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EU verlängert Russland-Sanktionen um 12 Monate

EU verlängert Russland-Sanktionen um 1 Jahr – doch ein Land stellt sich bei den neuen quer

19.06.2026, 06:4219.06.2026, 06:42

Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten am Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von Ratschef António Costa mitteilte.

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Giorgia Meloni, Kaja Kallas und Roberta Metsola beim EU-Gipfel am Donnerstag.Bild: keystone

In den vergangenen Jahren hatte stets der damalige ungarische Regierungschef Viktor Orbán eine einjährige Verlängerung blockiert. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar gilt als deutlich russlandkritischer als sein Vorgänger, der enge Kontakte zu Kremlchef Wladimir Putin pflegte.

Die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine umfassen insbesondere Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen, im Energiesektor sowie in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern. Darüber besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg, und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt.

Der Gesetzestext zur Sanktionsverlängerung soll in den nächsten Wochen vom Ministerrat beschlossen werden. Dies gilt als Formalie.

EU plant neue Sanktionen

In einer Gipfelerklärung zum Ukraine-Krieg heisst es, die Europäische Union bleibe entschlossen, «den Druck auf Russland weiter zu erhöhen und die russische Kriegswirtschaft weiter zu schwächen, damit Russland seinen brutalen Angriffskrieg beendet und ernsthafte Friedensverhandlungen aufnimmt». Dazu soll es demnach etwa weitere Schritte zur Verringerung der russischen Energieeinnahmen, zur Eindämmung der Aktivitäten der russischen Schattenflotte und zur Isolierung des russischen Bankensystems geben.

Zugleich fordern die Staats- und Regierungschefs Russland erneut zu einem Stopp aller Angriffe auf. Das Land müsse echten Friedenswillen zeigen, einer vollständigen, bedingungslosen und sofortigen Waffenruhe zuzustimmen und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen.

Bulgarien blockiert

Zum ersten Mal seit Dezember 2024 stimmten alle 27 Mitgliedstaaten den Erklärungen zur Ukraine zu. Möglich wurde auch das durch die Abwahl Orbans. Für einen Wermutstropfen sorgt bei Unterstützern der Ukraine allerdings, dass Bulgariens neuer Regierungschef Rumen Radew Teile des geplanten nächsten EU-Sanktionspakets ablehnt.

Ukraine's President Volodymyr Zelenskyy, left, greets Bulgaria's Prime Minister Rumen Radev during a round table meeting at the EU summit in Brussels, Thursday, June 18, 2026. (AP Photo/Geer ...
Bulgariens neuer Regierungschef Rumen Radew schüttelt Selenskyj die Hand.Bild: keystone

Radew bestätigte beim Gipfel, dass er Sanktionen gegen den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill und auch einzelne wirtschaftliche Strafmassnahmen verhindern will. Man werde keine Sanktionen zulassen, die der bulgarischen Wirtschaft schadeten oder Risiken für sie mit sich brächten, sagte er. Als ein Beispiel nannte er Sanktionen gegen den russischen Energieriesen Lukoil. (dab/sda/dpa)

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Potzholzöpfel
19.06.2026 07:49registriert August 2019
Mann sollte die EU endlich reformieren und die Einstimmigkeit abschaffen. Das würde ihr viel mehr Dynamik schenken. Die Erpressbarkeit durch einzelne Abtrünnige ist nicht auszuhalten.
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Knut Knallmann
19.06.2026 07:44registriert Oktober 2015
„Man werde keine Sanktionen zulassen, die der bulgarischen Wirtschaft schadeten oder Risiken für sie mit sich brächten.“ Das grösste Risiko ist nach wie vor Russland. Ein Land, dass nicht davor zurückschreckt ein anderes Land für seine Machtansprüche anzugreifen. Wie man glauben kann Risiken zu reduzieren, in dem man mit solchen Verbrechern Geschäfte macht, werde ich nie verstehen.
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