Kurz nach einer russischen Erklärung hat die Ukraine ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. «Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai», teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. (sda/dpa)

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Selenskyj kündigt Waffenruhe ab Mittwoch an +++ Russland: Waffenruhe für 8. und 9. Mai
Die aktuellsten Nachrichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den geopolitischen Auswirkungen im Liveticker.
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21:01
Selenskyj kündigt Waffenruhe ab Mittwoch an
19:50
Russland verkündet Waffenruhe für 8. und 9. Mai
Russland hat im Krieg gegen die Ukraine eine zweitägige Waffenruhe um den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai angeordnet. Diese gelte auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin am 8. und 9. Mai, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Moskau zähle darauf, dass die ukrainische Seite dem Beispiel folge. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor Journalisten mitgeteilt, dass Kiew keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten habe.
Moskau droht mit Vergeltungsangriff auf Zentrum von Kiew
Für den Fall ukrainischer Angriffe zu den Siegesfeiern am 9. Mai drohte Russland mit Vergeltung. «Die Streitkräfte der Russischen Föderation werden einen massiven Raketenschlag auf das Zentrum von Kiew durchführen», schrieb das Ministerium. Aus «humanitären Überlegungen» habe Moskau trotz vorhandener Möglichkeiten bisher davon abgesehen. Die Zivilbevölkerung und Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen sollten dann die Dreimillionenstadt rechtzeitig verlassen.
Über eine mögliche Waffenruhe über den Feiertag hatten zuerst Putin und US-Präsident Donald Trump bei einem Telefonat Ende April gesprochen. Putin erwäge eine solche Feuerpause, sagte dessen aussenpolitischer Berater Juri Uschakow. Aber auch Trump nahm in Washington die Initiative für sich in Anspruch.
Selenskyj forderte daraufhin von den USA Aufklärung, was genau besprochen worden sei. Die Ukraine trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und einen mit Sicherheitsgarantien versehenen Frieden ein, sagte er. (sda/dpa)
Moskau droht mit Vergeltungsangriff auf Zentrum von Kiew
Für den Fall ukrainischer Angriffe zu den Siegesfeiern am 9. Mai drohte Russland mit Vergeltung. «Die Streitkräfte der Russischen Föderation werden einen massiven Raketenschlag auf das Zentrum von Kiew durchführen», schrieb das Ministerium. Aus «humanitären Überlegungen» habe Moskau trotz vorhandener Möglichkeiten bisher davon abgesehen. Die Zivilbevölkerung und Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen sollten dann die Dreimillionenstadt rechtzeitig verlassen.
Über eine mögliche Waffenruhe über den Feiertag hatten zuerst Putin und US-Präsident Donald Trump bei einem Telefonat Ende April gesprochen. Putin erwäge eine solche Feuerpause, sagte dessen aussenpolitischer Berater Juri Uschakow. Aber auch Trump nahm in Washington die Initiative für sich in Anspruch.
Selenskyj forderte daraufhin von den USA Aufklärung, was genau besprochen worden sei. Die Ukraine trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und einen mit Sicherheitsgarantien versehenen Frieden ein, sagte er. (sda/dpa)
12:39
Selenskyj hofft auf rasche Auszahlung von EU-Kredit
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf eine rasche Auszahlung des Kredites über 90 Milliarden Euro (rund 82,5 Milliarden Franken) von der Europäischen Union.
«Es ist nötig, dass das Geld so schnell wie möglich eintrifft und die Ukraine ihr Programm zur Widerstandsfähigkeit in Vorbereitung auf den Winter umsetzen kann», schrieb er auf der Onlineplattform X.
Vor dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan traf sich Selenskyj im engeren Kreis mit den europäischen Partnern, die ihm in Gesprächen mit Washington zur Seite stehen. Dazu zählten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (sda/dpa)

«Es ist nötig, dass das Geld so schnell wie möglich eintrifft und die Ukraine ihr Programm zur Widerstandsfähigkeit in Vorbereitung auf den Winter umsetzen kann», schrieb er auf der Onlineplattform X.
Vor dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan traf sich Selenskyj im engeren Kreis mit den europäischen Partnern, die ihm in Gesprächen mit Washington zur Seite stehen. Dazu zählten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. (sda/dpa)
12:37
Tote bei russischem Angriff in der Ukraine
Im ostukrainischen Gebiet Charkiw sind bei einem russischen Raketenangriff mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 18 Personen seien bei der Attacke auf die Stadt Merefa verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region, Oleh Synjehubow, bei Telegram.
Getötet wurden demnach ein 50-jähriger und ein 63-jähriger Mann sowie zwei Frauen im Alter von 41 und 52 Jahren. Mehrere Wohnhäuser, Hochhäuser und Läden seien beschädigt worden. Auch die Siedlung Besljudiwka wurde demnach mit einer Drohne angegriffen. (sda/dpa)

Getötet wurden demnach ein 50-jähriger und ein 63-jähriger Mann sowie zwei Frauen im Alter von 41 und 52 Jahren. Mehrere Wohnhäuser, Hochhäuser und Läden seien beschädigt worden. Auch die Siedlung Besljudiwka wurde demnach mit einer Drohne angegriffen. (sda/dpa)
17:23
Opfer nach russischen Angriffen auf Dnipro und Saporischschja
In der südostukrainischen Industriestadt Dnipro ist mindestens ein Mensch bei russischen Raketenangriffen getötet worden. Elf weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sechs Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Nach Auskunft von Bürgermeister Borys Filatow wurden bei dem Angriff ein Studentenwohnheim, zwei Hochschulgebäude und mehrere Wohnhäuser beschädigt.
Auch in der rund 50 Kilometer südlich gelegenen Grossstadt Saporischschja wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen bei russischen Drohnenangriffen verletzt.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. (sda/dpa)
Auch in der rund 50 Kilometer südlich gelegenen Grossstadt Saporischschja wurden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen bei russischen Drohnenangriffen verletzt.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. (sda/dpa)
16:02
Selenskyj reist zu Europäischem Gipfel in Armenien an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in der armenischen Hauptstadt Eriwan gelandet, um am Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) teilzunehmen. Bei dem Treffen gehe es vor allem um die Stärkung der kollektiven Sicherheit und eine verbesserte Koordination mit allen Partnern, schrieb er auf Telegram zu Bildern seiner Landung.
Am EPG-Gipfel am 4. Mai in Eriwan nehmen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs teil, vor allem aus den EU-Ländern. Das Treffen dient vor allem dem informellen Austausch. Belarus und Russland sind wegen des Kriegs in der Ukraine vom Gipfel ausgeschlossen.
Die armenischen Gastgeber, einst enge Bündnispartner Russlands, wollen bei dem eintägigen Gipfel in der Hauptstadt Eriwan am Montag Energiesicherheit und wirtschaftliche Entwicklung, Sicherheitspolitik und die Stärkung der Demokratie zum Thema machen. (sda/dpa)
Am EPG-Gipfel am 4. Mai in Eriwan nehmen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs teil, vor allem aus den EU-Ländern. Das Treffen dient vor allem dem informellen Austausch. Belarus und Russland sind wegen des Kriegs in der Ukraine vom Gipfel ausgeschlossen.
Die armenischen Gastgeber, einst enge Bündnispartner Russlands, wollen bei dem eintägigen Gipfel in der Hauptstadt Eriwan am Montag Energiesicherheit und wirtschaftliche Entwicklung, Sicherheitspolitik und die Stärkung der Demokratie zum Thema machen. (sda/dpa)
15:59
Ukraine: Neuer Drohnenangriff bei besetztem AKW gemeldet
Ein Strahlenlabor des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist von einer Drohne angegriffen worden. Darüber habe das AKW informiert, berichtete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. Das AKW ist von Russland besetzt. Es sei unklar, ob das Labor, das sich ausserhalb des abgesicherten Kraftwerksgeländes befindet, beschädigt wurde, hiess es von der IAEA.
Die IAEA forderte Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es von dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement. Allerdings wurde erst Anfang der Woche nach Angaben der Besatzungsbehörden ein AKW-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff getötet.
Kiew kommentierte diesen Vorfall nicht und äusserte sich zunächst auch nicht über den Angriff auf das Labor.
Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein IAEA-Team ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern. (sda/dpa)
Die IAEA forderte Zugang zu dem Labor. Jeder Angriff in der Nähe einer Atomanlage könne ein Risiko für die nukleare Sicherheit bedeuten, warnte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es von dem von Russland eingesetzten Kraftwerksmanagement. Allerdings wurde erst Anfang der Woche nach Angaben der Besatzungsbehörden ein AKW-Mitarbeiter bei einem Drohnenangriff getötet.
Kiew kommentierte diesen Vorfall nicht und äusserte sich zunächst auch nicht über den Angriff auf das Labor.
Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt grösste Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom. Mehrere ukrainische Rückeroberungsversuche scheiterten. Ein IAEA-Team ist ständig vor Ort, um die Lage zu beobachten und durch seine Präsenz einen Atomunfall zu verhindern. (sda/dpa)
12:25
Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Nacht sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. So seien in der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer zwei Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere hätten Verletzungen davongetragen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets mit. Die russischen Drohnen trafen demnach sowohl die Infrastruktur des Hafens als auch private Wohnhäuser.
Odessa ist als wichtiger Hafen in Frontnähe ein häufiges Ziel für russische Drohnen und Raketen in dem seit mehr als vier Jahre andauernden Krieg. So wurden erst zu Wochenbeginn bei einem schweren Drohnenangriff mehr als ein Dutzend Menschen in der Stadt verletzt.
In der ebenfalls am Schwarzen Meer liegenden Stadt Mykolajiw wurden bei einem Raketenangriff fünf Personen verletzt. Bei der Attacke am frühen Morgen seien mehrere Einfamilienhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Witalij Kim mit.
Und auch das unmittelbar an der Frontlinie liegende Cherson wurde einmal mehr von russischen Drohnen beschossen. Unter Beschuss gerieten dabei ebenfalls in der Frühe ein privates Kraftfahrzeug und ein Krankenwagen. Ein 60-jähriger Mann sei dabei getötet, fünf weitere Personen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. (sda/dpa)
Odessa ist als wichtiger Hafen in Frontnähe ein häufiges Ziel für russische Drohnen und Raketen in dem seit mehr als vier Jahre andauernden Krieg. So wurden erst zu Wochenbeginn bei einem schweren Drohnenangriff mehr als ein Dutzend Menschen in der Stadt verletzt.
In der ebenfalls am Schwarzen Meer liegenden Stadt Mykolajiw wurden bei einem Raketenangriff fünf Personen verletzt. Bei der Attacke am frühen Morgen seien mehrere Einfamilienhäuser beschädigt worden, teilte Gouverneur Witalij Kim mit.
Und auch das unmittelbar an der Frontlinie liegende Cherson wurde einmal mehr von russischen Drohnen beschossen. Unter Beschuss gerieten dabei ebenfalls in der Frühe ein privates Kraftfahrzeug und ein Krankenwagen. Ein 60-jähriger Mann sei dabei getötet, fünf weitere Personen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. (sda/dpa)
19:50
Selenskyj sanktioniert seinen ersten Kanzleichef
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Sanktionen gegen seinen früheren Bürochef Andrij Bohdan verhängt. Unter anderem werden Bohdan staatliche Auszeichnungen aberkannt, sein Vermögen wird eingefroren und es werden Handelsgeschäfte untersagt, wie aus dem veröffentlichten Dekret hervorgeht. Die Massnahmen gelten vorerst für zehn Jahre. Eine Begründung wurde nicht genannt. Bohdan leitete das Präsidentenbüro von Mai 2019 bis Februar 2020.
Der Jurist selbst vermutete bei Facebook ein Gekränktsein Selenskyjs wegen kürzlicher Medienberichte über eine mögliche Verstrickung des Staatschefs und seiner Frau Olena in korrupte Geschäfte. Demnach unterstellt Selenskyj einen Zusammenhang zwischen den Veröffentlichungen und Bohdans Tätigkeit als Anwalt.
Erst im April hatte Selenskyj in den Niederlanden einen weiteren Preis als Verteidiger der Freiheit erhalten. Er geht jedoch seit langem auch gegen ukrainische Staatsbürger mit Sanktionen ohne Gerichtsverfahren vor, darunter Oppositionelle wie Ex-Präsident Petro Poroschenko und Journalisten. (sda/dpa)
Der Jurist selbst vermutete bei Facebook ein Gekränktsein Selenskyjs wegen kürzlicher Medienberichte über eine mögliche Verstrickung des Staatschefs und seiner Frau Olena in korrupte Geschäfte. Demnach unterstellt Selenskyj einen Zusammenhang zwischen den Veröffentlichungen und Bohdans Tätigkeit als Anwalt.
Erst im April hatte Selenskyj in den Niederlanden einen weiteren Preis als Verteidiger der Freiheit erhalten. Er geht jedoch seit langem auch gegen ukrainische Staatsbürger mit Sanktionen ohne Gerichtsverfahren vor, darunter Oppositionelle wie Ex-Präsident Petro Poroschenko und Journalisten. (sda/dpa)
11:27
Ukraine will russische Kampfjets im Ural attackiert haben
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben zwei russische Kampfjets im Uralgebirge rund 1700 Kilometer von der Grenze entfernt mit Drohnen angegriffen. «Getroffen wurden eine Su-57 und eine Su-34», heisst es in einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs vom Freitag. Der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, schrieb später auf Telegram von einer weiteren nicht identifizierten Maschine des Flugzeugbauers Suchoi, die ebenfalls getroffen worden sei.
Der Angriff auf den Militärflugplatz Schagol im Gebiet Tscheljabinsk soll demnach bereits Ende vergangener Woche erfolgt sein. Das Ausmass der Schäden werde noch geprüft, heisst es.
Der Jet Suchoi vom Typ Su-57 gilt dabei als modernstes Mehrzweckkampfflugzeug der russischen Streitkräfte. Die Maschinen wurden erst 2020 in Dienst gestellt und bislang in noch geringer Stückzahl produziert. Die Su-34 wiederum ist nach Angaben von Browdi das Flugzeug, welches Russland am häufigsten für den Abwurf von Gleitbomben nutzt. Ziel sind nicht nur ukrainische Stellungen, sondern auch frontnahe Städte wie Charkiw, die dabei schwer zerstört wurden. (sda/dpa)
Der Angriff auf den Militärflugplatz Schagol im Gebiet Tscheljabinsk soll demnach bereits Ende vergangener Woche erfolgt sein. Das Ausmass der Schäden werde noch geprüft, heisst es.
Der Jet Suchoi vom Typ Su-57 gilt dabei als modernstes Mehrzweckkampfflugzeug der russischen Streitkräfte. Die Maschinen wurden erst 2020 in Dienst gestellt und bislang in noch geringer Stückzahl produziert. Die Su-34 wiederum ist nach Angaben von Browdi das Flugzeug, welches Russland am häufigsten für den Abwurf von Gleitbomben nutzt. Ziel sind nicht nur ukrainische Stellungen, sondern auch frontnahe Städte wie Charkiw, die dabei schwer zerstört wurden. (sda/dpa)
09:00
Ukraine: Tote bei russischer Attacke auf Kleinbus
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ums Leben gekommen. «Darüber hinaus sind noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden – sechs Männer und eine Frau», teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 7.00 Uhr morgens Ortszeit (6.00 MEZ).
Kurz nach Beginn des Kriegs in der Ukraine eroberte Russland Cherson. Die russischen Militärs mussten die Gebietshauptstadt am Dnipro im Herbst 2022 nach einer ukrainischen Gegenoffensive wieder räumen und sich hinter den Fluss zurückziehen. Seither verläuft die Frontlinie unmittelbar östlich der Stadt. Cherson wird daher immer wieder von den russischen Truppen mit Artillerie, Drohnen und Raketen beschossen. (sda/dpa)
Kurz nach Beginn des Kriegs in der Ukraine eroberte Russland Cherson. Die russischen Militärs mussten die Gebietshauptstadt am Dnipro im Herbst 2022 nach einer ukrainischen Gegenoffensive wieder räumen und sich hinter den Fluss zurückziehen. Seither verläuft die Frontlinie unmittelbar östlich der Stadt. Cherson wird daher immer wieder von den russischen Truppen mit Artillerie, Drohnen und Raketen beschossen. (sda/dpa)
15:19
Nach Telefonat Trump-Putin: Selenskyj für längere Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die USA um Aufklärung über den Moskauer Vorschlag einer Waffenruhe zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai.
«Wir werden klären, worum es genau geht - um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um mehr», schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hatten am Vorabend bei einem Telefonat über eine begrenzte Waffenruhe gesprochen. Selenskyj wies sein Team an, sich mit den Amerikanern in Verbindung zu setzen. «Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden», erklärte er.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erwiderte, für die Durchsetzung der Waffenruhe zum Tag des Sieges sei die Zustimmung Kiews nicht nötig. «Das ist eine Entscheidung des russischen Staatsoberhaupts, und sie wird realisiert», sagte Peskow. Natürlich sei eine angemessene Reaktion aus Kiew erwartet worden. «Bisher ist das nicht erfolgt», sagte der Kremlsprecher und wies damit die weitergehenden Forderungen Selenskyjs zurück. (sda/dpa)
«Wir werden klären, worum es genau geht - um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um mehr», schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hatten am Vorabend bei einem Telefonat über eine begrenzte Waffenruhe gesprochen. Selenskyj wies sein Team an, sich mit den Amerikanern in Verbindung zu setzen. «Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden», erklärte er.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erwiderte, für die Durchsetzung der Waffenruhe zum Tag des Sieges sei die Zustimmung Kiews nicht nötig. «Das ist eine Entscheidung des russischen Staatsoberhaupts, und sie wird realisiert», sagte Peskow. Natürlich sei eine angemessene Reaktion aus Kiew erwartet worden. «Bisher ist das nicht erfolgt», sagte der Kremlsprecher und wies damit die weitergehenden Forderungen Selenskyjs zurück. (sda/dpa)
22:37
Russland verstärkt Angriffe in der Ostukraine
Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt. Der Generalstab in Kiew teilte mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstösse von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden.
Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
Ukraines Armeechef Olexander Syrskyj sprach am Sonntag bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie. (sda/dpa)
Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.
Ukraines Armeechef Olexander Syrskyj sprach am Sonntag bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie. (sda/dpa)
11:09
Selenskyj fordert Ende von Moskaus «nuklearem Terrorismus»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zum 40. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl eine Beendigung des russischen «nuklearen Terrorismus» gefordert. Mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine und Drohnenangriffen bringe Russland die Welt erneut an den Rand einer Katastrophe, teilte Selenskyj in einem Telegram-Kanal mit. Voriges Jahr wurde die Sicherheitshülle aus Stahl über dem Unglücksreaktor 4 des am 26. April 1986 havarierten Kraftwerks beschädigt.
Das Bauwerk solle den Strahlenaustritt und die Kontamination verhindern, seine Erhaltung liege im Interesse aller, sagte Selenskyj. Die Kosten für die Reparatur der Stahlkonstruktion werden mit einer halben Milliarde Euro veranschlagt.
«Die Welt darf nicht zulassen, dass dieser nukleare Terrorismus weitergeht, und der beste Weg ist, Russland zu zwingen, seine wahnsinnigen Angriffe einzustellen», sagte Selenskyj. Er fordert seit langem auch ein Ende der russischen Besetzung des Atomkraftwerks Saporischschja, das Moskaus Atomkonzern Rosatom nach Beginn des Krieges unter seine Kontrolle brachte.
Selenskyj erinnerte mit einem Video an die grösste Nuklearkatastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft vor 40 Jahren in der damals zur Sowjetunion gehörenden Ukraine. «Ehre sei allen Opfern der Katastrophe von Tschernobyl», sagte er. (sda/dpa)
Das Bauwerk solle den Strahlenaustritt und die Kontamination verhindern, seine Erhaltung liege im Interesse aller, sagte Selenskyj. Die Kosten für die Reparatur der Stahlkonstruktion werden mit einer halben Milliarde Euro veranschlagt.
«Die Welt darf nicht zulassen, dass dieser nukleare Terrorismus weitergeht, und der beste Weg ist, Russland zu zwingen, seine wahnsinnigen Angriffe einzustellen», sagte Selenskyj. Er fordert seit langem auch ein Ende der russischen Besetzung des Atomkraftwerks Saporischschja, das Moskaus Atomkonzern Rosatom nach Beginn des Krieges unter seine Kontrolle brachte.
Selenskyj erinnerte mit einem Video an die grösste Nuklearkatastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung der Atomkraft vor 40 Jahren in der damals zur Sowjetunion gehörenden Ukraine. «Ehre sei allen Opfern der Katastrophe von Tschernobyl», sagte er. (sda/dpa)
Das Wichtigste in Kürze
- Im Februar 2022 befahl der russische Präsident Wladimir Putin einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zunächst wurde das gesamte Staatsgebiet des Nachbarlandes angegriffen, mittlerweile konzentrieren sich die Kampfhandlungen auf den Osten, wo Russland gelegentlich kleine Geländegewinne verbuchen kann. Von den ursprünglichen Kriegszielen ist der Kreml aber weit entfernt.
- Russland überzieht ukrainische Städte und das Energienetz mit massiven Raketen- und Drohnenwellen; immer wieder werden auch Wohnhäuser getroffen. Kiew reagiert mit weitreichenden Drohnenangriffen auf russische Öllager und Rüstungsbetriebe, um Moskaus Kriegskasse und Nachschub zu schwächen.
- Donald Trumps Versuche, Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj an einen Tisch zu bringen, blieben erfolglos. Während der Kreml weiterhin Maximalforderungen stellt und auf Gebietsabtretungen beharrt, knüpft die Ukraine Gespräche an klare Sicherheitszusagen und eine strikte Überwachung des Waffenstillstands durch den Westen.
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