Millionen Gasteinträgen durch eine Sicherheitslücke bei der Tochtermarke Starwood. Darunter waren auch mehr als fünf Millionen unverschlüsselte Passnummern.

US-Behörden vermuten chinesische Hacker hinter dem Angriff und verweisen darauf, dass solche Daten unter anderem für Geheimdienste interessant sein könnten. Bei Ebay gelangten Hacker bei einer im Mai 2014 bekanntgewordenen Attacke an Daten von rund 145 Millionen Kunden, darunter E-Mail- und Wohnadressen sowie Login-Informationen. (awp/sda/dpa/reu)

(cki)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Lämmchen, Schnee und schöne Frauen! So toll sind Ferien in der Schweiz – jedenfalls in der Werbung

1 / 23
Lämmchen, Schnee und schöne Frauen! So toll sind Ferien in der Schweiz – jedenfalls in der Werbung
quelle: museum für gestaltung, plakatsammlung/ domenica carigiet, zürich
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der CO2-Fussabdruck von Herr und Frau Schweizer ist massiv

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zertifikate-Dealer packt aus: «Wir versorgen hauptsächlich Schweizer Kunden»

Bei Recherchen zu gefälschten Impfausweisen ist watson auf einen weiteren Anbieter in Deutschland gestossen, der gültige Zertifikate verkauft. Angeblich handelt es sich um eine Bande, die halb Europa beliefert.

Die Nachricht erreichte mich am vergangenen Dienstag über Threema: «Hey, ich verkaufe EU-Zertifikate.»

Der unbekannte Absender, dessen Pseudonym hier nicht verraten werden soll, fügte ein Zwinker-Smiley an. Und nachdem ich in den vergangenen Wochen intensiv zu den betrügerischen Angeboten bei Telegram recherchiert hatte, fiel meine Antwort äusserst kurz aus. Nämlich: «😂👍».

Ich ging davon aus, dass es sich um einen schlechten Scherz oder um einen Wichtigtuer handelte, getriggert durch den …

Artikel lesen
Link zum Artikel