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Ukraine attackiert Raffinerie im Wolgagabiet Samara mit Drohnen

KEYPIX - epa13003124 A Serviceman of the 13th Khartiia Brigade of the National Guard of Ukraine takes part in a tactical training exercise on a shooting range at an undisclosed location in the Kharkiv ...
Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert (Symbolbild).Bild: keystone

Ukraine attackiert Raffinerie im Wolgagabiet Samara mit Drohnen

Im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist offiziellen Angaben nach ein Mann durch ukrainische Drohnenangriffe ums Leben gekommen.
12.07.2026, 07:5312.07.2026, 09:13

«Drei Personen wurden verletzt, darunter auch ein Kind», teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Es gebe Schäden an Wohnhäusern und an einem Industrieobjekt, schrieb er zudem, ohne genauere Angaben dazu zu machen. Dabei handle es sich um die Ölraffinerie in Sysran, berichtete das unabhängige Internetportal «Astra» nach Auswertung von Bildern und Videos aus sozialen Netzwerken. In der Anlage sind mehrere grosse Brände zu sehen.

Der ukrainische Generalstab bestätigte später die Attacke. Explosionen und Brände seien auf dem Gelände fixiert worden, heisst es in der Mitteilung des Generalstabs. Neben der Raffinerie haben die Drohnen nach Angaben aus Kiew auch zehn weitere Öltanker und vier Fähren im Asowschen Meer getroffen.

Das russische Militär hat eigenen Angaben nach in der Nacht 349 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Grössenordnung deckt sich mit den Angriffen der vergangenen Tage.

Sysran bereits mehrfach im Visier

Die Ukraine hat die Raffinerie in Sysran schon mehrfach attackiert. Zuletzt musste die Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 8,5 Millionen Tonnen Ende Mai nach einem Angriff ihre Arbeit einstellen. Die zum staatlichen Ölkonzern Rosneft gehörende Raffinerie produziert unter anderem Benzin, Diesel und Kerosin. In Russland herrscht wegen der ständigen ukrainischen Angriffe auf die Ölverarbeitungskapazitäten inzwischen ein Treibstoffdefizit. Tankstellen geben Sprit nur noch in begrenzten Mengen aus und die Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt noch welchen zu bekommen.

Kiew setzt seit Monaten auf diese Taktik, um Russlands Präsident Wladimir Putin, der vor mehr als vier Jahren die Invasion in die Ukraine befohlen hat, zu Verhandlungen zu bewegen. Russland fordert für einen Frieden unter anderem die Übergabe von Landstrichen, die die russische Armee auch mehr als vier Jahre nach dem Einmarsch immer noch nicht erobern konnte. (sda/dpa)

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quelle: keystone / alex babenko
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