International
Gesellschaft & Politik

Litauen beantragt internationale Ermittlungen gegen Belarus

Litauen beantragt internationale Ermittlungen gegen Belarus

30.09.2024, 19:0627.03.2025, 11:52
Alexander Lukaschenko, Pr
Alexander Lukaschenko (im Bild) ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.Bild: sda

Litauen hat beim Internationalen Strafgerichtshof Ermittlungen gegen die Führung von Belarus wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beantragt. Die autokratische Führung von Präsident Alexander Lukaschenko habe etwa gewalttätige Deportationen und Verfolgungen befohlen, heisst es in dem Antrag, den der Strafgerichtshof in Den Haag veröffentlichte. Chefankläger Karim Khan sagte die Prüfung des Antrags zu.

Belarus gehört diesem Weltstrafgericht zwar nicht an. Aber Litauen ist Vertragsstaat und gibt an, dass Teile dieser mutmasslichen Verbrechen auf seinem Grundgebiet verübt worden seien. In dem Fall wäre der Ankläger befugt, zu ermitteln.

Hunderttausende Belarussen seien mit Gewalt vertrieben worden und würden nun in Litauen oder anderswo in der EU leben, erklärte Litauen. Die mutmasslichen Verbrechen hätten im April 2020 begonnen und würden bis heute andauern.

Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gegen ihn ermittelt der Chefankläger bereits. Er hatte Haftbefehle erlassen gegen Putin, seinen Generalstabschef, den früheren Verteidigungsminister sowie die Beauftragte für Kinderrechte. (sda/dpa/lyn)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ukraine attackiert Raffinerie im Wolgagabiet Samara mit Drohnen
Im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist offiziellen Angaben nach ein Mann durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen.
«Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind», teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und an einem Industrieobjekt, schrieb er zudem, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Dabei handle es sich um die Ölraffinerie in Sysran, berichtete das unabhängige Internetportal «Astra» nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken. In der Anlage sind mehrere grosse Brände zu sehen.
Zur Story