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Kampfsportler McGregor zieht Präsidentschaftskandidatur für Irland zurück

Conor McGregor outside the High Court in Dublin, Ireland Wednesday, Nov. 6, 2024. (Brian Lawless/PA via AP)
Conor Anthony McGregor ist ein irischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer.Bild: keystone

Kampfsportler McGregor zieht Präsidentschaftskandidatur zurück

15.09.2025, 14:4415.09.2025, 14:44

Der umstrittene irische Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im Oktober zurückgezogen. Nach «reiflicher Überlegung» und Rücksprache mit seiner Familie habe er die Entscheidung getroffen, nicht bei der Wahl anzutreten, erklärte McGregor am Montag im Onlinedienst X.

Der 36-jährige Sportler gilt als bekannte Stimme der Anti-Einwanderungs-Bewegung in Irland und musste sich wegen Sexualstraftaten vor Gericht verantworten.

McGregor erklärte, sein «Engagement für Irland» werde mit dem Rückzug seiner Kandidatur nicht enden. Es gebe eine «sehr sichtbare und lautstarke Bewegung irischer Patrioten», die sich von der «woken Politik» im Stich gelassen fühle. Er kritisierte zudem das irische Wahlgesetz, das für eine Präsidentschaftskandidatur die Unterstützung von 20 Abgeordneten oder vier Verwaltungsbezirken vorsieht. Diese Vorgaben bezeichnete McGregor als «demokratisches Defizit gegen den Willen des irischen Volkes».

McGregor trägt den Spitznamen «der Berüchtigte» und ist einer der berühmtesten Vertreter der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA). Im März wurde er von US-Präsident Donald Trump anlässlich des St. Patrick's Day im Weissen Haus empfangen.

Im Juli verlor McGregor ein Berufungsverfahren gegen eine Schadenersatzzahlung wegen Vergewaltigungsvorwürfen. Ein Gericht hatte McGregor im November zur Zahlung eines Schadenersatzes in Höhe von fast 250'000 Euro an das mutmassliche Opfer verurteilt.

Die 35-jährige Frau hatte McGregor vorgeworfen, sie 2018 in einem Hotel in der irischen Hauptstadt Dublin «brutal vergewaltigt und misshandelt» zu haben. Der Kampfsportler wies die Vorwürfe zurück und betonte, der Sex sei einvernehmlich gewesen.

Ireland's President Michael D. Higgins speaks to the United Nations General Assembly during Summit of the Future, Sunday, Sept. 22, 2024 at U.N. headquarters. (AP Photo/Frank Franklin II)
Michael D. Higgins ist seit 2011 Präsident von Irland.Bild: keystone

Bei der Präsidentschaftswahl am 24. Oktober wird über die Nachfolge für Irlands Präsident Michael D. Higgins entschieden, der das Amt seit 2011 innehatte. Drei Kandidatinnen und Kandidaten wurden bereits offiziell bestätigt: die linke Politikerin Catherine Connolly sowie Jim Gavin und Heather Humphreys von den beiden konservativen Regierungsparteien Fianna Fail und Fine Gael.

Weitere Prominente, die Interesse an dem überwiegend repräsentativen Amt bekundet hatten, waren der Musiker Bob Geldof und «Riverdance»-Star Michael Flatley. Beide zogen sich bereits aus dem Rennen zurück. (sda/afp)

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