International
Gesellschaft & Politik

Selenskyj über Lukaschenko: «Entschuldigung kann er für sich behalten»

Selenskyj über Lukaschenko: «Seine Entschuldigung kann er für sich behalten»

21.06.2026, 21:4921.06.2026, 21:49
epa13046909 Ukraine's President Volodymyr Zelensky arrives for the European Council summit in Brussels, Belgium, 18 June 2026. European leaders are gathering in Brussels for a two-day meeting pac ...
Wolodymyr Selenskyj fordert von Alexander Lukaschenko Taten statt Worte.Bild: keystone

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko konkrete Schritte zur Deeskalation. «Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren», sagte er in einem Interview ukrainischer Medien. Eine blosse Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht: «Sein ‹Ich entschuldige mich› soll er für sich behalten, das funktioniert seit dem ersten Tag des Kriegs nicht mehr.»

Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands. Beim Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 griff die russische Armee auch von belarussischem Gebiet aus in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew an, musste sich aber nach schweren Verlusten zurückziehen. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen und warnt Minsk davor.

Selenskyj fordert Abschaltung von Relaisstationen

Lukaschenko hatte erst vor kurzem Moskau und Kiew aufgerufen, den Krieg zu beenden, da ein militärischer Sieg für beide Seiten unrealistisch sei. Zugleich betonte er, die Ukraine habe von Belarus nichts zu befürchten und entschuldigte sich bei Selenskyj.

Kiew sieht sich derzeit durch mehrere russische Relaisstationen auf belarussischem Gebiet bedroht. Solche technischen Zwischenstationen leiten Signale weiter; nach ukrainischer Darstellung nutzt Russland sie, um Drohnen bei Angriffen auf Ziele in der Ukraine zu steuern. Selenskyj hatte Lukaschenko bereits mehrfach aufgefordert, die Anlagen abzubauen: «Wenn sie es nicht abschalten, werden wir es abschalten, Punkt.» (sda/dpa)

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Diese Lösung zur Klimarettung hat einen Haken
CO2 aus der Luft filtern und tief im Boden speichern: Mit dieser Technologie sollen klimaschädliche Emissionen reduziert werden. Immer mehr Unternehmen setzen auf CO2-Abscheidung, um ihre Klimaziele zu erreichen. Doch die heutigen Kapazitäten sind verschwindend klein.
Die wichtigsten Akteure der Industrie, Vertreter der Luftfahrt und zahlreiche Staaten betonen es immer wieder: In den kommenden Jahren wollen sie aufhören, die Umwelt zu verschmutzen. Meist nennen sie dafür das Jahr 2050. Auch die Schweiz hat versprochen, bis dahin klimaneutral zu werden. Dafür müsse sie ihre Treibhausgasemissionen «drastisch reduzieren», schreibt das Bundesamt für Umwelt.
Zur Story