International
EU

May erleidet weitere Niederlage im Parlament

epa07269292 British Prime Minister Theresa May departs Downing Street for Parliament in London, Britain, 08 January 2019. Members of British Parliament will vote on the Brexit deal on 14 January 2019. ...
Theresa May erhält beim Brexit vom Parlament nur wenig Zustimmung. Bild: EPA/EPA

May erleidet weitere Niederlage im Parlament – Neue Hürde für «No-Deal Brexit»

09.01.2019, 00:0809.01.2019, 09:37

Wenige Tage vor der angekündigten Abstimmung über den Brexit hat die britische Premierministerin Theresa May im Parlament einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Zudem bleibt der Austrittstermin – entgegen von Spekulationen – bestehen.

Die Abgeordneten setzten am Dienstag durch, dass die Regierung ausdrücklich die Zustimmung des britischen Parlaments für einen Austritt aus der EU ohne Vereinbarung («No-Deal Brexit») benötigt, bevor sie auf bestimmte Befugnisse bei der Steuer-Gesetzgebung zurückgreifen kann. 303 Parlamentarier stimmten für diesen Weg. 296 Abgeordnete votierten dagegen.

Ein Regierungssprecher sagte dazu am Dienstagabend, trotz des Ergebnisses werde sich der Fakt nicht ändern, dass Grossbritannien die EU am 29. März verlasse.

Offenes Ergebnis

Mays Büro hatte zuvor gesagt, bei dem Thema des Votums handele es sich eher um eine eher technische Sache. Tatsächlich spiegelt das Ergebnis aber auch Mays schwache Position wider. Das Parlament soll Medienberichten zufolge am 15. Januar über den Vertrag abstimmen, den May mit der EU über den Austritt verhandelt hat. Der Ausgang ist offen.

May hat erklärt, das Parlament müsse der Vereinbarung zustimmen, wenn es einen ungeregelten Brexit verhindern wolle. Im Dezember hatte sie das Votum kurzfristig verschoben, nachdem sich im Parlament eine Ablehnung abzeichnete. Widerstand kam dabei auch aus Mays eigener Partei.

Die Regierung hat erklärt, dass Grossbritannien die EU ohne einen Deal verlässt, falls das Unterhaus dem ausgehandelten Vertrag mit der Staatengemeinschaft nicht zustimmt. Austrittsdatum ist bisher der 29. März. Am Dienstag hatte es Spekulationen gegeben, der Termin könnte verschoben werden. (sda/reu)

Das sagen die Briten zum Brexit-Chaos:

Video: srf

Demonstration gegen den Brexit:

1 / 11
Demonstration gegen den Brexit
Demonstranten zeigen in London klar Flagge für die EU. (Bild: REUTERS/Luke MacGregor)
quelle: x01981 / luke macgregor
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Stefan Raab: RTL-Chef gesteht Fehler bei Comeback ein
Der Entertainer kehrte 2024 nach zehn Jahren Pause ins TV zurück – mit einem Millionendeal bei RTL. Es folgten mehrere Quotenflops, auf die der Sender jetzt reagiert.
Lange galt er als einer der grössten Entertainer im deutschen Fernsehen und feierte mit seinen Showformaten riesige Erfolge. Doch im Dezember 2015 verabschiedete sich Stefan Raab aus dem deutschen Fernsehen und der Öffentlichkeit. Fast zehn Jahre lang herrschte Funkstille, bis er im Herbst 2024 sein Comeback feierte – bei RTL statt bei seinem früheren Heimsender ProSieben.
Zur Story